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Zwei Punkte bei den Koch-Profis sind das Ziel

Zwei Punkte bei den Koch-Profis sind das Ziel

Auf die New Yorker Phantoms wartet am vorletzten Spieltag vor Weihnachten alles andere als eine gemütliche Schlittenfahrt. Die Basketballprofis von der Oker treten am Sonntag, 11. Dezember, bei den heimstarken und mit Braunschweig punktgleichen Telekom Baskets Bonn an und wollen die ansteigende Form aus dem Nordderby gegen Bremerhaven (86:81) durch erneut Zählbares bestätigen (Spielbeginn: 17 Uhr, Telekom Dome).
„Die Bonner verfügen über eine offensiv ausgerichtete Mannschaft, die einen attraktiven Basketball spielt und brandgefährlich ist. Sie beherrschen nahezu perfekt Blockstellen und Abrollen“, weiß Phantoms-Cheftrainer Sebastian Machowski von den Stärken der Telekom Baskets. „Aber dennoch besitzen wir eine Siegchance, wenn wir die Leistungen aus den Partien gegen Würzburg und Bremerhaven abrufen.“

Phantoms-Forward Branko Jorovic konnte nach seiner gegen die Eisbären erlittenen Sprunggelenksverletzung am Donnerstag erstmalig wieder mittrainieren. Weniger positiv dagegen: Die Routiniers Rich Melzer und LaMarr Greer meldeten sich wegen einer Virusinfektion vom Training ab. „Wir müssen jetzt von Tag zu Tag schauen, ob sie einsatzfähig sind“, so Phantoms-Sportdirektor Oliver Braun.

Die Telekom Baskets Bonn vollzogen nach einem enttäuschenden Platz 13 in der Abschlusstabelle 2010/11 einen radikalen Umbruch, dies geschah sowohl personeller Art als auch hinsichtlich der Spielphilosophie. Bis auf den gestern 38 Jahre alt gewordenen Beko BBL-Veteran Chris Ensminger mussten alle US-Importe den Hut nehmen. Telekom Baskets-Cheftrainer Michael Koch, seit 2005 in Bonn, predigte in der Vorbereitung eine auf den europäischen Basketball ausgerichteten Stil. Mit den erfahrenen Litauern Simonas Serapinas von Cimberio Varese (Italien) und Benas Veikalas (BK Prostejov/Tschechien) sowie dem Serben Zvonko Buljan (PAOK Saloniki/Griechenland) verpflichteten die Magentafarbenen Spielertypen, die die mannschaftsdienlichere und geradlinige Spielweise von der Pike auf gelernt haben.

Mit Jared Jordan kehrte nach einjährigem Gastspiel in Griechenland ein Publikumsliebling zurück. 12,6 Punkte und 7,9 Assists – mit Abstand Ligabester – verbuchte der US-Pointguard in den ersten elf Auftritten. Erfolgreichster Scorer im grellen Trikot ist Oldie Ensminger mit 15,4 Zählern, dazu gesellen sich 8,5 Rebounds. Gut eingeschlagen hat beim aktuellen Tabellenzehnten auch US-Landsmann Tony Gaffney (2,06 Meter-Forward) mit 14,2 Punkten.

Bonn hat sich im Wochenverlauf noch einmal verstärkt. Talor Battle wechselte vom französischen Erstligisten Cholet Baskets über die Grenze und wird höchstwahrscheinlich sein Debüt gegen die New Yorker Phantoms geben. Der 1,83 große Guard spielte vor seinem Europa-Engagement für die Pennsylvania State University. Penn State hatte Battle erstmalig nach zehn Jahren wieder in die NCAA-Endrunde („March Madness“) geführt. In seinem Collegeabschlussjahr kam der Telekom Baskets-Neuzugang auf 20,2 Punkte, 4,4 Rebounds und 2,9 Assists pro Spiel.

Der Bonner Fangemeinde, nicht selten strömen 5000 Zuschauer in die einzige klubeigene Immobilie der Beko Basketball Bundesliga, gefällt der neue Style – und erfolgreich ist er ebenfalls. Die ersten fünf Spiele gingen allesamt an die Bonner Korbjäger. Zuletzt gab es jedoch einen kleinen Rückschritt: Die letzten vier Ligaspiele verloren die ehemaligen Hauptstädter. International läuft es weiter rund bei der Koch-Truppe – durch einen 94:81-Sieg über Heiko Schaffartziks Ex-Klub Türk Telekom Ankara zogen die Bonner am Nikolaustag in die Top16 der FIBA EuroChallenge ein.

Auf Bonner Seite steht noch ein Fragezeichen hinter Benas Veikalas, der an einem Muskelfaserriss im Oberschenkel laboriert.
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