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Brian Roberts entscheidet das Derby mit dem letzten Wurf

Brian Roberts entscheidet das Derby mit dem letzten Wurf

4.000 begeisterte Fans feierten ihre Mannschaften nach Spielende – auch wenn die Punkte mit nach Bamberg gingen, das BBC-Team hat keinen Grund, sich nach diesem packenden Derby zu verstecken! 66:68 (37:36) hieß es nach 40 spannenden Spielminuten, in denen die Brose Baskets alles geben mussten, um zu gewinnen. Auch das Bayreuther Team gab alles, wurde aber am Abend nicht mit einem Sieg belohnt. Aus zwei ausgeglichenen Teams ragten Osvaldo Jeanty (12) bei der einen, Predrag Suput (16) bei der anderen Mannschaft heraus.
Hallensprecher Christian Höreth schwor die BBC-Fans vor dem Jump nochmals ein, doch auch ohne ihn wäre die ausverkaufte Oberfrankenhalle sicher zum Tollhaus geworden. Sehr zur Freude der rund 500 Gästefans legten die Brose Baskets einen Start par excellence aufs Parkett. Nach dem 2:2 von Ekene Ibekwe folgte ein 0:10 Run, den PJ Tucker mit dem 2:12 (4.) abschloss – Auszeit Bayreuth. Beckham Wyrick sorgte per Dreier für das 5:12, noch in der fünften Minute ließ er das 8:14 folgen. Zwei Minuten später zappelte ein weiterer Dreier im Bamberger Korb, diesmal von Osvaldo Jeanty abgedrückt. Nur noch 13:14, Auszeit Bamberg. Doch der BBC war am Drücker, in der achten Minute fiel die erste, vielumjubelte BBC-Führung, Brandon Hunter traf zum 15:14. Nach Freiwürfen von Corey Stokes ging das erste Viertel mit 20:16 an den BBC!

In den ersten Minuten des zweiten Abschnitts spielte der Tabellenelfte weiter wie aus einem Guss. Hinten wurden Rebounds geholt, vorne trafen Corey Stokes per Dreier zum 25:18 (12.) oder Stefan Schmidt und Simon Schmitz mit einem weiteren Dreier zum 30:20 (15.). Bambergs Trainer Chris Fleming nahm eine weitere Auszeit, sein Team sammelte sich und holte Punkt um Punkt auf. Nach dem 32:21 von Brandon Hunter ebnete ein Dreier von Casey Jacobsen den Weg zu einem weiteren Lauf der Gäste, der in der 18. Minute beim 32:29 endete. Ekene Ibekwe vergab zwei Freiwürfe, dennoch fiel ein wichtiger Dreier, Osvaldo Jeanty erzielte das 35:29 (19.). Die Schlussphase ging dann an die Domstädter, die durch ein 3 Punkt-Spiel von PJ Tucker sowie Tibor Pleiß auf 37:36 verkürzen konnten.

Fünf weitere Brose Baskets-Zähler bedeuteten Viertelübergreifend einen 0:10 Lauf, Brian Roberts schloss ein weiteres erfolgreiches 3 Punkt-Spiel zum 37:41 (22.) ab. Der BBC gab jedoch nicht auf. Nachdem beide Teams in den folgenden Minuten kaum punkteten dauerte es bis zur 27. Minute, ehe ein 6:0 Lauf des BBC das Spiel wieder drehte. Tyler Smith erzielte in dieser Phase seine einzigen vier Punkte des Abends. Beide Teams nahmen eine Auszeit, Bamberg glich durch Predrag Suput aus, in der 30. Minute verwandelte Corey Stokes nach Foulspiel einen Bonus-Freiwurf zum 48:45. Auf der Gegenseite war es erneut Predrag Suput, der von Außen zum Ausgleich traf.

Simon Schmitz eröffnete das letzte Viertel aus der Distanz und wieder war es Predrag Suput, der von jenseits der 6,75 Meter ausglich. Die letzte BBC-Führung des Abends resultierte aus einem krachenden Dunking von Brandon Hunter, der von Corey Stokes mustergültig angespielt wurde. Die Brose Baskets drehten das Spiel mit sechs Zählern in Folge, PJ Tucker traf in der 35. Minute zum 53:57 – Auszeit BBC. Stefan Schmidt verkürzte mit einem 3 Punkt-Spiel ehe die Domstädter durch Anton Gavel und einen Roberts-Dreier den Vorsprung auf 56:62 (36.) ausbauen konnten. Danny Gibson verkürzte zunächst per Dreier, hatte aber dann in der 39. Minute keine ruhige Hand, als er nach einem unsportlichen Foul von Marcus Slaughter beide Freiwürfe vergab.

Dennoch: Die Schlussphase hätte von Alfred Hitchcock persönlich geschrieben worden sein. Sicher erhöhte zunächst Predrag Suput mit Freiwürfen auf 59:66, dann verkürzte Stefan Schmidt um zwei Zähler. Nach einer Bamberger Auszeit zappelte ein Dreier von Osvaldo Jeanty im Korb, 32 Sekunden noch zu spielen, 64:66. Wieder Auszeit Bamberg, Predrag Suput vergibt im nächsten Angriffszug. Erneut sammelt ein Bayreuther den Rebound, Beckham Wyrick trifft bei noch 19 zu spielenden Sekunden zum 66:66! Dann war es die Erfahrung der Bamberger, die den Ausschlag zum Sieg gab. Brian Roberts wurde von drei BBC-Spielern umgeben, dennoch trifft er zum Sieg. Der letzte Wurf von Tyler Smith traf zwar das Brett, der Sensationswurf sollte jedoch nicht gelingen. Das Derby war Geschichte, beide Teams liefen eine Ehrenrunde. 4.000 Fans zollten mit Standing Ovations Tribut für ein tolles Spiel!

Am kommenden Samstag, 7. Januar, reist die BBC-Mannschaft zum Spiel bei den New Yorker Phantoms Braunschweig. Das nächste Heimspiel findet eine Woche später, am Samstag, 14. Januar, ab 20:00 Uhr statt. Gegner ist dann Vizemeister ALBA BERLIN, die Partie wird auf Sport 1 live übertragen. Wer in der Halle dabei sein möchte kann sich beim Nordbayerischen Kurier (Maxstraße 58-60), der Theaterkasse (Opernstraße 22) sowie unter tickets.bbc-bayreuth.de seine Karten sichern.

Trainerstimmen:

Chris Fleming (Brose Baskets): „Wir hatten großen Respekt vor dem Gegner. Der große Unterschied war sicherlich dass wir wussten, dass man einen Sieg erwartet und selbstbewusst spielt. Wir sind gut ins Spiel gestartet, Bayreuth hat gemacht was sie hier machen: Sie haben gut geschossen, gutes Zusammenspiel gezeigt, den Ball bewegt, und sich gute Würfe erarbeitet. Defensiv zu verteidigen hat uns Probleme bereitet. In der zweiten Halbzeit haben wir nur einen Offensivrebound zugelassen, dennoch hatte Bayreuth immer die passende Antwort. Am Ende haben wir einen großartigen Wurf getroffen. Es war uns bewusst dass es eng werden kann. Bayreuth spielt den besseren Basketball als unsere letzten Gegner. Das Publikum war super, es war eine ganz gute Stimmung in der Halle. Da ist alles möglich. Knappe Spiele sind für uns sehr viel wert was die Lernerfahrung betrifft.“

Marco van den Berg (BBC Bayreuth): „Gratulation an Chris Fleming und sein Team. Auch, weil Bamberg in den letzten zwei Jahren sehr gute Werbung für den deutschen Basketball macht. Ich bin enttäuscht, dass wir Roberts so leicht den Ball überlassen haben. Unsere Absicht war dass er das Spiel nicht entscheidet. Bamberg bleibt unter Druck sehr ruhig, das zeigen auch die Turnover. Bamberg macht in solchen Schlussphasen weniger Fehler, das ist der Unterschied. Die Intensität war das ganze Spiel über sehr gut, damit bin ich zufrieden und wir waren als Team zusammen. Wenn man gegen den Meister so knapp verliert ist es im ersten Moment natürlich sehr schade. Wir sind noch nicht Konstant genug, hier müssen wir noch an uns arbeiten und Erfahrung sammeln.“

BBC Bayreuth – Brose Baskets
66: 68 (20:16;17:20;11:12;18:20)

BBC Bayreuth: Jeanty 12, Wyrick 10, Hunter 10, Stokes 8, Schmidt 7, Gibson 7, Schmitz 6, Smith 4, Ibekwe 2, Shtein 0. Dreier: Jeanty 4, Wyrick 2, Schmitz 2, Gibson 1, Stokes 1.

Brose Baskets: Suput 16, Tucker 15, Roberts 11, Jacobsen 9, Gavel 8, Slaughter 5, Pleiß 4, Tadda 0, Jenkins 0. Dreier: Suput 2, Roberts 2, Jacobsen 1.

Wurfquote Feld gesamt: Bayreuth 42% (25/60), Bamberg 40% (23/57)
Dreierquote: Bayreuth 40% (10/25), Bamberg 24% (5/21)
Freiwurfquote: Bayreuth 60% (6/10), Bamberg 81% (17/21)
Rebounds (defensiv/offensiv): Bayreuth 41 (32/9), Bamberg 26 (23/3)
Turnover/Assists/Steals/Blocks: Bayreuth 18/12/0/1, Bamberg 9/6/1/3
Fouls: Bayreuth 21, Bamberg 15
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