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Der 20. Spieltag unter der Lupe: Im Norden geht’s rund - Derbys in Quakenbrück und Bremerhaven.

Der 20. Spieltag unter der Lupe: Im Norden geht’s rund - Derbys in Quakenbrück und Bremerhaven.

Der 20. Spieltag erinnert daran, welch starke Rolle in der Beko BBL auch in dieser Saison die Klubs aus dem Norden spielen. Mit den Artland Dragons (dritter Platz), den New Yorker Phantoms Braunschweig (fünfter), den EWE Baskets Oldenburg (siebter) und den Eisbären Bremerhaven (neunter) hat der Norden gleich vier aussichtsreiche Playoff-Kandidaten am Start und alle vier stehen sich an diesem Wochenende in zwei Nord-Derbys gegenüber. Auch Sport1 stellt seine TV-Kameras aus diesem Anlass am Samstag (Achtung: Schon ab 14:50 Uhr!) in Quakenbrück auf, um den Nord-Klassiker gegen Oldenburg zu übertragen. Am Sonntag empfangen die Eisbären im anderen Nord-Derby die Phantoms.
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Samstag, 14:50 Uhr (live auf Sport1):
Artland Dragons (3) – EWE Baskets Oldenburg (7)


Der Nord-Klassiker geht in seine 20. Auflage und vieles spricht dafür, dass die Artland Dragons mit einem Heimsieg die Bilanz auf 10:10 ausgleichen. So haben die Quakenbrücker, mit 9:1 Siegen das zweitbeste Heimteam der Beko BBL, schon das Hinspiel in Oldenburg vor sieben Wochen mit 99:81 klar gewonnen und haben auch in der Last 16 der EuroChallenge mit 4:0 Siegen einen Lauf. Die EWE Baskets, die mit einer Bilanz von 3:6 Siegen auswärts zu den schwächeren Teams der Liga zählen, bestätigten diese Schwäche zuletzt auch auf europäischem Parkett mit Niederlagen. Einzig ein Oldenburger 97:86-Auswärtscoup in Bremerhaven spricht gegen diesen Trend. Haben Derbys also doch ihre eigenen Gesetze?

In beiden Kadern wimmelt es nur so von hochkarätigen Spielern. Aus der Vielzahl der hochinteressanten Match-ups ragt jedoch das Duell der beiden Spielmacher heraus. In der Korbjägerliste der Beko BBL führt Oldenburgs Bobby Brown mit 17,8 Punkten pro Spiel knapp vor Quakenbrücks David Holston (17,6). Geht es indes um den Spielaufbau, liegt Holston mit im Schnitt 6,0 Assists (zweiter Platz) gegenüber Bobby Brown (fünfter Platz mit 5,1) vorne, der zudem mit 3,3 Ballverlusten pro Spiel der Turnover-König der Liga ist. Ein Debüt feiert Quakenbrücks Adam Hess. Der gebürtige US-Amerikaner spielt nach seiner Einbürgerung sein erstes Bundesligaspiel als Deutscher. Damit kann US-Forward Anthony Hilliard, der zuletzt als achter Ausländer im Dragons-Team zuschauen musste, wieder in den aktiven Kader aufrücken.

Oldenburgs Rickey Paulding über Gründe für die mäßige Hinrunde und die schwache Defense trotz der vielen großen Namen im Kader:



Und der Spielbericht zum Derby in der Hinrunde:



Samstag, 19:00 Uhr:
s.Oliver Würzburg (6) – Phoenix Hagen (15)


Die Würzbürger erlauben mit ihrer aggressiven Verteidigung ihren Gegnern im Schnitt nur 66,1 Punkte und eine Wurfquote von nur 41 Prozent (beides ligaweiter Bestwert). Die Hagener rangieren mit 90,3 gegnerischen Punkten und einer gegnerischen Wurfquote von 51 Prozent jeweils auf dem letzten Platz der Defense-Statistiken. Wer jetzt denkt „Die bessere Verteidigung gewinnt“, macht die Rechnung aber vielleicht ohne die schnelle und keinen Dreier auslassende unorthodoxe Hagener Offensive, die sich schon im 73:70 gewonnenen Hinspiel nicht von der Würzburger Verteidigung stoppen ließ. Am Samstag kann Hagens Trainer Ingo Freyer zudem mit Brandon Brooks (fehlte im Hinspiel verletzt) und dem neuen Spielmacher Patrick Sparks gleich zwei zusätzliche Guards ins Gefecht werfen.

Samstag, 19:30 Uhr
EnBW Ludwigsburg (17) – FRAPORT SKYLINERS (12)


Das Duell der Enttäuschten. Die Ludwigsburger haben schon vier Spiele mit nur einem Punkt Differenz verloren und sind damit die Pechvögel der Liga. Auch das vor vier Wochen in Frankfurt 72:76 verlorene Hinspiel war denkbar knapp. Das relativiert den vorletzten Tabellenplatz ein wenig, trotzdem zählen im Abstiegskampf nur Siege – genauso wie für die FRAPORT SKYLINERS, die weiterhin auswärts (6:3 Siege) besser aussehen als zu Hause (2:8). Sportdirektor Kamil Novak zählt aber nicht auf diesen „Auswärtsvorteil“: „Darüber wurde in meinen Augen schon viel zu viel spekuliert. Wir brauchen jeden Sieg und müssen uns entsprechend auf jedes Spiel optimal vorbereiten – egal, ob zu Hause oder auswärts.“ Größere Hoffnungen setzt Novak darauf, dass das Team von Trainer Muli Katzurin die zweiwöchige Spielpause genutzt hat, um frische Kraft zu tanken.

Samstag, 19:30 Uhr:
BBC Bayreuth (11) – WALTER Tigers Tübingen (13)


Für die Bayreuther erreicht die Saison gerade einen kritischen Punkt. Die unter dem neuen Trainer Marco van den Berg gestartete Siegesserie ist mit nur einem Sieg aus den fünf letzten Spielen gerissen. Sicherlich waren die letzten Gegner, gegen die verloren wurde, alle nicht ohne (München, Bamberg, Braunschweig und Ulm), aber der vor Weihnachten erlebte Schwung ist trotzdem erst einmal weg. Für van den Berg wird das Heimspiel gegen Tübingen deshalb richtungweisend: „Das ist für uns ein sehr wichtiges Spiel, in dem wir wieder voll da sein müssen.“ Jede Menge personelle Rückschläge verheißen aber nichts Gutes: Corey Stokes ist in die USA zurückgekehrt, Stefan Schmidt fällt ebenfalls für den Rest der Saison aus und die Verpflichtung eines neuen Guards ist geplatzt. Zudem stehen Fragezeichen hinter Simon Schmitz und Zonenwühler Brandon Hunter.

Die besten Szenen aus dem 69:53 der Bayreuther im Hinspiel:



Sonntag, 16:00 Uhr:
Brose Baskets (1) – Telekom Baskets Bonn (10)


Das Hinspiel am 13. November war das Spitzenspiel zwischen dem Ersten (Bamberg) und dem Zweiten (Bonn). Nach dem 73:85 am 8. Spieltag waren die Telekom Baskets in der Tabelle nur noch Vierter, heute sind sie Zehnter und drohen in der Tabelle noch weiter durchgereicht zu werden – weil mit einem Sieg gegen den seit 41 Spielen in eigener Halle ungeschlagenen Tabellenführer nicht wirklich gerechnet werden kann. Während die Gegner allwöchentlich die Bonner Offensive, speziell das schnelle Umschalten auf dieselbe loben, kritisiert Bonns Trainer Michael Koch genauso beharrlich die Verteidigung seiner Mannschaft – offenbar mit Erfolg: Am Mittwoch nach dem EuroChallenge-Sieg über Aalst (Belgien) konnte Koch endlich und sichtlich zufrieden erklären: „Heute haben wir zum ersten Mal seit Wochen auf Grund unserer Verteidigung gewonnen.“

Chris Fleming und Mike Koch in der Pressekonferenz nach dem Hinspiel



Sonntag, 16:00 Uhr:
Eisbären Bremerhaven (9) – New Yorker Phantoms Braunschweig (5)


Dieses Nord-Derby hat eine merkwürdige Geschichte, denn in bisher 13 Ausgaben gab es nur vier Heimsiege. Das Braunschweiger 86:81 am 4. Dezember war sogar der erste Heimsieg der Phantoms über die Eisbären überhaupt. Entsprechend brennt das Team von Trainer Douglas Spradley auf eine Revanche und will umso mehr die eigene Heimbilanz gegen die Niedersachsen auf 4:3 Siege ausbauen. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, denn in der für die Eisbären fast dreiwöchigen Spielpause hat sich einiges getan: Die Langzeitverletzten Jason Cain und Torrell Martin sind wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und planen für Sonntag ihr Comeback, während die Braunschweiger nach den Ausfällen von gleich drei Leistungsträgern (Rich Melzer, LaMarr Greer und Stephen Dennis) derzeit improvisieren und den wegen der Engpässe verpflichteten neuen Spielmacher Igor Milosevic erst noch integrieren müssen.

Ulm zum Favoritenschreck, Bayern zu Hause, Rödl & Co in Berlin
In den restlichen drei Begegnungen treffen jeweils Mannschaften aufeinander, die in der Tabelle zehn oder gar noch mehr Plätze trennen. Der Tabellenzweite ratiopharm Ulm wird aber trotzdem mit der gebotenen Vorsicht zum Gastspiel (Samstag, 20 Uhr) bei den LTi GIESSEN 46ers (14.) aufbrechen. Schließlich haben die Hessen in der Sporthalle Ost auch schon den Tabellenführer Brose Baskets auf dem falschen Fuß erwischt.

Die besten Szenen aus dem Hinspiel der 46ers in Ulm:



Der auswärts gebeutelte, aber daheim umso stärkere Aufsteiger FC Bayern München (achter Platz) freut sich auf sein Heimspiel gegen die BG Göttingen (18.) am Sonntag (16 Uhr). Schließlich ist das Schlusslicht der einzige Gegner, den die Bayern in der Hinrunde auswärts bezwungen haben. Und in der Berliner o2 World bereitet ALBA BERLIN (Vierter) sich unterdessen anlässlich des Gastspiels von TBB Trier (16) am Sonntag (17 Uhr) auf das Wiedersehen mit Henrik Rödl und zahlreichen anderen an die Mosel gewechselten Ex-Albatrossen vor.

Philip Zwiener über die Gründe, warum es in Trier dieses Jahr nur gegen den Abstieg geht:

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