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"Die Zeit in Oldenburg ist unvergesslich" - Ruben Boumtje Boumtje im Interview

Von November 2007 bis zum Ende der Saison 2009/2010 trug der Kameruner Ruben Boumtje Boumtje das Trikot der EWE Baskets Oldenburg. Der 2,11 Meter große Center wurde 2009 Deutsche Meister mit den EWE Baskets und musste seine Karriere im November 2011 ...
1325676504/img_Ruben_Boumtje_Boumtje.jpg... aufgrund einer Herzerkrankung beenden. Zuletzt gehörte er zum Kader des FC Bayern München. Im Interview äußert er sich zu seiner Karriere und seinen Plänen.

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Guten Tag, wie geht es Ihnen und Ihrer Familie?
Ruben Boumtje Boumtje: "Uns geht es soweit gut. Nach meinem Abschied aus München leben wir in Chicago."

Was waren Ihre ersten Gedanken, als Sie erfahren haben, dass Ihre lange Basketballkarriere zu einem plötzlichen Ende kommt?
Ruben Boumtje Boumtje: "Ich war schockiert! Die Ärzte eröffneten mir, dass es aus ihrer Sicht notwendig sei, mit hohen sportlichen Belastungen aufzuhören. Es ist genau die Art von Nachricht, die man nicht erwartet und die man als Sportler niemals zu hören hofft. Es war eine sehr emotionale Phase und es war nötig, meine Gedanken schnell zu ordnen und in die Zukunft zu schauen. Ich musste mich zunächst einmal sammeln. Als ich dann aber an meine Familie gedacht habe, wurde mir klar, dass es vielleicht auch ein Glücksfall gewesen sein kann, dass die Gefahr frühzeitig erkannt worden ist."

Sie haben im Herbst einen Vertrag beim FC Bayern unterzeichnet. Haben Sie direkt gemerkt, dass es ein besonderer Club und kein gewöhnlicher Aufsteiger ist?
Ruben Boumtje Boumtje: "Ja, das wurde mir schnell klar. Es war eine tolle Gelegenheit, dort zu spielen. Aus dem Fußball wusste ich einiges über die lange Geschichte dieses Vereins und dass vor allem die Erwartungen von Beginn an sehr hoch sein würden, obwohl dem Club im Basketball die erste Saison nach dem Aufstieg bevorstand. Ich war mir gleich sicher, dass dort ein gutes Team zusammengestellt wurde und einiges möglich sein würde."

Haben Sie noch Kontakt zu ehemaligen Mitspielern aus Ihrer Oldenburger Zeit?
Ruben Boumtje Boumtje: "Ich habe tatsächlich noch Kontakt zu Einigen. Und da ich momentan eine Menge Zeit habe, verfolge ich das Geschehen in der Liga natürlich weiterhin."

Stichwort Oldenburg: Hier wurden Sie 2009 Deutscher Meister. Was denken Sie heute über diese Zeit?
Ruben Boumtje Boumtje: "Aus tiefer Überzeugung sage ich, dass die Zeit in Oldenburg die unvergesslichsten Momente in meiner Karriere hervorgebracht hat. Wir haben es dort sehr genossen, gerade auch wegen der vielen tollen Menschen auf und neben dem Parkett. An diese Zeit werden meine Frau und ich uns immer erinnern. Die Meisterschaft 2009 war mein größter Erfolg im Basketball und ich werde immer dankbar bleiben, Teil dieses Teams gewesen zu sein."

Ihre Karriere war sehr lang – was sind weitere tolle Erinnerungen?
Ruben Boumtje Boumtje: "Es ging los mit dem tollen Umstand, in die USA zu kommen und ein Stipendium zu erhalten. Als ich aus Kamerun fortgegangen und in die USA eingereist bin, wusste ich nicht, was mich erwartet, da ich keine Vorstellung davon hatte, ob ich mit den amerikanischen Basketballern würde mithalten können. Ich hatte ja auch keine Idee von der Vielfältigkeit im Universitätssystem. Ein Meilenstein war dann, in meinem letzten College-Jahr die Runde der letzten 16, das Sweet Sixteen, zu erreichen. Etwas ganz Besonderes war es in der Folge, in die NBA gedraftet zu werden. Last but not least, und das war eben die Krönung, die angesprochene Meisterschaft in Oldenburg."

Wenn Sie die Chance hätten, von vorne zu beginnen – würden Sie Dinge anders machen?
Ruben Boumtje Boumtje: "Nein! Ich würde alles genau so wieder machen. Mein Leben ist das Produkt all der Entscheidungen, die ich getroffen habe. Es ist ein Segen, eine solche Karriere gehabt zu haben, so viele tolle Menschen auf dieser langen Reise kennenzulernen und vor allem auch eine Familie gegründet zu haben."

Zum Schluss ein Blick in die Zukunft. Wie geht es für Sie weiter?
Ruben Boumtje Boumtje: "Ich würde sehr gerne beim Basketball bleiben, entweder als Trainer oder aber im Management. Natürlich sehe ich mich momentan nach Möglichkeiten um und ich hoffe, in naher Zukunft etwas zu finden. Wenn das nichts wird, muss ich meinen Mathematik-Abschluss in die Waagschale werfen."

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