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Dennis Schröder - Blitztelegramm aus Braunschweig: „Es ist wichtig für mein Spiel, dass ich...

Dennis Schröder - Blitztelegramm aus Braunschweig: „Es ist wichtig für mein Spiel, dass ich...

Mit gerade mal 19 Jahren gehört Dennis Schröder zu den großen Hoffnungen des deutschen Basketballs. In seiner zweiten Saison in der Beko BBL ist der Braunschweiger bereits Dreh- und Angelpunkt im Spiel der New Yorker Phantoms. In seinem ersten Tagebuch-Eintrag bei uns erzählt der Point Guard mit dem Blitz-Antritt, dass sich harte Arbeit auszahlt und warum er an sein Team glaubt.

Hallo Basketball-Fans!

Am Sonntag habe ich mal wieder erlebt, wie dramatisch unser Sport sein kann. In Würzburg haben wir lange Zeit deutlich geführt und das Spiel dann fast doch noch aus der Hand gegeben. Am Ende haben wir die Punkte dann aber mit dem Glück des Tüchtigen in der Verlängerung nach Hause gebracht. Den Tabellenkeller haben meine Phantoms nach drei Siegen in Folge damit erst mal verlassen. Ich weiß, dass wir eine gute Mannschaft haben, und das haben wir auch zu Beginn der Saison schon gezeigt, als wir gegen starke Teams wie Ulm oder Oldenburg nur knapp verloren haben. Ich glaube, dass in den kommenden Monaten noch einige Siege dazu kommen werden!

Für mich persönlich ist die Saison bisher nicht schlecht gelaufen. Am meisten freue ich mich natürlich, dass ich von unserem neuen Coach viel Spielzeit bekomme. Kostas Flevarakis setzt wirklich auf junge Spieler. Er gibt jedem eine Chance, und er redet viel mit uns Doppellizenzspielern, gibt uns immer wieder Tipps. Das gibt Selbstbewusstsein, und zwar nicht nur mir, sondern auch Jungs wie Jörn Wessels oder Brian Wenzel, die noch auf ihren Durchbruch in der höchsten deutschen Spielklasse warten. Dass der Headcoach sich so intensiv mit den jungen deutschen Spielern beschäftigt, war bei den Phantoms nicht immer so.

Es liegt aber nicht nur am Trainerwechsel, dass sich meine Spielzeit im Vergleich zur ersten Saison in der Beko BBL verdreifacht hat. Ich habe im Sommer unheimlich hart gearbeitet. Bis auf einen Kurzurlaub mit meiner Freundin in Hamburg war ich jeden Tag in der Halle und habe trainiert. Selbst wenn ich mal nicht bei der U20-Nationalmannschaft war, stand ich in Braunschweig mit Coach Liviu Calin auf dem Parkett und habe an meinem Wurf gearbeitet, immer wieder, stundenlang.

Die ersten Früchte meiner Arbeit kann ich jetzt ernten, am Sonntag in Würzburg habe ich mit 18 Punkten einen neuen persönlichen Bundesliga-Höchstwert aufgestellt. Noch wichtiger ist mir aber, dass ich momentan fast 50 Prozent meiner Dreier treffe. Natürlich merke ich auch, dass ich jetzt an der Dreierlinie ganz anders verteidigt werde. Letzte Saison wurde mein Distanzwurf nicht respektiert, da hat man mich schon mal frei stehen lassen. Es ist ein gutes Gefühl, jetzt dieses Feedback von der Verteidigung zu bekommen. Durch den verbesserten Wurf habe ich einfach mehr Optionen in der Offensive. Mein Antritt ist immer noch meine größte Stärke, aber wenn die Verteidigung ihn mir wegnimmt, kann ich jetzt auch schießen. Und wenn man das komplette Paket drauf hat, Dreier, Mitteldistanz und zum Korb ziehen, dann wird es für die Defense echt schwierig. Dass ich als Aufbauspieler auch meine Mitspieler nicht vergesse, ist eh klar.

Ich merke aber nicht nur auf dem Court, dass ich mich verbessert habe. Als mich Svetislav Pesic, zu dem Zeitpunkt noch Bundestrainer, im Sommer zum Lehrgang der A-Nationalmannschaft eingeladen hat, war das schon was ganz Besonderes. Der Mann ist eine Trainerlegende: ohne Ende Titel in Deutschland und Spanien, Euroleague-Champion, Europameister, Weltmeister - Es ist schon cool, wenn so jemand zu dir sagt, dass er dein Spiel mag.

Vor einigen Wochen erfuhr ich dann von einem Spielerprofil, das auf der Website Draftexpress.com über mich angelegt wurde. Man darf diese Vorhersagen nicht überbewerten, aber wenn man von Experten für NBA-tauglich gehalten wird, ist das schon ein tolles Lob. Natürlich ist es ein Traum von mir, irgendwann mal in der besten Liga der Welt zu spielen. Und ich bin überzeugt, dass man mit harter Arbeit alles schaffen kann.

Derzeit bin ich aber in Braunschweig, und es gefällt mir bei den Phantoms. Die Teamchemie stimmt und wir geben uns alle gegenseitig Tipps. Keiner ist sauer, wenn einer zum Beispiel sagt „Du musst den Block anders stellen“. Im letzten Jahr war das noch ganz anders. Und es fühlt sich gut an, dass wir es endlich schaffen, unser Talent und die harte Arbeit auch in Siege umzumünzen!

Bis zum nächsten Monat, Euer Dennis

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