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Zwischen Frust und Hoffnung

Zwischen Frust und Hoffnung

Es bleibt dabei: Die EWE Baskets ziehen aus vermeintlich befreienden Auftritten nicht ausreichend Selbstvertrauen, um längere Siegesserien einzufahren. Vier Tage nach dem Offensiv-Spektakel gegen Phoenix Hagen (102:91) hatten die Huntestädter die Zielsicherheit wohl daheim gelassen und mussten sich der ersatzgeschwächten TBB Trier mit 65:76 geschlagen geben. Die angesichts der Ausfälle (Philip Zwiener und Oskar Faßler) verbissen um jeden Ball kämpfenden Hausherren kauften den verunsicherten Gästen im Spielverlauf mehr und mehr den Schneid ab und fuhren im Schlussabschnitt eine Vorentscheidung ein. Oldenburg steht nun das nächste Duell gegen einen Playoff-Aspiranten ins Haus: Am Sonntag kommen die Telekom Baskets Bonn in die EWE ARENA (18 Uhr, präsentiert durch die LzO).
Die Voraussetzungen vor der Reise nach Trier waren aus Oldenburger Sicht verlockend: Mit einem weiteren Erfolg wäre die Lücke zu den direkten Konkurrenten angewachsen, zudem hätten sich die Baskets einen wichtigen direkten Vergleich gegen Trier sichern können. Dass der Konjunktiv indes an der Hunte weiter seine Späße treibt, lag zum einen an einer geschlossenen Vorstellung der Gastgeber, zum anderen an zu vielen individuellen Ausfällen auf Baskets-Seite und an viel zu vielen vergebenen Chancen. Da wurden die Baskets am Brett munter geblockt, zudem verwarfen sie zu viele offene Schüsse – und als die Partie in Minute 35 doch noch eine Wende zum Guten zu nehmen schien (56:59), kassierten die Oldenburger einen 0:10-Lauf, der die 2805 Zuschauer zu Ovationen und die Baskets endgültig um die Chance auf den sechsten Auswärtssieg brachte.

Mit vereinten Kräften müssen sich die Baskets jetzt in den Endspurt stürzen. Fünf der verbleibenden sieben Saisonspiele tragen sie in der heimischen EWE ARENA aus – angesichts der enttäuschenden Auswärtsbilanz hält zumindest das die Hoffnungen auf einen versöhnlichen Abschluss der Hauptrunde lebendig. „Wir müssen akzeptieren, dass es eine schwierige Saison ist“, so Hermann Schüller, geschäftsführender Gesellschafter der EWE Baskets. „Umso mehr braucht das Team die Unterstützung von allen Seiten. Alle ärgern sich über solche Auftritte wie in Trier, zuallererst die Spieler und das Trainergespann – aber wir haben noch immer die gute Chance, uns trotz aller Widrigkeiten, die wir im Saisonverlauf erlebt haben, für die Playoffs zu qualifizieren. Gerade in problematischen Phasen müssen wir dem Team den Rücken stärken.“

Gelingt nun der nächste Schritt in Richtung Meisterrunde gegen Bonn? Die Rheinländer, die zuletzt viermal in Serie verloren, reisen am Sonntag ohne Folarin Campbell an – der US-Amerikaner musste den Club verlassen. Die Verantwortlichen in Bonn scheinen nach zum Teil desillusionierenden Vorstellungen ihrer Mannschaft ein Zeichen setzen zu wollen. Bonn benötigt bei aktuell 24:26 Punkten um jeden Sieg.
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