FB Twitter Instagram YouTube Google+
91:86 in Schweden: Deutschland mit Comeback-Sieg, Benzing und Schaffartzik stark in der Crunchtime

91:86 in Schweden: Deutschland mit Comeback-Sieg, Benzing und Schaffartzik stark in der Crunchtime

Die Herren-Nationalmannschaft des Deutschen Basketball Bundes (DBB) ist auch in ihrem letzten Auswärtsspiel der EM-Qualifikationsrunde ungeschlagen geblieben. Im schwedischen Nörrköping gewann die Mannschaft von DBB-Bundestrainer Svetislav Pesic eine lange umkämpfte Partie mit 91:86 (21:26, 21:17, 22:24, 27:19), wobei das Quartett Heiko Schaffartzik (21) Robin Benzing (19), Jan Jagla (Foto) und Tibor Pleiß (jeweils 16 Punkte) überzeugte.
1347127998/img_benzing4.JPG

Per Günther, der nach seiner Blessur am Oberarm im Bulgarien-Spiel in Trier alle Trainingseinheiten in Schweden absolvieren konnte und kaum noch Beschweden hat, Heiko Schaffartzik, Robin Benzing, Jan Jagla und Tibor Pleiß starteten für Deutschland in die Partie, in der Jerebko für Schweden den ersten Akzent setzen konnte. Schaffartziks Distanzwurf brachte den Ausgleich (3:3, 2. Min.), doch Schweden übernahm vor heimischer Kulisse die Kontrolle über das Spiel. Dank einer sehr guten Dreipunktwurfquote erspielten sich die Skandinavier einen Vorsprung (5:11 aus deutscher Sicht), den der stark aufspielende Benzing dank für unbeantworteter Punkte allerdings minimieren konnte (10:11, 5. Min.). Pleiß und Jagla sorgten mit ihren Punkten dafür, dass sich Schweden zunächst nicht weiter absetzen konnte und die Partie offen blieb, doch als Kenny Grant seinen dritten Distanzwurf traf, nahm Bundestrainer Pesic eine Auszeit, um sein Team neu einzustellen (14:19, 7. Min.). Pesic brachte Tim Ohlbrecht, Lucca Staiger und Philipp Schwethelm, die nun gemeinsam mit Günther und Jagla auf dem Feld standen. Routinier Jagla übernahm in dieser Phase viel Verantwortung und führte Deutschland im Alleingang zum 21:23-Zwischenstand kurz vor Viertelende. Mit selbigem fing sich das DBB-Team allerdings einen weiteren Grant-Dreier, der den 21:26-Rückstand nach zehn Minuten bedeutete.

Benzing, neben Jagla offensiver Aktivposten der DBB-Herren, eröffnete den zweiten Spielabschnitt mit Punkten von der Freiwurflinie, doch es blieb dabei: Wann immer Deutschland in Schlagdistanz kam und der Führungswechsel zum Greifen nahe war, hatten die Schweden eine Antwort. Insbesondere gegen das starke Duo Grant und Jerebko fand die deutsche Mannschaft in der Verteidigung kein Mittel. Schaffartziks Distanzwurf nach Doreth-Zuspiel zum 26:31-Zwischenstand wurde umgehend von Grant, wieder von jenseits der Dreipunktelinie, gekontert. Bundestrainer Pesic spielte nun mit einer kleinen Aufstellung (Doreth, Schaffartik, Staiger, Jagla und Ohlbrecht) und brachte die schwedische Mannschaft so schnell an die Mannschaftsfoulgrenze. Der stark agierende Jagla verwandelte ein Dreipunktspiel zum 31:37 (17. Min.), Schwethelm legte einen Distanzwurf nach und Pleiß verwandelte einen Tip-In zum 37:41 eine Minute vor der Halbzeit. Pleiߒ Punkte von der Freiwurflinie und Schaffartziks Distanzwurf mit dem Buzzer aus gut neun Metern sorgten für den 42:43-Halbzeitstand nach einer guten Phase der deutschen Mannschaft.

Jerebko blieb für die schwedische Mannschaft der Go-to-Guy und sorgte mit seinen Punkten zunächst für eine kleine Serie zu Gunsten der Gastgeber. Pleiß hielt aber mit vier verwandelten Freiwürfen dagegen und mininierte den Rückstand wieder auf einen Zähler (48:49). Kapitän Schaffartzik übernahm in dieser Phase viel Verantwortung und traf zur ersten Führung für die DBB-Herren in diesem Spiel (50:49, 24. Min.). Doch auch nach der schwedischen Auszeit diktierte die deutsche Mannschaft das Tempo der Partie; neben Schaffartzik und Jagla war es auch immer wieder Pleiß, der sich offensiv in Szene setzen konnte (54:51). Deutschlands Intensität in der Verteidigung blieb hoch und so kam auch das schwedische Erfolgsduo Jerebko und insbesondere Grant kaum noch zur Entfaltung. Pleiߒ agierte weiterhin fehlerfrei von der Freiwurflinie, doch Grant – der nach seinem furiosen Auftritt im ersten Viertel lediglch zwei Punkte erzielte, traf einen weiteren Distanzwurf und eroberte so die Führung für seine Farben zurück. Deutschland ging folglich mit einem knappen 64:67-Rückstand in das Schlussviertel.

Von den Emotionen des letzten Wurfes getragen, blieben die Schweden auch zu Beginn der letzten zehn Minuten die Mannschaft mit dem Momentum. Für das DBB-Team markierten nun die eingewechselten Karsten Tadda und Maik Zirbes wichtige Punkte (71:75, 33. Min.), doch Schweden hatte nun wieder auf alle Angriffsbemühungen Deutschlands eine Antwort. Schweden hatte seine Rechnung aber ohne Robin Benzing gemacht, der im Alleingang und mit sechs unbeantworteten Punkten für Deutschlands Comeback sorgte (77:79). Zirbes’ wichtige Punkte von der Freiwurflinie brachten wenig später den Ausgleich (79:79, 36. Min.) und die Partie war wieder völlig offen. Nach Schwedens Auszeit versenkte Benzing einen weiteren Wurf, doch auch Grants Händchen blieb heiß und so schien alles auf einen Basketball-Krimi hinauszulaufen (81:82, 38. Min.). Philip Zwieners Distanzwurf war immens wichtig; noch wichtiger allerdings war Schaffartziks Wurf, der sich 25 Sekunden vor Schluß zum 89:86 in den Korb senkte. Robin Benzings Freiwürfe stellten schließlich den 91:86-Endstand nach tollem Comeback Deutschlands sicher.

“Wir haben heute gegen eine sehr starke, sehr konzentrierte und sehr motivierte schwedische Mannschaft gespielt. Wir haben lange gebraucht, bis wir in unseren Rhythmus gekommen sind und im Spiel waren. Heute ist das erste Mal in dieser EM-Qualifikationsrunde, dass wir das Spiel durch unsere Offensive gewonnen haben. In der Defensive waren wir heute nicht auf dem Niveau, auf dem wir spielen können und müssen; das werden wir analysieren. Im Angriff aber haben wir gute Entscheidungen getroffen, sind unserem Konzept treu geblieben und haben so gewonnen. Wie gesagt, es ist das erste Mal in diesem Sommer, in dem uns die Offensive das Spiel gewonnen hat und das erste Mal seit langer Zeit, dass eine deutsche Nationalmannschaft ein Spiel über die Offensive gewinnt”, so Bundestrainer Svetislav Pesic nach der Partie.

Für Deutschland spielten (Scouting):
Robin Benzing (FC Bayern München, 19), Bastian Doreth (TBB Trier), Per Günther (ratiopharm Ulm), Jan-Hendrik Jagla (FC Bayern München, 16), Tim Ohlbrecht (ohne Verein), Tibor Pleiß (Caja Laboral Vitoria/ESP, 16), Heiko Schaffartzik (ALBA Berlin, 21), Philipp Schwethelm (ratiopharm Ulm, 3), Lucca Staiger (Neckar RIESEN Ludwigsburg, 2), Karsten Tadda (Brose Baskets Bamberg, 2), Maik Zirbes (Brose Baskets Bamberg, 5), Philip Zwiener (Eisbären Bremerhaven, 7).

Spieltermine EM-Qualifikation (jeweils deutsche Zeit)
Dienstag, 11. September 2012, 19.30 Uhr: Deutschland – Aserbaidschan (EWE Arena, Oldenburg, Live auf SPORT1)

Abschließend noch zwei Interviews, die wir in Trier mit Kapitän Heiko Schaffartzik und Lucca Staiger geführt haben:

Mit Schaffartzik sprachen wir über das Geheimnis von Svetislav Pesic' Erfolg, wie zufrieden er mit den bisherigen Auftritten ist und Per Günther und ihn als startendes Guard-Duo bei der EM:



Lucca Staiger sollte natürlich erklären, wie es zu seiner Leistungsexplosion kommt, wie viel Anteil der Bundestrainer daran hat und was sich bei seiner Defense getan hat:

Telekombasketball.de

Alle Spiele LIVE und in HD!

easyCredit Telekom TipBet Spalding Kinder plus Sport