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Weiter warten auf den ersten Sieg - 77:92-Niederlage gegen den Erzrivalen ratiopharm ulm

Weiter warten auf den ersten Sieg - 77:92-Niederlage gegen den Erzrivalen ratiopharm ulm

Es war angerichtet in der ausverkauften Paul Horn-Arena für eine weitere Episode des ewig jungen Derbys zwischen den Erzrivalen aus Tübingen und Ulm. Dass es nicht die emotional geladene Veranstaltung wie in der Vergangenheit wurde, lag diesmal nicht an der Überlegenheit der Gäste, sondern an einer wirklich souveränen und sehr guten Schiedsrichterleistung.
Trotz intensiven Spiels hatten die Herren in Gelb das Spiel zu jeder Zeit völlig unter Kontrolle. Die Tigers gaben bis zur Schlusssirene nicht auf, doch John Bryant (26 Punkte, zehn Rebounds) und Nationalspieler Per Günther (21 Zähler, 14 nach der Pause) waren zu viel für das junge Tübinger Team, für das die Saison nun jedoch erst richtig los geht mit dem nächsten Auswärtsspiel in Bremerhaven am 06. November 2011.

Tigers mit furiosem Start

Vor dem ersten Hochball gab es wie in allen Hallen der Beko BBL an diesem Wochenende eine Schweigeminute für den verstorbenen Ehrenpräsident des DBB, Roland Geggus. Danach ging es jedoch gleich richtig ab auf dem Parkett. Die Tübinger begannen mit Lou Campbell, Vaughn Duggins, Reggie Redding, Tyrone Nash und Adnan Hodzic. Gleich mit dem ersten Ballbesitz gingen die Tigers in Führung, nach einem kämpferischen Offensivrebound von Nash, der zudem die Herkules-Aufgabe übernahm, sich in der Defensive um Ulms Big Man Bryant zu kümmern. Insgesamt legten die Tübinger los wie die Feuerwehr. Je fünf Punkte von Nash und Duggins sorgten für ein 10:0 nach gut zwei Minuten und für beste Stimmung auf Seiten der Tübinger Fans. Gut eine Minute später jedoch der erste Aufreger, als Campbell sein zweites Foul bekam und durch Josh Young ersetzt werden musste. Nun kamen auch die Gäste etwas besser ins Spiel und konnten auf 10:6 verkürzen, ehe Hodzic Bryant gekonnt austanzte. Doch dieser zeigte sein großes Potential in der Offensive und verkürzte mit sechs Punkten in Folge auf 14:12 in der siebten Minute. Redding sorgte allerdings dafür, dass die „falschen“ Schwaben nicht in Führung gehen konnten und hielt seine Mannschaft mit einigen schönen Aktionen zunächst knapp in Front. Mit der Schlusssirene eines intensiven ersten Viertels jedoch erzielte Rocky Trice die erste Ulmer Führung zum 21:22.

Big John Bryant nicht zu stoppen

Zu Beginn des zweiten Abschnittes kehrte der Tübinger Kapitän Campbell wieder aufs Parkett zurück und ordnete das Spiel der Hausherren. Dennoch dauerte es über zwei Minuten, ehe die Fans die ersten Punkte dieses Viertels zu sehen bekamen, als Campbell die Tigers wieder in Führung brachte. Beide Teams spielten nun deutlich bessere, variable Verteidigung, gingen aber auch ziemlich sorglos mit dem Spielgerät um, was zwar nicht ansehnlich war, allerdings blieb es weiter eng (26:24, 15. Minute). Insbesondere Dane Watts tat sich dabei hervor, der zur Freude der Tübinger Fans einige unglückliche Aktionen zeigte – wohl beeindruckt von der Atmosphäre des Derbys. Auf Ulmer Seite kam nun Koloss Bryant zurück und stellte seine Gegenspieler in der Tübinger Zone wieder vor wahrhaft riesige Probleme. Campbell hatte jetzt aber den Spaß am Spiel gefunden und versenkte zwei Dreier, die wieder ein kleines Polster zwischen die beiden Dauerrivalen legten. Ein kleiner Lauf der Ulmer zum 32:34 in der 17. Minute wurde durch Coach Perovic sofort mit einer Auszeit unterbrochen. Es blieb eng bis zur Halbzeit, kein Team konnte sich mehr als vier Punkte absetzen und so ging es für Spieler und Fans mit einem 41:41 in die verdiente Verschnaufpause. Während auf Ulmer Seite der Hüne Bryant im wahrsten Sinne herausragte (18 Punkte), war auf Tübinger Seite das Scoring auf mehrere Schultern verteilt (alle Starter mit sieben oder acht Zählern).

Die Tigers verschliefen den Start ins dritte Viertel ein wenig und die Ulmer begannen ihrerseits die Hälfte mit einem 9:0-Lauf. So musste Coach Perovic nach gut drei Minuten beim Stand von 43:52 seine Tiger zur Auszeit bitten, um vor allem die vielen Ballverluste abzustellen. Es wurde nun wieder besser auf Tübinger Seite, doch der Rückstand pendelte sich bei etwa acht bis zehn Punkten ein (49:57, 26. Minute). Erneut Bryant und Nationalspieler Günther zwangen mit schnellen Punkten Perovic jedoch drei Minuten vor der Viertelpause beim Stand von 51:65 zu seiner zweiten Auszeit. Seine Schützlinge kämpften sich tatsächlich wieder heran. Ein 11:4-Lauf der Hausherren (darunter drei Dreier von Duggins, Nico Simon und Young) reduzierten das Defizit bis zur Viertelpause wieder auf unter zehn Punkte (62:69). Es blieb ein enges Spiel.

Ulm im Stil einer Topmannschaft

Gleich zu Beginn des Schlussabschnittes hatte Young Pech mit einem weiteren Dreier, der sich zweimal um den Ring drehte, dann jedoch wieder heraus kullerte. Dennoch kämpften die Tigers unermüdlich, gaben keinen Ball verloren und legten in der Verteidigung einen Tigerzahn zu. Drei Mall reichten den Ulmern in den ersten drei Minuten die 24 Sekunden nicht für einen (guten) Wurfversuch und Hodzic verkürzte auf der Gegenseite auf 66:71. Die logische Folge war eine Auszeit der Gäste. Kurzzeitig verloren die Tigers den Faden und die Ulmer zogen wieder bis auf elf Punkte davon (68:79, 36.). Dieser Rückstand sollte sich letztendendes als zu groß erweisen für die tapfer kämpfenden Tigers. Einen letzten Aufreger gab es in diesem an der Vergangenheit gemessenen eher nüchternen Derby durch Watts, der nach einem harten Foulan Josh Young die Tübinger Fans kurz (aber harmlos) provozierte und von seinem Trainer auf die Bank beordert wurde. Spätestens nach dem Dreier von Steven Esterkamp zur 84:71-Führung zwei Minuten vor dem Ende war jedem Tübinger klar, dass man auf den ersten Sieg der Saison weiter warten muss.

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