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BIG - Basketball in Deutschland

"Big Kenny" Frease neuer Center der WALTER Tigers Tübingen

Lange haben sich die WALTER Tigers Tübingen für die Besetzung der Centerposition Zeit gelassen. Nun können die Tübinger jedoch Vollzug melden, und somit ist auch der 10er-Kader der Mannschaft von Tigers-Cheftrainer Igor Perovic komplett.


Mit dem US-Amerikaner Kenneth Frease erhalten die Neckarstädter einen richtigen Brocken unter den Körben. Aktuell nachgefragt bringt Frease bei einer Körpergröße von 211 Zentimetern satte 129 Kilogramm auf die Waage, ein Gewicht, mit dem sich der neue Center der Tübinger - zumindest physisch - vor seinen kommenden Gegenspielern nicht verstecken muss. Im Vergleich zu den Vorjahren kann die Perovic-Truppe nun z.B. auch einen "Gegner" gegen John Bryant vom Lieblingsgegner aus Ulm stellen. Klar, der MVP der Saison 2011/2012 ist natürlich ein herausragener Akteur, der zudem in jüngster Zeit noch effektiv von außen trifft. Doch man darf sich heute schon auf dieses Duell im ewig jungen Derby zwischen Tübingen und Ulm freuen.

Robert Wintermantel: "Mich beeindruckt, wie er sich unter dem Korb anbietet"

Die Gefühlslage bei Tigers-Manager Robert Wintermantel wechselt nach der Vertragsunterschrift von Frease zwischen Freude und gleichzeitiger Erleichterung. Freude, dass man nach langer Suche einen Spieler verpflichten konnte und Erleichterung, dass die Personalplanung nun abgeschlossen ist. Wintermantel blickt mit großer Vorfreude auf die Ankunft des vierten Neuzugangs: "Was mich persönlich beeindruckt hat, ist die Art und Weise, wie sich Frease unter dem Korb anbietet. Er macht das mit einer extremen Konsequenz und bietet seinen Mitspielern eine sehr gute Anspielstation. Wir sind froh, mit ihm einen echten Brettcenter gefunden zu haben", so Wintermantel, der sich nun auf die weitere Sponsoren-Akquise sowie auf die Vorbereitung der neuen Saison 2012/2013 konzentrieren kann.

„Big Kenny“ oder "K-train" wie Frease häufig gennant wird, wurde in Canton/ Ohio geboren und spielte in der Jugendzeit in Massillon auch Football und Baseball. Er entdeckte jedoch schnell die Liebe zum Basketball, auch weil Mutter Margaret Frease vier Jahre für Youngstown State spielte – von ihr übernahm Big Kenny die Rückennummer 32, die er auch bei den WALTER Tigers tragen wird.

Frease besuchte die Perry High School und gelang über einige Umwege zu den Xavier Musketeers. Nach zwei Spielzeiten für die Xavier University hatte Frease genug von seiner Bankrolle und opferte den Sommer 2010, um sich körperlich fit und einen gewaltigen Schritt nach vorne zu machen. Mit Erfolg: Seine vier Jahre in Xavier beendet der 22-Jährige mit 137 absolvierten Partien, was gleichbedeutend mit dem College-Rekord ist. Ebenso geht Frease als viertbester Shotblocker (140) in die Geschichte der Xavier University ein.

Frease - ein richtiger Bulldozer

Wie hart das „weiße Mammut“ im Nehmen ist, beweist auch der „Brawl“ zwischen Xavier und Cincinnati vom Dezember 2011, als Frease von seinem Gegenspieler Yancy Gates mit einem Faustschlag niedergestreckt und mit sieben Stichen unter dem Auge genäht wurde. „Ich wollte nicht, dass er sein ganzes Leben für etwas bestraft wird, was in einem derart emotionalen Spiel passiert ist“, sagte Frease anschließend und verzichtete auf eine Anzeige gegen Gates – dieser bedankte und entschuldigte sich später bei Big Kenny.

Im folgenden Sommer meldete sich Frease auch zum NBA-Draft an und zeigte sich in den Trainingscamps der Minnesota Timberwolves und Cleveland Cavaliers, wurde aber letztlich von keinem Team gezogen. Dadurch ist der Weg nach Tübingen frei geworden. Der klassiche Brettcenter wird bei den WALTER Tigers die Ergänzung zu Robert Oehle sein.

Perovic: "Sein Insidegame ist seine große Stärke"

Wie Wintermantel ist auch Perovic erleichtert, dass die wochenlange Suche nach optimalen Neuzugängen ein Ende hat. Der 38-Jährige, der ab dem 13. August die Vorbereitung mit sechs bewährten Kräften sowie den Neuzugängen Frease, Douglas Davis, Johannes Lischka und Robert Oehle aufnehmen wird, hält große Stücke auf den neuen Center der Raubkatzen: "Frease ist ein weiterer junger Spieler in unserem Team. Wir erhoffen uns sehr viel von ihm, er besticht durch sein "Insidegame" und nutzt seinen Körper sowohl in der Offense wie in der Defense", so Perovic, der mit seinem Trainerteam ständig danach schauen wird, dass Frease stets in sehr gutem körperlichem Zustand sein wird. In seinem Abschlussjahr kam Frease auf 10,2 Punkte, 6,1 Rebounds und 1,1 Blocks. Ausbaufähig sind sicherlich die Freiwürfe, zuletzt kam er nur auf eine Erfolgsquote von 56,9%. Dass er es besser kann, bewies er ein Jahr zuvor, als ordentliche 70,2% von der Linie traf, dazu 11,7 Zähler und 7,1 Korbabpraller.

Wer sich schon jetzt einen Eindruck des vierten Neuzugangs ansehen möchte, dem wird folgender Link empfohlen. http://vimeo.com/45070912 Viel Spaß!

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