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Der 19. Spieltag unter der Lupe: Spitzenspiele in Bonn und Braunschweig, Kellerderby in Trier

Der 19. Spieltag unter der Lupe: Spitzenspiele in Bonn und Braunschweig, Kellerderby in Trier

Der 19. Spieltag der Beko BBL steht im Zeichen der Revanche. So wie die New Yorker Phantoms Braunschweig im Spitzenspiel am Samstag (28. Januar) gegen den Tabellenführer Brose Baskets das beim 57:95 im Hinspiel entstandene Bild gerade rücken wollen, will sich auch ALBA BERLIN bei den Telekom Baskets Bonn für die vor vier Wochen gegen den alten Rivalen erlittene 78:86-Heimniederlage revanchieren (Samstag ab 20 Uhr live auf SPORT1).
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Fast alle Paarungen an diesem Wochenende ziehen ihre Brisanz aus dem Umstand, dass besser platzierte Teams auswärts bei schlechter platzierten antreten. Einzige Ausnahme: Wenn der Tabellenzweite ratiopharm ulm am Samstag (19 Uhr) den auswärts bisher nur halb so gut wie daheim spielenden Elften BBC Bayreuth empfängt, sind die Rollen so klar verteilt wie sonst nirgendwo an diesem Spieltag. Das erste Ergebnis des 19. Spieltags liegt bereits vor: Die FRAPORT SKYLINERS unterlagen vor einer Woche den LTi GIESSEN 46ers im vorgezogenen Hessen-Derby 65:78. Das Nord-Derby zwischen den EWE Baskets Oldenburg und den Eisbären Bremerhaven findet erst am 6. März statt.

Freitag, 20:00 Uhr:
WALTER Tigers Tübingen (15) – FC Bayern München (8)
Achtmal ist der FC Bayern in dieser Saison schon auswärts angetreten. Überall (bis auf Bremen, wo die dorthin ausgewichenen Bremerhavener „nur“ 9.780 Zuschauer zählten) war die Halle ausverkauft und siebenmal (bis auf Göttingen) überließ der Aufsteiger den Gastgebern zudem auch noch den Sieg. Entsprechend groß ist in Tübingen die Vorfreude: „Wir hätten ohne Probleme mehr als 5.000 Tickets verkaufen können“, sagt Manager Robert Wintermantel. Ein Ansturm, der sogar das Derby gegen Ulm in den Schatten stellt. Der FC Bayern hat einfach alles, was die Tübinger Fans mobilisiert: Die einen verehren den Ex-Tiger Aleksandar Nadjfeji, die anderen fürchten Robin Benzing, der den Tigers mit Ulm schon so manchen Derby-Streich spielte. Jetzt kommt der Nationalspieler mit den Bayern nach Tübingen, um nach sechs Auswärtsniederlagen in Serie endlich wieder auswärts zu punkten.


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Samstag, 19:00 Uhr:
Phoenix Hagen (13) – Artland Dragons (3)
Das 59:109 aus dem Hinspiel war ligaweit die bislang höchste Niederlage der Saison. Hagens Trainer Ingo Freyer ist sich aber sicher, dass das keine Wiederholung findet: „Wir haben uns so vorbereitet, dass wir nicht noch einmal mit 50 verlieren.“ Schließlich spielen die Westfalen zu Hause und haben jetzt mit Patrick Sparks einen neuen Point Guard im Team. Die Artland Dragons sind also vor den Hagenern gewarnt, die schon vor der Allstar-Pause in zwei direkt aufeinanderfolgenden Spielen gegen Bremerhaven zwei ganz verschiedene Gesichter zeigten. In eigener Halle (noch ohne den neuen Spielmacher) verloren sie gegen die Eisbären, um dann nur eine Woche später auswärts in Bremerhaven im ersten Spiel mit 13 Assists von Sparks den Spieß umzudrehen: „Das wollen wir gegen die Artland Dragons wiederholen,“ kündigt Freyer selbstbewusst an. Dann würde sein Statement in der Pressekonferenz bestimmt auch freundlicher ausfalloen als nach der Hinspielklatsche:




Samstag, 19:00 Uhr
BG Göttingen (18) – s.Oliver Würzburg (7)
1327584345/img_goettingen_wuerzburg.jpegVielleicht ist es gut, dass das Gastspiel der Würzburger mit fünf ehemaligen Göttinger Helden nicht in der Lokhalle stattfindet. Das wäre manchem Veilchen-Anhänger womöglich zu emotional geworden. „Das ist wie wenn Deine Freundin Besuch von ihrem Ex-Freund erhält,“ sagt Göttingens Trainer Michael Meeks. Nicht zuletzt die aus den Reihen der Fans initiierte Sammelaktion zugunsten einer Verstärkung im Frontcourt beweist aber, dass Meeks auf die Treue der Göttinger Fans zählen kann. Mit Darrell Tucker (31 Jahre, 2,06 Meter) befindet sich auch schon ein möglicher Kandidat im Probetraining. Bei den s.Oliver Baskets hofft Trainer John Patrick, dass seine beim 51:56 gegen die FRAPORT SKYLINERS vermisste „Mikrowelle“ Ricky Harris wieder fit ist.


Samstag 19:00 Uhr:
New Yorker Phantoms Braunschweig (5) – Brose Baskets (1)
Im Hinspiel am 5. Spieltag in Bamberg hatten die Braunschweiger gehofft, von der damals noch herrschenden Doppelbelastung des Meisters profitieren zu können. Doch stattdessen überrollten die Brose Baskets drei Tage nach ihrem furiosen Euroleague-Auftaktsieg über Zagreb auch die Phantoms mit 95:57. Das Rückspiel steht unter ganz anderen Vorzeichen. Beide Teams gehen ausgeruht an den Start. Die Stimmung in Braunschweig ist trotzdem getrübt, denn neben Power Forward Rich Melzer (Fingerbruch) fällt mit LaMarr Greer (Rückenprobleme) noch ein weiterer Leistungsträger aus. „Mit LaMarr und Rich fehlen uns gegen Bamberg unsere beiden derzeit besten Offensivkräfte“, sagt Manager Oliver Braun, dessen Team diese Saison bereits beim Champions-Cup in Bamberg verloren hatte:




Samstag, 20:00 Uhr (live auf Sport1):
Telekom Baskets Bonn (10) – ALBA BERLIN (4)
Beide Klubs sind mit vergleichsweise eng gestrickter Personaldecke in die Saison gegangen und zahl(t)en schon ihren Preis dafür. Während die Bonner, nachdem sie im Dezember um den verletzungsbedingten Ausfall von Benas Veikalas herum fünf Niederlagen in Folge erlitten haben, inzwischen mit der Verpflichtung von Talor Battle nachgebessert haben, wollen die Hauptstäder die derzeitigen Ausfälle ihrer Center Torin Francis und Yassin Idbihi aber offenbar aussitzen. „Verletzungen gehören zum Geschäft, wir arbeiten weiter mit dem, was wir haben“, bekräftigte Trainer Gordon Herbert am Dienstag nach der ohne Idbihi und Francis erlittenen Eurocup-Niederlage gegen Krasnodar diesen Kurs. Seit dem Ausfall von Idbihi haben die Berliner in der Beko BBL nur zwei von fünf Spielen (daheim gegen Ludwigsburg und Göttingen) gewonnen.

Nach dem zusätzlichen Ausfall von Francis wird es für die Berliner auch am Samstag gegen die Telekom Baskets schwer werden, denen die „Albatrosse“ schon vor vier Wochen im Hinspiel in Berlin 78:86 unterlagen. Wohl noch nie gingen die aktuell kompletten Bonner so favorisiert in den Klassiker wie an diesem Wochenende. „Die beiden letzten Europapokalsiege haben uns geholfen, uns auf den Bundesliga-Klassiker einzustimmen“, geht auf der anderen Seite Bonns Spielmacher Jared Jordan entsprechend selbstbewusst ins Spiel gegen ALBA und seinen guten Freund (und Ex-Bonner) Bryce Taylor. In der 15-jährigen Geschichte des Klassikers gelang es Berlin dreimal, Hin- und Rückspiel gegen Bonn zu gewinnen (zuletzt 2005/06). Am Samstag können die Bonner dieses Kunststück nach 2002/03 und 2006/07 auch zum dritten Mal schaffen, da sie das Hinspiel in Berlin ja bereits gewonnen hatten:




Sonntag, 19:30 Uhr:
TBB Trier (17) – EnBW Ludwigsburg (16)
Vor acht Wochen gewannen die Ludwigsburger das Hinspiel (ohne den verletzten Spielmacher Jerry Green) 77:64. Beide Teams haben seitdem nur ein Spiel – Trier gegen Bonn und Ludwigsburg gegen Tübingen – gewonnen und rangieren punktgleich auf dem 16. und 17. Tabellenplatz. Den Abstiegskampf thematisieren beide Trainer trotzdem nur ungern. EnBW-Trainer Steven Key erklärt gar trotzig: „Wenn gerade erst die Hälfte der Saison rum ist, nehme ich das Wort „Abstieg“ noch nicht in den Mund.“ Wenn sich die Hiobsbotschaften in Ludwigsburg indes weiter so häufen, wird er das aber womöglich bald tun müssen: Nicht nur Center John Bowler fällt nämlich mit einer Knieverletzung bis zum Saisonende aus, auch hinter Jerry Green (Oberschenkelzerrung), Alex Harris (Rücken) und Mark Dorris (Kniebeschwerden) stehen vor dem Kellerderby Fragezeichen.

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