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Würzburger Serie hält

Würzburger Serie hält

ratiopharm ulm unterliegt s.Oliver Würzburg denkbar knapp mit 61:59 (32:33). Entscheidung fällt erst zwei Sekunden vor Spielende.
Wirklich einen Sieger verdient hatte diese Partie nicht. Darüber waren sich beide Trainer bei der Pressekonferenz einig. Wenn ein "von der Verteidigung geprägtes, aber dennoch hochklassiges Spiel", wie es Thorsten Leibenath beschreibt, erst zwei Sekunden vor dem Ende seinen Gewinner findet, hätte die Entscheidung wohl in die eine oder andere Richtung fallen können. Dass ratiopharm ulm am Ende als Verlierer vom Platz ging, ist bitter - insbesondere deshalb, "weil die Mannschaft weitestgehend alle Vorgaben umsetzen konnte und stark gekämpft hat", so Head-Coach Leibenath. Damit gelingt den s.Oliver Baskets der 29. Heimspielerfolg in Serie. Für ratiopharm ulm ist es die erste Niederlage nach zuletzt drei Siegen.

Schon nach zwei Minuten hatte sich bewahrheitet, was Coach Thorsten Leibenath in der Analyse des Gegners prophezeit hatte. Nämlich die enorme Intensität der Würzburger Verteidigung, die ratiopharm ulm bereits nach 120 Sekunden zu drei Ballverlusten gezwungen hatte. Da die Franken zu Beginn auch stark aus der Distanz trafen, lagen die Gäste bis zur ersten Ulmer Auszeit mit 9:3 zurück. Erst als Per Günther in der 5. Minute ein Dreipunktspiel verwandelte (11:8) und Keaton Nankivil in der 9. Minute per Dreier das 15:15 erzielte, war das Spiel wieder ausgeglichen.

Erstmals in Führung gingen die Ulmer dann durch Rocky Trice, der kurz nach Beginn des zweiten Viertels per Dreier das 17:18 erzielte. Als dann auch John Bryant, der gegen die schnellen Würzburger zu kämpfen hatte, in der 12. Minute einnetzte und auch noch einen Bonusfreiwurf hinterherschickte, zeigte die Anzeigetafel den 19:21-Zwischenstand an. Das Würzburger Anfangsfeuerwerk hatten die Ulmer also erst einmal überstanden. Doch wirklich ruhiger wurde das Spiel deshalb nicht. Über zwei Minuten vergingen, in denen beide Kontrahenten sich mit Steals, Fehlwürfen und Rebounds abwechselten. Erst als Sebastian Betz in der 14. Minute das 20:23 erzielte, war diese Phase vorüber. Nicht dagegen das druckvolle Spiel der Gastgeber, das ratiopharm ulm nach 16. Minuten zu acht Ballverluste gezwungen hatte - am Ende waren es 15.

Dennoch verloren die Ulmer nicht die Nerven, allen voran Keaton Nankivil nicht, der seinen zweiten Dreier zum 24:28 untergebracht hatte. Als sich dann auch noch Topscorer Isaiah Swann nach zuvor drei Fehlwürfen per Dreier ins Scoring eintrug, hatten die Ulmer ihre bis dato höchste Führung herausgespielt (24:33). Doch die Souveränität war nur von kurzer Dauer. Eine Serie vergebener Chancen, die Würzburg insbesondere durch Ivan Elliots vierten Dreier ausnütze - und zur Halbzeit stand es 32:33. Auffällig nach 20 Minuten: Bis auf Femi Oladipo und Tommy Mason-Griffin hatten alle eingesetzten Spieler (8) bereits ihren Beitrag zu diesem "low scouring game" geleistet.

Doch Würzburg eroberte die Führung zurück: nach einer 7-Punkteserie zu Beginn der zweiten Hälfte stand es 39:35 (24.). Was allerdings noch schwerer wog: das 4. persönliche Foul von Isaiah Swann nach nur 24 und das von John Bryant nach 25 gespielten Minuten. Bis ratiopharm ulm im dritten Viertel endlich wieder zu Punkten kam (41:37, Trice) waren knapp sechs Minuten vergangen - in denen Würzburg neun Zähler aufgelegt hatte. Doch nicht nur offensiv klemmte es - auch an Personal fehlte es Coach Leibenath allmählich als sich mit Dane Watts (27.) der dritte Ulmer sein viertes Foul abgeholt hatte. Dennoch kämpfte sich sein Team zurück, weil auch der "zweite Anzug passte", also die Bankspieler in die Presche sprangen. Sie provozierten selbst Ballverluste und fand nun häufiger den Weg an die Freiwurflinie. Das 43:42 in der 28. Minute versenkte Michael Wenzl ebenso wie das 45:44 (30.).

Das entscheidende Viertel wurde zunächst von einer Dreipunkt-Serie eröffnet - Nankivil und Trice für Ulm, Jacobson für Würzburg (49:50, 33.) - ehe es beim Stand von 54:54 in die letzten vier Minuten ging. Und unentschieden (59:59) stand es auch noch, als Isaiah Swann 13 Sekunden vor Ablauf der Spielzeit einen Dreipunktwurf auf die Reise schickte. Ohne Fortune. Der finale Angriff sollte also Würzburg gehören, das in Person von Gilbert Brown nach einem Offensivrebound zwei Sekunden vor der Sirene den Siegtreffer erzielte. "Unser Plan war es zu foulen. Dass uns das nicht gelungen ist und Würzburg stattdessen zwei Offensivrebounds holt, ist unglücklich und bitter", erklärt Leibenath abschließend.

ratiopharm ulm spielten:
Isaiah Swann (3), Tommy Mason-Griffin (), Per Günther (8, 4 Assists), Sebastian Betz (2), Femi Oladipo, Michael Wenzl (4 Punkte, 4 Rebounds), Rocky Trice (8, 5 Rebounds), Steve Esterkamp (11), Dane Watts (4), Keaton Nankivil (13, 3/7 Dreier), John Bryant (6, 10 Rebounds).
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