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Vorfreude auf den Erzrivalen: ALBA erwartet Bamberg

Vorfreude auf den Erzrivalen: ALBA erwartet Bamberg

Duelle zwischen den beiden Erzrivalen ALBA und Bamberg sind immer etwas ganz Besonderes. Kein Duell fasziniert die Fans mehr, schürt mehr Emotionen. Entsprechend groß ist derzeit überall die Vorfreude auf die 70. Auflage dieses Klassikers, die am kommenden Sonntag (20.11., 17 Uhr, live auf Sport1) in der Berliner o2 World ausgetragen wird.
„Bamberg kommt als zweifacher Double-Gewinner und aktueller Tabellenführer und stellt damit in unserer Liga die höchstmögliche Messlatte dar“, hat sich auch ALBA-Trainer Gordon Herbert dieses Topspiel natürlich schon lange in seinem Kalender dick angekreuzt: „Das ist für uns das bisher größte Spiel der Saison.“

Das Aufeinandertreffen des amtierenden Meisters und Vizemeisters ist aktuell umso brisanter, nachdem der Titelverteidiger aus Bamberg sich vor dem neunten Spieltag schon wieder mit 7:0 Siegen unangefochten an der Tabellenspitze abgesetzt hat und die Frage im Raum steht, wer sie stoppen soll. Vielleicht die Albatrosse, die im Laufe der letzten Saison neben den Artland Dragons das einzige deutsche Team waren, das die Bamberger zweimal (im Rahmen der 2:3 verlorenen Finalserie) bezwingen konnte und auch nur haarscharf am dritten und die Meisterschaft entscheidenden Sieg vorbei schrammte?

Wie stark die Franken auch in der neuen Saison aufgestellt sind, verdeutlicht neben der Tabelle der Beko BBL auch ein Blick auf die Statistik, wo die Brose Baskets mit Ausnahme der Rebounds alle anderen relevanten Kategorien anführen. So erzielt das Team von Trainer Chris Fleming nicht nur die meisten Punkte (92,3 pro Spiel), sondern hat auch die besten Wurfquoten aus dem Feld (54 Prozent) und an der Dreierlinie (42 Prozent).

8,1 Ballgewinne und 5,0 geblockte Würfe pro Spiel (beides ebenfalls Spitzenwerte in der Liga) werfen zudem ein Schlaglicht darauf, wie wichtig die sehr gut harmonierende Teamverteidigung für den Bamberger Erfolg ist. Aus dieser starken Defense heraus kommen die Brose Baskets zu ihren Gegenangriffen, die letztlich auch zu vielen unbedrängten Würfen und den daraus resultierenden hohen Trefferquoten führen.

„Chris Fleming hat da einen wirklich guten Job gemacht und hat mit viel Leidenschaft ein Team zusammengebaut, das einen sehr guten und modernen Basketball spielt“, zieht Gordon Herbert den Hut vor seinem Kollegen: „Und Bamberg hat es darüber hinaus geschafft, den Kern der Mannschaft über Jahre nicht nur zu erhalten, sondern sogar noch zu verstärken.“

So wurde zur neuen Saison mit P. J. Tucker einer der physischsten US-Forwards Europas nach Bamberg geholt und mit Marcus Slaughter wurde ein Center gefunden, der genauso explosiv ist wie sein Vorgänger Kyle Hines, dabei aber noch einige Zentimeter größer ist. Last, but not least, holten die Brose Baskets ALBAs langjährigen Topscorer Julius Jenkins nach Bamberg.

In Berlin sieht Gordon Herbert ALBA unterdessen noch am Anfang eines neuen Projekts. „In Mons haben wir nur 15 Minuten lang gut gespielt - zwar so exzellent, dass das am Ende sogar für den Sieg gereicht hat,“ räumt der ALBA-Trainer ein, weiß aber auch: „Um gegen Bamberg zu gewinnen, werden wir auch die restlichen 25 Minuten auf unserem höchsten Niveau spielen müssen.“

Ob das schon am Sonntag gelingen kann? „Bevor Chris Fleming in Bamberg in die jetzige Erfolgsspur gefunden hat, hat er seinerzeit eineinhalb Jahre gebraucht,“ erinnert sich Herbert: „Wir haben in Berlin zwar den Plan, das schneller zu schaffen und sehen uns auf dem richtigen Weg. Aber etwas Geduld brauchen wir noch Das Spiel am Sonntag wird zeigen, wie viel von unserem Weg wir schon absolviert haben und wie viel wir noch vor uns haben.“

Brose Baskets: Resultate der letzten vier Wochen
20.10. Bamberg – KK Zagreb (Euroleague) 96:65 (S) Tucker 20, Slaughter 16
23.10. Bamberg – Braunschweig (Beko BBL) 95:57 (S) Pleiß 20, Gavel 15
26.10. ZSKA Moskau – Bamberg (Euroleague) 94:74 (N) Pleiß 17, Jenkins 15
30.10. Hagen – Bamberg (Beko BBL) 76:106 (S) Tucker 22, Roberts 13
03.11. Bamberg – Malaga (Euroleague) 78:79 (N) Slaughter 16, Roberts 16
05.11. Bamberg – Frankfurt (Beko BBL) 97:63 (S) Jenkins 20, Tadda 13
10.11. Zalg. Kaunas – Bamberg (Euroleague) 81:70 (N) Suput 19, Slaughter 11
13.11. Bonn – Bamberg (Beko BBL) 73:85 (S) Suput 20, Slaughter 16
17.11. Bamberg – Panathinaikos (Euroleague) -:- (?) ??

Gesamtbilanz gegen Bamberg
45 Siege – 24 Niederlagen (in Berlin 26–5)
BBL: 27-15 / Playoff: 16-7 / Pokal 2-2
Höchster Sieg: 95:51 am 17. September 1999 in Berlin (Punktrunde)
Höchste Niederlage: 52:103 am 18. Dezember in Bamberg (Punktrunde)
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