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Vor dem Derby im Kurzinterview

Vor dem Derby im Kurzinterview

In der Spielzeit 2008/2009 trugen sie noch gemeinsam das Ludwigsburger Trikot. Bis heute sind sie dicke Freunde geblieben, stehen in regelmäßigem Kontakt und freuen sich beide diebisch auf kommenden Samstag. Dann werden sie jedoch nicht miteinander um zwei Punkte in der Beko Basketball Bundesliga kämpfen, sondern treten gegeneinander an im Derby zwischen den WALTER Tigers Tübingen und der EnBW Ludwigsburg.
Die Rede ist von Dane Watts und David McCray. Der 24-jährige Watts spielt mittlerweile im zweiten Jahr für die Neckarstädter und kennt die Rivalität beider Teams aus insgesamt fünf Derby-Partien. Unter Tigers-Cheftrainer Igor Perovic hat sich Watts Schritt für Schritt verbessert und sich zu einem sehr guten Spieler im deutschen Basketball-Oberhaus entwickelt. Aktuell kommt er für die Neckarstädter auf 13,6 Punkte und 7,7 Rebounds. Mit Tübingen verlor der sympathische US-Amerikaner jedoch alle drei Derby-Partien, mit Ludwigsburg ist die Bilanz jedoch ausgeglichen. Ein Spiel konnte gewonnen werden, ein Spiel ging verloren. Im vierten Anlauf mit seinem neuen Team brennt der Power Forward und beste Rebounder der Tübinger nun darauf, endlich ein Erfolgserlebnis gegen sein Ex-Team feiern zu können.

Sein Gegenüber kann dagegen eine deutliche bessere Derby-Bilanz aufweisen. McCray, inzwischen im vierten Jahr in Diensten der Barockstädter, konnte das Parkett bereits sechsmal als Sieger verlassen und musste sich nur zweimal geschlagen geben. Auch beim 24-jährigen Aufbauspieler geht die Leistungsentwicklung nach oben, wenngleich nicht so steil wie bei Watts. Dennoch hat sich McCray zuletzt sehr gesteigert und spielt im Team von EnBW-Trainer Markus Jochum eine wichtige Rolle. In den bisherigen 20 Begegnungen der laufenden Saison kam der Pfälzer auf 6,6 Punkte und 2,0 Assists. McCray kommt zumeist von der Bank und bringt viel Energie ins Ludwigsburger Spiel - ähnlich wie sein Pendant Kenny Williams auf Tübinger Seite.

Für Tigers-Pressemanager Tobias Fischer standen die beiden Protagonisten für ein Dutzend kurze Fragen hinsichtlich des bevorstehenden Derbys im Tübinger Dschungel (Sa, 05.02.2011 - 20 Uhr - Paul Horn-Arena) zur Verfügung.

Eure Erinnerungen an das Hinspiel?
Dane Watts: Das erste Spiel mit Maske nach meinem Nasenbeinbruch.
David McCray: Ich erinnere mich an ein sehr knappes und mit vielen Emotionen geladenes Derby.

Gründe, warum Tübingen gegen Ludwigsburg verloren bzw. Ludwigsburg gegen Tübingen gewonnen hat?
Watts: Wir haben nicht mit genügend Härte und Emotionen gespielt.
McCray: Wir hatten die besseren Nerven und haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die Erfahrung unserer älteren Spieler war sehr wichtig.

Eure persönliche Bedeutung eines Derbys im Vergleich zu anderen Spielen in der Beko BBL?
Watts: Speziell für die Zuschauer sind Derbys besonders wichtig, deswegen sind sie stärker involviert. Mit dieser speziellen Stimmung nehmen wir Spieler dies auch wahr.
McCray: Derbys sind schlichtweg anders als sonstige Spiele in der Saison. Die Fans sorgen für eine tolle Stimmung und es macht großen Spaß, solche Begegnungen bestreiten zu können.

Gibt es eine spezielle Vorbereitung auf dieses Spiel?
Watts: Nein, die Vorbereitung ist gleich wie bei allen anderen Spielen auch. Wir müssen uns nur emotional auf das wichtige Derby einstellen.
McCray: Nein, ich bereite mich auf jedes Spiel gleich vor.

Der wichtigste Spieler bei Ludwigsburg bzw. Tübingen?
Watts: Jerry Green – er ist der Denker und Lenker der Mannschaft.
McCray: Aus meiner Sicht ist Bane Ratkovica Tübingens Schlüsselspieler. Aber auch Dane, Chris Oliver und Anatoly Kashirov können ein Spiel dominieren.

Die Rolle von David McCray bzw. Dane Watts im gegnerischen Team?
Watts: Seine Rolle wächst von Saison zu Saison, er ist ein starker Verteidiger mit großer Energie und einem guten Drei-Punkte-Wurf.
McCray: Ganz klar, Dane ist neben Ratkovica ein ganz wichtiger Spieler bei den Tigers. Er ist ihr bester Rebounder und durch seinen guten Wurf offensiv sehr gefährlich.

Die Stärken der Ludwigsburger bzw. der Tübinger?
Watts: Sie haben sehr erfahrene Spieler.
McCray: Das Pick and Roll (Blocken und Abrollen), sie spielen es sehr häufig und sehr erfolgreich.

Die Schwächen?
Watts: Kein Kommentar.
McCray: Keine Ahnung, leider. Dafür habe ich sie dann doch zu wenig spielen sehen.

Beschreibe Ludwigsburgs bzw. Tübingens Spielweise?
Watts: Sie können jederzeit kontern und haben gefährliche Schützen von außen.
McCray: Sehr viel Pick and Roll mit Ratkovica, er findet meistens den freien Mitspieler. Ferner sind sie im Fastbreak sehr gefährlich.

Der Unterschied zwischen dem Derby gegen Ulm und dem Derby gegen Ludwigsburg bzw. Tübingen?
Watts: Die Fans reagieren emotionaler beim Spiel gegen Ulm. Da ich aber früher in Ludwigsburg gespielt habe, hat dieses Derby für mich persönlich eine größere emotionale Bedeutung.
McCray: Ludwigsburg gegen Tübingen ist das für mich emotionalere Derby. Gerade auch wegen der Tatsache, dass mit Michael Haynes, Richard Chaney, Radisa Zdravkovic oder Dane schon Spieler in beiden Teams gespielt haben.

Euer Tipp für kommenden Samstag?
Watts: Ich hoffe natürlich, dass wir gewinnen. Wichtig ist, dass wir mit noch mehr Emotionen auftreten und besser zusammen agieren, außerdem spielt die Unterstützung unserer Fans natürlich eine große Rolle.
McCray: Ich erwarte ein sehr enges und spannendes Spiel. Die Mannschaft, die nach 40 Minuten vorne ist, wird das Derby gewinnen...:-)

Euer Ausblick für die restlichen 14 Spiele der Saison?
Watts: Alles ist möglich, es kommt auf unsere Entschlossenheit und unsere Konzentration an in den nächsten vierzehn Spielen.
McCray: Für uns ist wichtig, dass wir unsere Heimspiele gewinnen. Sollte uns dies gelingen und wir auch auswärts die eine oder andere Partie für uns entscheiden können, dann haben wir eine Chance auf die Play-offs. Das ist auch unser Ziel.

Dane, David, vielen Dank für die Informationen.

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