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BIG - Basketball in Deutschland
Bonns neuer Big Man Patrick Ewing im BIG-Interview: „Ich bin ein Spieler wie Lamar Odom“

Bonns neuer Big Man Patrick Ewing im BIG-Interview: „Ich bin ein Spieler wie Lamar Odom“

Patrick Ewing - Dieser Name steht für die New York Knicks, für 24.815 NBA-Punkte, für Playoff-Schlachten gegen Michael Jordan und seit Neuestem auch für die Telekom Baskets Bonn! Denn der Sohn der amerikanisch-jamaikanischen NBA-Legende unterschrieb im Sommer für ein Jahr beim Team von Coach Mike Koch. BIG traf Patrick Ewing Jr. zum Interview.


Patrick Ewing, vermutlich werden Sie in jedem Interview, das Sie geben, auf Ihren Vater angesprochen. Das ist jetzt auch nicht anders. Geht es Ihnen manchmal auf die Nerven, dass Sie jeder nach Ihrem Vater fragt?

Nein, daran habe ich mich gewöhnt. Ich verstehe auch, dass mein Vater ein großartiger Spieler war. Dazu ist er auch eine großartige Person. Es ist eine Ehre, mit anderen Leuten über ihn sprechen zu dürfen und ihnen zu erklären, was er für ein Mensch ist. Die Leute kennen ihn ja nur aus dem Fernsehen. Ich habe da natürlich eine andere Perspektive. So wie ich ihn sehe, so sehen ihn andere Leute halt nicht.

Sie haben früh den gleichen Weg wie Ihr Vater eingeschlagen und spielten auch für die Georgetown University, trugen dort sogar die gleiche Rückennummer wie er. Dazu war Ihr Coach der Sohn des Coaches Ihres Vaters.

Genau! Das war schon witzig. Da gab es aufgrund dessen aber schon eine gewisse Erwartungshaltung. Leider konnten wir den Erfolg, den mein Vater und Coach Thompson hatten, nicht wiederholen. Aber wir haben es geschafft, unser Programm wieder landesweit bekannt zu machen. Das hatte es für Georgetown damals schon eine Weile nicht mehr gegeben.

Nach Ihrer Karriere in Georgetown sind Sie von Sacramento gedraftet und dann, via Houston, ausgerechnet zum alten Team Ihres Vaters, den New York Knicks, getradet worden. Was für ein Gefühl hatten Sie, als Sie plötzlich ein Knick waren?

Als ich zu den Knicks getradet wurde, war ich sehr glücklich. Ich bin am Madison Square Garden groß geworden. Ich wollte immer ein Knick sein. Als ich früher Videospiele gespielt habe, habe ich mich immer selbst als Spieler der Knicks erstellt. Ich habe es geliebt, ein Knick zu sein. Ich hatte zwei kurze Engagements bei den Knicks und habe es leider nie richtig ins Team geschafft. Aber ich bin schon dankbar dafür, dass ich die Chance hatte, diese Atmosphäre und die Leute dort kennenzulernen.

Jetzt sind Sie nach Europa gekommen. Viele Leute erinnern sich an das Spiel Ihres Vaters. Er war ein typischer Brettcenter. Sie sind ein völlig anderer Spieler.

Das stimmt. Ich bin eher ein Spieler wie Lamar Odom, ich kann viele Dinge sehr gut. Ich kann schießen, kann zum Korb ziehen und auch Defense spielen. Aber am liebsten passe ich den Ball. Hoffentlich kann ich davon in Bonn auch viel zeigen. Viele Leute denken, dass ich nur ein Dunker bin, aber tatsächlich bin ich sehr vielseitig.

Apropos dunken, kennen Sie Tony Gaffney?

Ich habe gegen Tony in der League gespielt.

Er war Ihr Vorgänger, hat mit Jared Jordan eine gute Alley-Oop-Connection gehabt. Glauben Sie, dass Sie eine ähnliche Rolle einnehmen können?

Ja, ich denke schon. Ich werde seine Lob-Pässe gerne fangen. Er wirft sie sehr gut. Ich hoffe, dass es auch bei uns ein paar Mal in der Saison klappt. Dadurch werden die Fans es auch lieben, uns miteinander spielen zu sehen.

Wie gefällt es Ihnen an der Seite von Jared Jordan bisher?

Sehr gut, Jared ist großartig! Es macht immer viel Spaß mit einem Pass-First-Point-Guard zusammenzuspielen. Schon als ich jung war, habe ich am liebsten mit Point Guards zusammengespielt, die wie er waren. Er findet dich, wenn du offen bist. Man merkt oft gar nicht, wie viele Assists er hat, bevor man sich die Stats anguckt.

In Bonn ist man titelhungrig. Achtmal holte man bereits Vizetitel. Können Sie der Mannschaft helfen, endlich einen Titel nach Bonn zu holen?

Ich will gewinnen! Ich bin ein Team-Spieler und ich werde versuchen, unser Team besser zu machen. Was auch immer der Coach von mir verlangt, werde ich tun. Mein Ziel ist es, mit Bonn eine Meisterschaft zu holen. Das ist immer mein Ziel, egal wo ich spiele.

Wie gefallen Ihnen Bonn und Ihre neue Heimarena, der Telekom Dome?

Wir haben eine Wohnung in der Nähe der Halle. Die Halle erinnert mich sehr am meine College-Zeit. Sie ist nicht so groß wie eine NBA-Arena, aber die Atmosphäre dort soll wirklich großartig sein. Ich habe mir schon YouTube-Videos von der Atmosphäre während eines Spiels angeschaut. Ich kann es gar nicht mehr abwarten, bis ich dort das erste Spiel vor den Fans erleben kann.

Werden wir Ihren Vater auch mal in der Halle sehen können?

Ich habe neulich noch mit ihm darüber gesprochen. Er war in den letzten fünf Jahren bei den Orlando Magic als Assistent Coach. Als sie den Head Coach gefeuert haben, hat er sich dazu entschieden, die Magic auch zu verlassen. So wie es aussieht, wird er in der nächsten Saison tatsächlich nicht coachen. Deswegen kommt er hoffentlich und schaut sich ein Spiel hier in Bonn an. Das neue Schuhmodell seiner Kollektion wird in Deutschland wohl in den Winterferien herauskommen. Deswegen könnte er seine Schuhe hier promoten und bei dieser Gelegenheit auch ein Spiel sehen.

Und wie kommen Sie mit der Vereinsfarbe Magenta klar? Für viele Spieler ist sie sehr gewöhnungsbedürftig!

Magenta hat was. Es ist nett, irgendwie anders. Ich werde die Magenta-Trikots mit Stolz tragen. Außerdem ist es die Lieblingsfarbe meiner Frau Katie! Sie war sehr froh, als sie gehört hat, dass Magenta die Teamfarbe ist. Sie korrigiert mich auch immer, wenn ich jemandem erzähle, dass unsere Teamfarbe Pink ist. Sie sagt dann immer: Nein, das ist Magenta!

Das komplette Interview gibt es in der neuen Ausgabe der BIG, die ab Dienstag, den 25.09. im Handel erhältlich ist (Abonnenten haben sie bereits eine Woche früher im Briefkasten) und außerdem noch folgende Themen:

- Die große Saisonvorschau für die Beko BBL
- Die Experten - Stephan Baeck, Patrick Femerling und Björn Harmsen über die anstehende Spielzeit
- Unbequeme Wahrheiten: Holger Geschwindner im Interview
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