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Zu Gast bei der Wundertüte der Liga

Zu Gast bei der Wundertüte der Liga

ratiopharm ulm will am Sonntag in Bremerhaven (16 Uhr) einen erfolgreichen Schlusspunkt für die vierwöchige Auswärtsserie setzen. Antonio Anderson ist derweil in die USA zurückgekehrt.
Nach drei Auswärtspartien in Folge ist für ratiopharm ulm das Ende der heimspiellosen Zeit in Sicht. Ehe sich das Ulmer Team am übernächsten Samstag (26. November) nach dem dritten Heimspiel der Saison feierlich von der Kuhberghalle verabschiedet, steht zum Abschluss der vierwöchigen Auswärtsserie noch das Spiel in Bremerhaven (Sonntag, 16 Uhr) und damit der längste "Roadtrip" der Saison an. "Wir sind das Reisen aber noch nicht leid", sagt Keaton Nankivil vor dem Spiel am nördlichsten Bundesliga-Standort und verspricht, dass "wir auch in Bremerhaven hochkonzentriert auftreten werden".

Das wird auch nötig sein, denn Bremerhaven ist so etwas wie die "Wundertüte" der noch jungen Beko-BBL-Spielzeit. Niederlagen wie kürzlich gegen die bis dahin sieglosen Tübinger (83:90) waren bei den Eisbären ebenso schon an der Tagesordnung, wie Erfolge über die Titelmitfavoriten aus Berlin (71:69) und Quakenbrück (83:86).

Für Head-Coach Thorsten Leibenath sind diese beiden Siege ein klares Indiz für das Potenzial des nächsten Ulmer Gegners: "Sie besitzen nicht nur einen extrem tiefen, sondern auch einen qualitativ hochwertigen Kader", charakterisiert Leibenath die Eisbären. Mit Torrell Martin (13,9 PpS, 5,4 RpS) und Zach Peacock (14,8 PpS) verfügt der aktuell Tabellensechste über eines der dynamischsten Scoring-Duos der Liga. Während Vorzeigeathlet Martin zu den vielseitigsten Guards der Beko BBL gehört, sorgt der aus Gießen nach Bremerhaven gewechselte Peacock gemeinsam mit Nationalspieler Chris McNaughton vor allem in Korbnähe für Furore. Nicht zufällig sind die Eisbären eines der reboundstärksten Teams der Liga, insbesondere am offensiven Brett (12,5 Offensiv-RpS).

Auf den kleinen Positionen kann Eisbären-Head-Coach Doug Spradley in Person von Jamison Brewer auf viel Erfahrung zurückgreifen. Der Bremerhavener Spielgestalter ging vier Jahre in der NBA auf Korbjagd und ist aktuell drittbester Vorlagengeber der Bundesliga (6,3 ApS). Die Guards Anthony Smith und Terrell Everett vervollständigen einen individuell erstklassig besetzten Backcourt, dem es vor allem an Athletik nicht mangelt. "Das ist meiner Meinung nach das auffälligste Merkmal des Teams", unterstreicht Thorsten Leibenath, der sich bei seiner Vorbereitung auf Bremerhaven auch von dem ehemaligen Eisbären-Spieler und jetzigen Ulmer Kapitän Steve Esterkamp beraten ließ.

In der jüngeren Vergangenheit war Bremerhaven im Übrigen ein gutes Pflaster für ratiopharm ulm: Sowohl im letzten (93:100) als auch im vorletzten Jahr (80:85) ging Ulm als Sieger vom Parkett der Stadthalle Bremerhaven. "Ich bin aber weit davon entfernt zu sagen, dass uns die Eisbären liegen, dafür verändern sich die Teams im Laufe der Zeit einfach zu sehr", gibt Thorsten Leibenath wenig auf Statistiken. Vielmehr fordert der Ulmer Cheftrainer: "Wir müssen über 40 Minuten konsequent spielen, um in Bremerhaven gewinnen zu können."

Nicht mehr für ratiopharm ulm auflaufen wird indes Antonio Anderson. Der US-Amerikaner, der Mitte September als Ersatz für den verletzten Rocky Trice verpflichtet worden war, ist bereits in die USA zurückgekehrt. "Es war eine Entscheidung in beidseitigem Einvernehmen", so Head-Coach Thorsten Leibenath. Anderson hatte bereits kurz nach seiner Ankunft in Ulm eine Augenentzündung erlitten und kein einziges Spiel im Ulmer Dress absolviert. Mit der Rückkehr von Rocky Trice, der in den letzten Wochen immer besser in Form kam, zerschlug sich nun ein weiteres Engagement Andersons in Ulm. Zuletzt sammelte der Guard beim Kooperationspartner BG Illertal-Weißenhorn Spielpraxis. "Antonio hatte unglaubliches Pech mit seiner Augenverletzung, weshalb er nie sein Potenzial abrufen konnte", resümiert Thorsten Leibenath.
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