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Wiedersehen mit früheren Liga-Stars (Teil 2)

Wiedersehen mit früheren Liga-Stars (Teil 2)

Einen Tag vor dem Start in die kontinentalen Meisterschaften steigt die Spannung – gerade im deutschen Team um Dirk Nowitzki. In der Gruppe B, die von Experten als „schwer“ eingestuft wird, bekommen des die Deutschen mit Israel, Italien, Frankreich, Serbien und ...
1314685383/img_Milko_Bjelica.jpg... Lettland zu tun. Sollte es die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann in die Zwischenrunde schaffen, hießen die Gegner, die aus der Gruppe A stammen, vermutlich Spanien, Litauen und die Türkei.

image_1288779294890.png.

Beide Vorrundengruppen hat unser Autor gestern näher unter die Lupe genommen. Heute analysiert er die Gruppen C und D und hat dabei Interessantes zu Tage befördert. Zum Beispiel, dass Griechenland in der „Balkan-Gruppe“ trotz des Generationswechsels der Favorit auf den Gruppensieg ist und dass Russland und Slowenien in der Gruppe D die Konkurrenz nur bedingt fürchten müssen.

Gruppe C: Dettmanns Finnen in der „Balkan-Gruppe“

In der Gruppe C treffen die vom früheren Bundestrainer Henrik Dettmann (zwischen 2001 und 2005 auch als Headcoach in Braunschweig und beim Mitteldeutschen BC tätig) betreuten Finnen um Kimmo Muurinen (ehemals DEUTSCHE BANK SKYLINERS) ausschließlich auf Gegner vom Balkan.

Favorit auf den Gruppensieg ist dabei trotz eines radikalen Generationswechsels nach überzeugenden Vorbereitungsspielen Griechenland. Als weitere Zwischenrundenkandidaten empfahlen sich mit soliden Auftritten in den Testspielen die von Josip Vrankovic (in der deutschen Liga noch als Spieler in Ludwigsburg 2003 bekannt) trainierten Kroaten und Montenegro mit dem ehemaligen Braunschweiger (2006/2007) beziehungsweise Kölner (2007/2008) Center Milko Bjelica.

Als mögliche Spielverderber suchen neben Finnland die beiden letzten deutschen Testspielgegner ihre Außenseiterchance: Mazedonien mit dem ehemaligen Hagener Todor Gechevski (2003) und Bosnien-Herzegowina. Die Bosnier, die mit Spielmacher Aleksej Nesovic (Ludwigsburg 2005/2006) Power Forward Kenan Bajramovic (Berlin 2009) und Center Ermin Jazvin (Ludwigsburg 2004 bis 2006) drei ehemalige Erstliga-Akteure in ihren Reihen haben, hinterließen in der Vorbereitung jedoch mit immer desolateren Vorstellungen keinen guten Eindruck.

Gruppe D: Leichtes Spiel für Russland und Slowenien

1314685287/img_EJ_Rowland.jpgNicht nur die Fans der Teams aus der Gruppe B blicken voller Neid auf diese mit Abstand schwächste Vorrundengruppe, in der Russland und Slowenien im Schongang die Zwischenrunde erreichen sollten. Um den dritten Platz kämpfen vier Teams, die wohl in jeder anderen Gruppe kaum eine Chance hätten.

Neben der Ukraine rechnen sich hier auch Georgien um den ehemaligen Gießener Spielmacher Giorgi Gamqrelidze und Manuchar Markoishvili (Mitteldeutscher BC 2004) sowie die vom eingebürgerten E.J. Rowland angeführten Bulgaren eine Chance aus.

Der US-Spielmacher, der in der Saison 2007/08 für die Artland Dragons und in der Spielzeit 2008/09 für Bonn spielte, wurde für die nächste Saison vom Europaligisten Malaga unter Vertrag genommen, wo er mit seinem frisch gedruckten bulgarischen Pass nicht mehr als Amerikaner gilt (in Spanien sind nur zwei Nicht-Europäer pro Team erlaubt). Die belgischen Hoffnungen erlitten am vergangenen Samstag einen herben Dämpfer, als Axel Hervelle mit einer Knieverletzung ausschied. Ohne ihren starken Power Forward wird es für die Belgier selbst in dieser Gruppe schwer.

28 NBA-Akteure bei der EM

Eine Auswertung der 288 EM-Spieler nach den Ligen, in denen sie in der kommenden Saison spielen werden, sieht die spanische Liga Endesa und die italienische Lega Basket mit je 32 EM-Akteuren vorne. Auf Rang drei folgt bereits die NBA mit 28 EM-Akteuren, die, sollte es nicht zum Lockout kommen, in der neuen Saison in der US-Profiliga spielen werden. Auf den Rängen vier und fünf folgen die russische Beko PBL (22) und die türkische Beko TBL (21).

Dass zum Beispiel in der Beko BBL in der kommenden Saison neben den deutschen Nationalspielern wohl kein ausländischer EM-Nationalspieler auflaufen wird, liegt dabei nicht zuletzt daran, dass die Quotenregelung, auf die sich die Beko BBL verständigt hat, nicht zwischen europäischen und außereuropäischen Ausländern unterscheidet. Dass demgegenüber die spanische und die italienische Liga nur zwei Nicht-Europäer (sprich Amerikaner) pro Team erlauben, sorgt auf dem Markt für europäische Spieler für einen enormen Sog in Richtung dieser Ligen, der dazu führt, dass deutsche Klubs aus wirtschaftlichen Gründen gleichwertigen US-Akteuren den Vorzug geben.

Es ist aber nur noch eine Frage der Zeit, bis sich dieses Ungleichgewicht von selbst reguliert, denn immer mehr Ligen (aktuell die französische und die russische) lassen die althergebrachten Unterscheidungen zwischen EU-Akteuren, sogenannten Bosman-Spielern, „Cotonou“-Akteuren und anderen Ausländern fallen. Auch für deutsche Klubs werden somit europäische Ausländer zunehmend wieder interessanter werden. 31 bei der EM aufspielende Akteure sind übrigens noch ohne Vertrag für die kommende Saison…
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