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Basketball-Kultur im Sportmuseum: Wenn 800 Länderspiele auf Kino und Literatur treffen

Basketball-Kultur im Sportmuseum: Wenn 800 Länderspiele auf Kino und Literatur treffen

Dass sowohl „Gentlemen, wir leben am Abgrund“ als auch „Phoenix in der Asche“ großartige Einblicke in das Innenleben eines Profiteams geben, dürfte der Großteil der deutschen Basketballfans bereits mitbekommen haben. Kürzlich lud die Beko BBL nun Journalisten und Größen des deutschen Basketballs zu einem Abend ins Kölner Sport- und Olympia Museum ein, um diesen Erfolg zu feiern und noch mal einige der besten Momente aus dem Buch und dem Film zu genießen.
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Es ist ein Novum in der Bundesligageschichte: Mit „Phoenix in der Asche“ und „Gentlemen, wir leben am Abgrund“ beschäftigen sich zeitgleich sowohl ein Film als auch ein Buch mit Mannschaften aus der Beko BBL. Der Erfolg dieser beiden Projekte – von dem Buch ist die erste Auflage ausverkauft und die Dokumentation hat bereits zwei Preise auf Filmfestivals gewonnen – ist für die deutsche Basketball-Gemeinde ein Indiz, dass unser Sport mehr und mehr aus den Arenen und Hallen heraus in andere Bereiche des öffentlichen Lebens einzieht. Etwas, worauf der Basketball in diesem Land seit Jahren hinarbeitet – nach der Streetballwelle in den Neunzigern wieder zum Mainstream zu gehören. Deswegen wurden diese beiden Kulturprojekte natürlich nach Kräften gefördert, um sie möglichst vielen Menschen nahe zu bringen.

Deshalb auch die Idee, erstmals einen Abend der Basketball-Kultur zu veranstalten, bei dem ein anderer Zugang zu unserer Sportart – ganz ohne Halle, Ball und Korb - ausprobiert wird. Mit dem Sport und Olympia Museum in Köln wurde schnell eine Location gefunden, die mehr als gut zum Anlass passte. Deutsche Basketball-Legenden wie Stephan Baeck, Hansi Gnad, Mike Koch, Dieter Kuprella, Norbert Thimm und Klaus Zander gaben dem Abend einem edlen Anstrich - zusammen waren rund 800 Länderspiele versammelt. Und auf der Bühne waren neben Ingo Freyer (Headcoach Phoenix Hagen) und Konstantin Lwowsky (damals Co-Trainer ALBA BERLIN) als zwei der Hauptdarsteller auch Autor Thomas Pletzinger und Regisseur Jens Pfeifer am Start.

Von der Entstehung der Idee, über die absonderlichsten Momente bis hin zu Vergleichen mit früheren Zeiten und die generelle Faszination unserer Sportart wurde während der Diskussionsrunde philosophiert. Und einige Ausschnitte des Abends möchten wir nun auch der Basketball-Gemeinde präsentieren.

In dem Film ist Freyer als Headcoach zwar das Zentralgestirn, aber den meisten Unterhaltungswert hat dennoch Michael Jordan als Enfant Terrible des Teams. Freyer ist dabei hoch anzurechnen, dass er dieses Wagnis einging,obwohl er wusste, was für einen Typ er sich dabei in den Kader holt:



Norbert Thimm fühlte sich bei Jordan an einen Nationalmannschafts-Kollegen aus den Siebzigern erinnert, der heute vor allem als Mentor eines deutschen NBA-Champions bekannt ist:



Die beste Sequenz des Buches von Pletzinger ist ohne Zweifel der PR-Besuch von Patrick Femerling in einem Möbelhaus zur Einweihung des ALBA-Betts. Moderator Hansi behält – darauf würden wir Geld setzen- seine Cowboystiefel von Zeit zu Zeit auch unter der Dusche an! Aber hört selbst …



Ansonsten ist Luka Pavicevic der Mittelpunkt … jedenfalls bis zu seiner Entlassung. Und bei einem serbischen Headcoach in Berlin, der viel Wert auf Disziplin legt und am Seitenrand gerne mal das Rumpelstilzchen gibt, ist ein Vergleich mit Svetislav Pesic natürlich nicht weit:





Dass sich ein Buch über den erfolgreichen Hauptstadtklub ALBA BERLIN - nach Dirk Nowitzki die größte Marke im deutschen Basketball - gut verkauft, ist nachvollziehbar, aber bei einem Dokumentarfilm über einen Abstiegskandidaten aus dem kleinen Hagen ist der Erfolg schon überraschend. Aber darüber hat sich Pfeifer als Regisseur eigentlich keine wirklichen Gedanken gemacht, sondern ist die Dokumentation über den Klub seiner Heimatstadt einfach mit viel Enthusiasmus angegangen:



Nach dem Erfolg des Abends der Basketball-Kultur wird es mit Sicherheit eine zweite Auflage geben. Bis dahin noch mal die kommenden Termine mit Pletzinger und Pfeifer:

Am Samstag, den 25.02. gibt es nach dem Spiel gegen den FC Bayern München eine Veranstaltung mit Pletzinger und Pfeifer in ihrer Heimatstadt Hagen, bei der sowohl der Film gezeigt als auch aus dem Buch gelesen wird.

Am 22.03. liest Pletzinger in Würzburg in der Stadtbücherei, inklusive anschließender Gesprächsrunde mit Klaus Perneker und John Patrick als früherem und aktuellem Headcoach des Bundesligateams.

Am 29.03. liest Pletzinger im Oldenburger Musik- und Literaturhaus Wilhelm13, wobei mit Ralph Ogden ein früherer NBA-Profi zu Gast ist.

Und hier gibt es alle weiteren Termine für „Phoenix in der Asche“ und „Gentlemen, wir leben am Abgrund“.

Sowohl das Buch (14,99 Euro) als auch die DVD zum Film (17,99) sind unter anderem über Amazon zu beziehen.
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