FB Twitter Instagram YouTube Google+
Anton Gavel Topscorer der EM-Qualifikation – Robin Smeulders und Marcin Gortat auch stark

Anton Gavel Topscorer der EM-Qualifikation – Robin Smeulders und Marcin Gortat auch stark

Vor den letzten beiden Spieltagen in der EM-Qualifikation sind mit Deutschland, Montenegro, Kroatien, Italien, der Ukraine, Finnland und Polen bereits sieben Nationalteams sicher am Ziel. Unter der Prämisse, dass Deutschland zumindest eines seiner beiden letzten Spiele in Schweden (am Samstag) und gegen Aserbajdschan (am Dienstag in Oldenburg) gewinnt, können auch Tschechien und Bosnien-Herzegowina (mit dem Neu-Berliner Nihad Djedovic) angesichts von bereits fünf Siegen mit konkreten EM-Planungen beginnen. Dann gäbe es nämlich (in den Gruppen B und C) mindestens zwei Gruppendritte mit weniger als fünf Siegen. Um die damit wohl nur noch sieben offenen Startplätze kämpfen an den letzten beiden Spieltagen noch insgesamt zwölf Teams, darunter so namhafte Kandidaten wie Serbien, die Türkei oder Israel (mit dem Neu-Münchener Yotam Halperin).

Gruppe A: Anton Gavel Topscorer – aber ohne EM-Ticket


Tabelle: *Montenegro (8-0), Serbien (5-3), Israel (5-3), Estland (4-4), Slowakei (1-7), Island 1-7).

Anton Gavel krönte seine starken Leistungen im Nationalteam in der letzten Woche mit jeweils 35 Punkten in den Spielen gegen Estland und Island. Mit im Schnitt 25,9 Punkten ist der Bamberger jetzt sogar Topscorer der gesamten EM-Quali. Bei der EM in Slowenien wird man den heißgelaufenen Guard trotzdem nicht sehen können, denn die Slowakei hat mit bisher nur einem Sieg keine Chance mehr, sich für das Finalturnier zu qualifizieren. Entsprechend hat der in Bamberg bereits sehnsüchtig erwartete Gavel seine Sachen im Nationalteam bereits gepackt. Beim 62:87 am Mittwoch in Serbien war er schon nicht mehr dabei.

Trotz dieses Sieges sind die Serben in der Gruppe A noch immer nicht ganz auf der sicheren Seite, denn die Serben verloren gegen die vom bärenstarken Sead Sehovic (der ehemalige Oldenburger überraschte mit großer Kaltschnäuzigkeit, 20 Punkten und sechs Rebounds) angeführten Montenegriner auch das Rückspiel in Podgorica 62:72. Wer das folgende Video nicht komplett gucken will, der kann auch hier bei 1:24:00 einsteigen:



Bei Montenegros 81:76-Sieg in Israel fand Trainer Luka Pavicevic in Taylor Rochestie (15 Punkte und vier Assists) einen anderen ehemaligen Bundesliga-Akteur, der die entscheidenden Impulse gab. Die Crunch-Time kann im folgenden Video ab 1:29:00 nachverfolgt werden:



Yotam Halperin, der in diesem Spiel auf fünf Punkte und sieben Rebounds kam, hat mit Israel aber dennoch gute Chancen, sich zumindest als einer der besten Gruppendritten für die EM zu qualifizieren. Schon am Samstag in der Slowakei können die Israelis alles klar machen. Auch Serbien, das am Samstag in Estland spielt und am Dienstag Israel empfängt, fehlt nur noch ein Sieg zum sicheren EM-Ticket.

Gruppe B: Aserbaidschan benötigt Sieg in Oldenburg


Tabelle: *Deutschland (6-0), Aserbajdschan (4-3), Bulgarien (3-4), Schweden (3-3), Luxemburg (0-6).

Gewinnen die bereits qualifizierten Deutschen auch ihre letzten beiden Spiele, kommt es dahinter zu einem Dreiervergleich, der Schweden (spielt noch gegen Deutschland und Luxemburg) vor Bulgarien und Aserbajdschan auf den zweiten Platz führen würde. Aserbajdschan muss deshalb in Oldenburg schon Deutschland schlagen, um sich noch für die EM zu qualifizieren, denn als Gruppendritter hätte man mit 4-4 Siegen gegenüber den zumeist mit 5-3 Siegen daherkommenden anderen Gruppendritten schlechte Karten.

Hier noch mal ein Zusammenschnitt des Sieges des deutschen Teams in Trier gegen Bulgarien:


Gruppe C: Anthony King auf Zypern allein gelassen


Tabelle: *Kroatien (6-0), *Ukraine (5-2), Österreich (3-4), Ungarn (2-4), Zypern (0-6).

Kroatien und die Ukraine haben sich bereits uneinholbar für die EM qualifiziert. Österreich müsste in Kroatien gewinnen, um noch auf 4-4 Siege zu kommen, hätte damit aber im Vergleich mit den anderen Gruppendritten immer noch schlechte Karten. Schon lange aus dem Rennen ist das sieglose Zypern, dass trotz 20 Punkten und neun Rebounds des im Team zu wenig Unterstützung findenden Quakenbrücker Centers Anthony King gegen Kroatien 49:98 unterging.

Gruppe D: Robin Smeulders mit zwei Double Doubles


Tabelle: Bosnien-Herzegowina (5-2), Lettland (4-2), Georgien (4-2), Niederlande (2-5), Rumänien (1-5).

9.000 Zuschauer erlebten in Tiflis beim 103:107 Georgiens gegen Bosnien-Herzegowina einen rasanten Schlagabtausch zweier mit viel Risikofreude agierender Mannschaften. Während bei den Georgiern einmal mehr der Ex-MBCler Manuchar Markoishvili mit 23 Punkten herausstach, glänzten bei den Bosniern wie gehabt Mirza Teletovic (25) und Zack Wright (23). Auch der künftige Berliner Nihad Djedovic stand wieder 35 Minuten auf dem Parkett, wirkte aber bei „nur“ 15 Punkten mental nicht mehr so frisch. Unter dem Strich ist die ganz auf das bosnische Star-Trio ausgerichtete Taktik aber aufgegangen. Die Bosnier, die noch gegen Rumänien spielen müssen, haben ihr EM-Ticket schon zu 99 Prozent in der Tasche.

Auch bei den Verfolgern Lettland und Georgien (treffen am Samstag direkt aufeinander) kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Mit einem guten Korbverhältnis und wahrscheinlich sogar fünf Siegen qualifiziert sich selbst der Dritte aus dieser Gruppe aller Voraussicht nach sicher für die EM. Richtig Fahrt aufgenommen hat in der letzten Woche Robin Smeulders mit zwei „Double Doubles“ gegen Rumänien und Bosnien-Herzegowina sowie 22 Punkten gegen Lettland. Leider haben seine Niederlande trotz dieser Steigerung das EM-Ticket verpasst.

Gruppe E: Polen löst EM-Ticket dank Marcin Gortats „Monsterspiel“


Tabelle: *Finnland (5-1), *Polen (5-2), Belgien (3-3), Schweiz (3-4), Albanien (0-6).

Während Belgien seine EM-Chancen mit einer unnötigen 73:82-Niederlage in der Schweiz noch einmal selber in Frage gestellt hat, machte Polen am Mittwoch mit einem 96:91 in Finnland alles klar. Zum Helden in der polnischen Auswahl avancierte dabei der frühere Kölner Marcin Gortat. Der jetzt in der NBA (Phoenix Suns) unter Vertrag stehende Center legte gegen die von außen ausnahmsweise mit nur 8/27 Dreiern nicht so gut treffenden Finnen nicht weniger als 27 Punkte (11/15 Würfe) und 21 Rebounds auf.

Gruppe F: Türkei zittert weiter um die EM-Teilnahme


Tabelle: *Italien (7-0), Tschechien (5-2), Türkei (3-3), Weißrussland (1-5), Portugal (0-6).

Italien wahrte auch im mit über 6.000 Zuschauern ausverkauften Hexenkessel von Kayseri gegen die Türkei seine weiße Weste und riss in einer dramatischen Schlussminute mit 83:82 ein schon verlorenes Spiel noch aus dem Feuer:



Für die Türken spitzt sich nach dieser Niederlage die Situation schon etwas zu. Zur sicheren EM-Qualifikation fehlen jetzt noch zwei Siege aus den letzten beiden Spielen in Portugal und am Dienstag in Istanbul gegen die Tschechen, die das Hinspiel mit 18 Punkten Differenz gewannen. Mit 5:3 Siegen würden die Türken wohl auch als Gruppendritter noch auf den EM-Zug aufspringen. Mit einer Bilanz von nur 4-4 wird der Vergleich mit den anderen Gruppendritten, von denen die beiden schwächsten leer ausgehen, aber zur Zitterpartie. Die Tschechen kann nur noch eine hohe Niederlage in Istanbul plus ungünstiger Konstellationen in anderen Gruppen aus der EM-Spur werfen.

Highlights der Woche von Spielern aus der Beko BBL:


35 Punkte (4/7 Dreier) und 10 gezogene Fouls von Anton Gavel beim 70:84 der Slowakei gegen Estland.

35 Punkte (4/7 Dreier), 6 Rebounds, 6 Assists und 8 gezogene Fouls von Anton Gavel beim 86 der Slowakei auf Island.

20 Punkte und 9 Rebounds von Anthony King beim 49:98 Zyperns gegen Kroatien.

18 Punkte und 14 Rebounds von Robin Smeulders beim 80:74 der Niederlande gegen Rumänien.

21 Punkte und 15 Rebounds von Robin Smeulders beim 83:99 der Niederlande in Bosnien-Herzegowina.

22 Punkte, 6 Rebounds und 7 gezogene Fouls von Robin Smeulders beim 81:86 der Niederlande gegen Lettland.
easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Kinder plus Sport