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Wichtiger Sieg im Abstiegskampf

Wichtiger Sieg im Abstiegskampf

Mit einem 91:86 (46:42) über die Eisbären Bremerhaven rehabilitierte sich Phoenix Hagen für die unnötige Niederlage gegen den Mitteldeutschen BC in der Vorwoche und erreichte gleichzeitig schon Anfang Februar die Zahl von neun Siegen, mit der das Team die Vorsaison beschloss. 2.920 Fans in der ENERVIE Arena wurden Zeugen eines rassigen und zu jeder Zeit spannenden Basketballspiels.
Die Vorzeichen standen eigentlich nicht besonders gut, denn mit Quentin Pryor meldete sich ein Leistungsträger kurzfristig krank ab. Beide Mannschaften lieferten sich ein schnelles Spiel mit vielen Korbaktionen, das zu Lasten der langen Leuten auf beiden Seiten ging: Mit Andreas Büchert, Edward Seward, Maksym Shtein und Sean Denison kamen vier Center nur sehr wenig oder gar nicht zum Einsatz.

Die Anfangsphase dominierte Bremerhavens Craig Callahan. Der vielseitige Power Forward erzielte die ersten acht Punkte für die Gäste (7:8, 5.). Phoenix konterte durch Zygimantas Jonusas und David Bell zum 18:15, gab das erste Viertel nach zwei Ballverlusten aber doch noch mit 20:21 ab. Auch der Start in den zweiten Abschnitt gehörte den Gästen, die sich durch John Allen bis auf 28:23 absetzen konnten. Danach passierte das, was den Eisbären vom denkwürdigen Hinspiel – Phoenix Hagen siegte seinerzeit mit 107:77 – in unguter Erinnerung geblieben sein dürfte. Die Dreier schlugen reihenweise im eigenen Korb ein. Bell, der im Hinspiel neun Dreier versenkte, und Jonusas trafen zum 33:28 (14.). Das flotte Spieltempo schmeckte den Feuervögeln jetzt besser als den Gästen. Jacob Burtschi vollendete per Korbleger zum 41:36 und Phoenix ging mit einem 46:42-Vorsprung in die Kabine.

Für die Highlights nach dem Seitenwechsel sorgten zunächst Mark Dorris und David Bell. Allstar Dorris stopfte den Ball in den Korb und Bell erinnerte sich zunehmend an das Hinspiel. Der Guard mutierte einmal mehr zum Eisbären-Schreck und traf seine Distanzwürfe. Phoenix setzte sich bis auf
58:49 ab (24.). Nach einer Auszeit von Doug Spradley rappelten sich die Gäste wieder auf. Donald Copeland verkürzte bis auf 59:58. Den Hagener Dreierschützen war das egal. Matt Terwilliger und David Bell trafen zum 65:58.

Bremerhaven kam aber noch einmal zurück. Jan Lipke setzte Akzente und der überragende Craig Callahan besorgte die 76:75-Führung für die Gäste. Ein Dreier von Mark Dorris zum 80:80 wirkte dann wie ein Befreiungsschlag (36.). Matt Terwilliger, der einen glänzenden Abend erwischte, wurde jetzt zur spielentscheidenden Figur. Der Amerikaner vollendete einen Schnellangriff zum 83:83 und legte den Ball nach einem Offensivrebound anschließend zum 85:83 in den Bremerhavener Korb. Die Gäste suchten ihrerseits die Entscheidung aus der Distanz, doch Callahan und Drevo vergaben. Burtschi, Dorris und Bell gaben sich auf der Gegenseite bei ihren Freiwürfen keine Blöße und brachten den 91:86-Sieg nach Hause.

Trainerstimmen:

Ingo Freyer: "Es ist interessant zu sehen, wie es auf und ab mit uns geht. Wir schlagen ALBA, verlieren als Favorit gegen den MBC - und heute haben wir wieder einen überraschenden Sieg geschafft. Das ist unsere Mannschaft. Wir haben viele unerfahrene Spieler und können noch nicht die Konstanz abrufen, sonst würden wir woanders stehen. Matt Terwilliger hat heute sehr gut gespielt, er hat wichtige Sachen gemacht. Auch Malte Schwarz und Dominik Spohr sind gut für Quentin Pryor eingesprungen. Ich bin froh, dass wir einen weiteren Sieg geschafft haben und die Distanz zu den Abstiegsrängen wahren konnten. Aber die Mannschaften hinter uns haben sich alle verstärkt, darum brauchen wir weitere Siege."

Doug Spradley: "Glückwunsch an Ingo und Hagen. Sie haben verdient gewonnen. Wir haben durch eigene Fehler die Kontrolle über das Spiel verloren. Wir hatten 17 Würfe mehr als Hagen und haben trotzdem verloren, weil wir nicht getroffen haben. Wenn Hagen auf der anderen Seite so gut wirft, ist die Mannschaft nur schwer zu schlagen."

Phoenix Hagen: Bell (24/5), Jonusas (20/5), Dorris (15/1, 9 Ass.), Terwilliger (15/1), Kruel (8), Burtschi (6), Spohr (3/1), Schwarz, Seward.

Bremerhaven: Callahan (29/2, 8 Reb.), Allen (15), Copeland (10), Drevo (8), Lipke (7), Schwethelm (6/1), Martin (5/1), Brazelton (4), Denison (2).

Stationen: 9:8 (5.), 20:21 (10.), 33:34 (15.), 46:42 (20.), 59:56 (25.),
68:64 (30.), 77:78 (35.), 91:86 (40.).

Zuschauer: 2.920
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