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BIG - Basketball in Deutschland
Das große Portrait in der neuen Ausgabe der BIG: Philip von Trier

Das große Portrait in der neuen Ausgabe der BIG: Philip von Trier

PHILIP ZWIENER saß jahrelang auf Alba Berlins Bank. Beim TBB Trier ist er Leistungsträger und zeigte, dass es deutsche Spieler sehr wohl mit Konkurrenten aus den USA aufnehmen können. In dieser Saison versinkt sein Reich im Abstiegskampf, und der Moselkönig mahnt in BIG zu Besonnenheit.
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Philip Zwieners Herz schlägt grün-weiß, ausgewählte Farben, die sowohl zur großen Fußballliebe Werder Bremen als auch zum aktuellen Arbeitgeber des frisch gewählten BBL-Allstars gehören. Mittlerweile längst unverzichtbarer Leistungsträger bei der TBB Trier, beweist der 2,01 m große Flügelspieler seit seinem Wechsel an die Porta Nigra, dass das Siegel „Made in Germany“ auch jenseits des Atlantiks durchaus brauchbare Qualitäten hat. Dabei galt der „Most Improved Player“ der Saison 2010/2011 lange Zeit „nur“ als Talent, als „ziemlich begabter“ Small Forward, der während seines fünfjährigen Engagements in der Hauptstadt allerdings nur selten sein Potential andeuten konnte, respektive durfte. Kurz vor der Gefahr, den muffigen Schimmel eines Quotendeutschen auf der qualitativ hochwertigen Alba-Bank anzusetzen, unterschrieb Zwiener an der Mosel, aus heutiger Sicht der wohl wichtigste Schritt in seiner bisherigen Karriere. Hier waren und sind sie versammelt, die Exilanten aus dem Horst der Hauptstadt-Albatrosse. Angeführt von Trainer Henrik Rödl, tummeln sich mit Oskar Faßler, Andreas Seiferth, Dragan Dojcin und Joshiko Saibou gleich sechs Akteure aus der Kategorie „talentierte Trainingspartner“ oder „vermeintlich Gestrandete“, Zwieners Buddy Oliver Clay aus der vergangenen Saison nicht mitgerechnet.

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„Henrik war für meinen Wechsel nach Trier der eigentlich ausschlaggebende Grund. Nach seiner Zeit bei Alba sind wir immer in Kontakt geblieben. Er hatte mich nach meiner letzten Saison in Berlin angesprochen, erzählt, dass er sich mich in seinem Team in einer wichtigen Rolle sehr gut vorstellen könne. Das hat mich natürlich gereizt, denn wenn du über Jahre meist nur als Bankspieler ein paar Minuten spielen konntest, mitunter sehr lang gesessen hast, dann weißt du nicht, wo du wirklich stehst“, sagt der Exil-Niedersachse. „Als positiver Aspekt kam hinzu, dass einige ehemalige Berliner in Trier unterschrieben hatten. Das macht es natürlich unheimlich einfach, sich einzuleben.“

Zwiener ist seit eineinhalb Jahren an der Mosel, hat sich längst eingelebt, seinen Schritt trotz der derzeitigen prekären Lage nie bereut und könnte sich deshalb sogar ein weitergehendes Engagement bei den Rheinland-Pfälzern vorstellen. „Ja, warum eigentlich nicht. Auch wenn nach der Saison alles offen ist, kann ich mir sehr gut vorstellen, hier zu verlängern. Dennoch müssen wir erst mal da unten raus. Erst wenn wir da stehen, wo wir eigentlich hingehören, sollte man sich über solche Sachen Gedanken machen. Insofern sind Frage und Antwort zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich total uninteressant“, will Zwiener zunächst andere Prioritäten setzen.

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Das eigentliche Basketballerleben des gebürtigen Rotenburgers ist dabei durch drei markante Stationen gekennzeichnet. Während „Phil“ seine Karriere bei der Bremer TS Neustadt begann, sich bei den Bremen Roosters aka Lesum Bremen fortsetzte, rief 2005 der gelbe Vogel aus der Hauptstadt. Das Ende ist bekannt, der wohl seine Karriere rettende Wechsel nach Rheinland-Pfalz unlängst Geschichte. Mittlerweile zu Allstar-Ehren gekommen, will Zwiener diese Auszeichnung für die Leistung des gesamten Teams verstanden wissen. „Mir bedeuten die Auszeichnungen wie MIP oder Allstar schon ziemlich viel. Es gibt einem Spieler Kredit, macht einen stolz, denn man muss dafür ja auch etwas geleistet haben. Es ist eine Bestätigung der Leistung und der Beliebtheit, gleichzeitig aber eben auch eine Auszeichnung für die Leistung des gesamten Teams. Im Mannschaftssport kannst du es nur selten als Spieler allein schaffen. Deswegen stehe ich stellvertretend für das Team, stellvertretend für den Coach und natürlich auch für Trier“, gibt Philip den Blumenstrauß weiter. Der Allstar-Day verschafft Zwiener jedoch nicht nur Respekt und Erfüllung, sondern bietet ihm auch gleichzeitig die Möglichkeit, den Reload-Knopf zu drücken, die bisher nicht sonderlich gut verlaufene Saison noch einmal neu zu booten. Auf die provokante Frage, „wann er denn seinen Distanzwurf verloren hätte“, bleibt Philip erstaunlich gelassen. „Verloren hab ich ihn nicht. Wenn, dann habe ich hab ihn nur verlegt. Ich weiß, dass ich gut schießen kann, dennoch fällt er zugegebenermaßen in dieser Saison bisher recht schwach und unkonstant. Zum einen hängt das mit der Defense der gegnerischen Teams zusammen, die sich nach dem letzten Jahr mehr auf mich konzentrieren, mehr doppeln, zum anderen ist das auch ein Stück weit Kopfsache. Ich muss es geregelt bekommen, den Kopf auszuschalten, muss bei null anfangen und darf nicht so oft darüber nachdenken.“ Das ist sicher leichter gesagt als getan, doch die Nummer mit Reset und Neuanfang hat er ja schon einmal erfolgreich bewältigt.

Den kompletten Artikel gibt es in der neuen Ausgabe der BIG, die ab dem 31. Januar im Handel erhältlich sein wird (Abonnenten haben sie bereits eine Woche früher im Briefkasten). Weitere Themen im Heft: Interview Jan Jagla, das ultimative Point-Guard-Ranking der Beko BBL, Braunschweigs Nachwuchs-Aufbau Dennis Schröder, Herr Schmidt und Herr Schmitz aus Bayreuth, Bonns Litauer Benas Veikalas, Chris McNaughton im Aufwind in Bremerhaven, Jacob Burtschi als Frankfurts neuer Mann auf der Vier … undundund

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