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Würzburg feiert seinen Champion

Würzburg feiert seinen Champion

32 Grad Außentemperatur – der Sommer zeigt sich von seiner schönsten Seite. Nowitzki-Wetter. In der Würzburger s.Oliver Arena, Heimspielstätte des Bundesliga-Novizen s.Oliver Baskets, ist es noch um einiges heißer. Gleißende Schweinwerfer und etwa 2.000 Fans sorgen im ...
1309273613/img_Dirk_Nowitzki_4.jpg... Inneren für subtropische Temperaturen – die Hitze tut der Stimmung indes keinen Abbruch.

Mit Musik und Einspielfilmen werden die Gäste auf den wichtigsten Protagonisten des Tages, der im fernen Dallas zum Superstar avancierte und der sich seit kurzer Zeit NBA-Champion und Finals-„MVP“ nennen darf, eingestimmt.

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Es geht locker zu, ausgelassen, fröhlich. Pünktlich um 13.00 Uhr betritt Dirk Nowitzki die Arena – umringt von Sicherheitskräften und einer Schar von Kameraleuten.

Der 33-Jährige bahnt sich den Weg zur überdimensionalen Bühne, auf der Moderator Frank Buschmann wartet. Der Weg dorthin gleicht einem Triumphzug. Die Würzburger feiern ihren Helden mit „MVP“-, „MVP“-Sprechchören.

Riesiges Medieninteresse beim ersten Deutschland-Auftritt

1309273595/img_Dirk_Nowitzki_3.jpgAn seinem Platz angekommen, gehen die Rufe unvermindert weiter. Moderator Buschmann versucht sich Gehör zu verschaffen – zunächst vergeblich. Erst als er darauf hinweist, dass die Pressekonferenz live von SPORT1 übertragen wird, ebbt der Begeisterungssturm ab.

Vor dem Podium haben zahlreiche Fotografen Position bezogen, in den hinteren Reihen, ebenfalls auf einem Podium, stehen die Kameras der großen Sender. Ob ARD, ZDF, RTL, SAT.1 oder n.tv – sie alle lassen sich den ersten Deutschland-Auftritt des „großen Blonden“, der in den USA und hierzulande Sportgeschichte geschrieben hat, nicht entgehen.

Alles viel größer, viel lauter, viel atmosphärischer, viel turbulenter

Nowitzki, grünes T-Shirt, beige Bermuda-Shorts und weiße Turnschuhe, nimmt auf seinem Hocker platz. Wie jedes Jahr, wenn er seine „Welcome-back-Pressekonferenz“ nach der NBA-Saison gibt – nur ist diesmal alles viel größer, viel lauter, viel atmosphärischer, viel turbulenter. Und doch strahlt das einstige „German Wunderkind“ eine große Ruhe, eine große Gelassenheit aus.

Dort oben sitzt zwar ein Großer des deutschen Sports, der in einem Atemzug mit Michael Schumacher, Boris Becker oder Franz Beckenbauer genannt wird. Gleichwohl flachst Nowitzki mit den Medien, beantwortet jede Frage, die von Kindern gestellt wird, und scheut sich nicht, mit einem Fußball, den er später signieren wird, auf der Bühne zu jonglieren – woraufhin das Publikum „Fuß-bal-ler“, „Fuß-bal-ler“ intoniert.

„Es ist überwältigend, was hier los ist“

1309273578/img_Dirk_Nowitzki_2.jpgBevor er die Playoffs im Allgemeinen und die Finalserie gegen die Miami Heat im Speziellen Revue passieren lässt, sagt er Sätze wie diesen: „Es ist überwältigend, was hier los ist.“ Dabei wippt er zumeist mit seinen Füßen, zupft an seinem T-Shirt und streift sich mit den Fingern durch die Haare – wie immer, wenn es darum geht, Fragen zu beantworten.

Er spricht von seinen großen Gefühlen nach dem Gewinn des NBA-Titels und sagt, dass er sich noch nicht auf einer Stufe mit der NBA-Legende Larry Bird (Boston Celtics) sehe. So ist er halt, der Nowitzki: bescheiden, bodenständig. In der ersten Reihe, ganz links, sitzt sein Vater Jörg. An seiner Seite Nowitzkis Schwester und Managerin Silke – zwei wichtige Bezugspunkte in seinem Leben.

„Werde eine Entscheidung treffen, die für beide Seiten vertretbar ist“

Auf die Frage, was sein Titelgewinn für die Sportart und den deutschen Basketball bedeute, sagt er, dass man in einem „Fußball-Land“ diesen Hype nutzen müsse, um noch mehr Talente hervorzubringen. Angesprochen auf sein Mitwirken in Litauen, wo dieses Jahr die Europameisterschaft stattfindet, gibt sich der 2,13-Meter-Mann mit den lockigen Haaren zurückhaltend.

Er wolle jetzt erst einmal ein „paar Wochen runter schalten“ und dann eine Entscheidung treffen, die für beide Seiten vertretbar sei. Allerdings glaube er schon, dass er gerne dabei wäre – Jubel brandet auf. Es sind Szenen wie diese, die diese öffentliche Pressekonferenz so außergewöhnlich machen.

Prüfen von Alternativen, sollte es tatsächlich zu einem Lockout kommen

1309273559/img_Dirk_Nowitzki_1.jpgAuch der mögliche Lockout („Aussperrung“) in der NBA wird von Frank Buschmann, dem es gelingt, die richtige Mischung aus Ernsthaftigkeit und Entertainment herzustellen, thematisiert. Berlin und München hätten doch schon Interesse bekundet… Nowitzki sagt, dass er hoffe, dass sich beide Seiten (Klubbesitzer und Spielergewerkschaft, Anm. d. Red.) noch einigen werden.

Sollte es tatsächlich zu einem Lockout kommen, dann könne er noch immer darüber nachdenken, was er machen werde. Fakt ist aber, „dass ich kein Jahr aussetzen und mich nach Alternativen umschauen werde“. Welche das sein könnten, ein Medienvertreter hatte die Frage nach der spanischen oder der deutschen Liga gestellt, ließ Nowitzki offen.

„Werde in meinem Herzen immer ein Würzburger bleiben“

Um 14.20 Uhr – und damit 20 Minuten länger als geplant – war der offizielle Teil beendet. Danach ging’s für Nowitzki ans Signieren von T-Shirts. Geduldig und wie immer stets freundlich absolvierte der einstige Tennis- und Handballspieler auch diesen Part – bis er darauf aufmerksam gemacht wurde, dass um 15.30 Uhr der nächste Termin auf dem Programm steht: der Eintrag ins „Goldene Buch“ der Stadt Würzburg.

Dort bedankte sich Nowitzki noch einmal für den „tollen Empfang“ und erklärte, dass er in seinem Herzen immer ein Würzburger bleiben werde.

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