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Zavackas gibt die Antwort: Litauer vermasselt Dorris die Show

Zavackas gibt die Antwort: Litauer vermasselt Dorris die Show

Donatas Zavackas heißt der Mann, der die Show des Mark Dorris zerstörte und Phoenix Hagen um den durchaus möglichen Sieg brachte. Am Ende unterlagen die Feuervögel bei der EnBW Ludwigsburg mit 92:100 (53:48).
Die Mannschaft von Ingo Freyer musste in Ludwigsburg auf Jacob Burtschi verzichten. Der Forward hatte sich im Training einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen. Für ihn rückte Matt Terwilliger in die Startformation, der gleich einmal einen Dreier zum 5:2 versenkte. Es entwickelte sich ein schnelles und offensiv geführtes Spiel mit hohen Wurfquoten auf beiden Seiten. Bei Ludwigsburg dominierte John Bowler die Anfangsphase, doch Hagen konnte ebenfalls sehr konstant punkten. Zwei Dunkings von Quentin Pryor und ein Korbleger von Edward Seward ließen die Gäste auf 20:14 enteilen (7.).

Die Gastgeber drehten den Spieß durch David McCray zwar noch einmal um (21:20, 8.), doch danach behaupteten die Feuervögel bis zur Halbzeitpause die Führung. Mark Dorris setzte jetzt etliche Akzente und brachte seine Farben per Korbleger mit 40:30 in Führung (14.). Toby Bailey verkürzte per Dreier auf 42:46, aber Hagen konterte durch Zygimantas Jonusas und nahm einen 53:48-Vorsprung mit in die Kabine.

Die Pausenansprache von Ludwigsburgs Coach Markus Jochum schien etwas heftiger ausgefallen zu sein, denn seine Mannschaft startete gleich mit einer aggressiven Aufholjagd. Jerry Green besorgte den Ausgleich (55:55, 23.), vier Punkte vor Alex Harris bedeuteten die 61:57-Führung für die Gastgeber (25.), die wiederum Green anschließend sogar bis auf 67:60 ausbaute (29.). Doch Phoenix wäre nicht Phoenix, wenn verlorenes Terrain nicht wieder genauso schnell gewonnen wäre, wie es zuvor verloren wurde: Mark Dorris glich im Alleingang zum 67:67 nach 30 Minuten aus!

Auch das letzte Viertel verlief zunächst ausgeglichen. Der unaufhaltsame Mark Dorris überdrehte ein wenig und bekam von Ingo Freyer einer Verschnaufpause. Beim Stand von 78:73 für Ludwigsburg kehrte der Amerikaner zurück, um mit weiteren acht Zählern die 81:78-Führung für Phoenix zu besorgen. Sollte es der große Abend des Guards werden, der am Ende auf 35 Zähler kam?

Nein, sollte es nicht: Die Antwort auf das Dorris-Feuerwerk kam aus Litauen und hieß Donatas Zavackas. Der Ludwigsburger Power Forward wurde jetzt an beiden Enden des Spielfelds zur zentralen Figur. Hinten holte er entscheidende Rebounds, während er vorne im Alleingang den Spielstand auf 87:81 stellte (38.). David Bell antwortete noch einmal per Dreier zum 87:84 und übernahm auch anschließend die Verantwortung, scheiterte aber bei drei Versuchen. Auch der Dunking von Mark Dorris zum 94:88 in der Schlussminute konnte da keine Hoffnung mehr machen in einem Spiel, das die Gastgeber letztendlich mit 100:92 für sich entscheiden konnten.

„Ich bin heute nicht unzufrieden. Das war ein enges Spiel. Am Ende waren es ein paar kleine Dinge, die das Spiel für Ludwigsburg entschieden haben“, analysiert Ingo Freyer. „Wir waren immer in der Partie und haben auch besser verteidigt, als es die 100 Gegenpunkte aussagen. Das Spiel war sehr schnell und am Ende haben wir halt viel gefoult.“ Zufrieden war Freyer auch mit der Einstellung seines Teams: „Wir haben gut gekämpft und gespielt.
Ludwigsburg hat uns die Dreier weggenommen, aber das hat Mark Dorris gut im Pick and Roll ausgenutzt. Ich war am Ende fast ein wenig überrascht, wie viele Punkte er gemacht hat. Umgekehrt haben wir Ludwigsburg auch die Dreier weggenommen. Zavackas ist ein toller Spieler, das hat er insbesondere in der Schlussphase gezeigt.“

EnBW Ludwigsburg: Zavackas (21/3), Harris (19), Green (18/1), Rickert (13), Bowler (13), Bailey (9/1), McCray (5), Lischka (2), Vene.

Phoenix Hagen: Dorris (35), Bell (12/2), Pryor (10), Jonusas (9/1), Kruel (9), Seward (7), Terwilliger (5/1), Schwarz (3), Spohr (2).

Stationen: 14:16 (5.), 23:29 (10.), 33:42 (15.), 48:53 (20.), 61:57 (25.), 67:67 (30.), 78:79 (35.), 100:92 (40.).

Zuschauer: 2.785
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