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Der 22. Spieltag der Beko BBL unter der Lupe: Wirft die „englische Woche“ ratiopharm ulm aus der...

Der 22. Spieltag der Beko BBL unter der Lupe: Wirft die „englische Woche“ ratiopharm ulm aus der...

Da die europäischen Wettbewerbe in dieser Woche eine Pause einlegen, nutzt die Beko BBL den freien Platz im Terminkalender für eine „englische Woche“: Am Mittwoch steht der 22. Spieltag auf dem Programm. Der große Verlierer könnte dabei der Überraschungszweite ratiopharm ulm werden, der vier Tage nach der Abreibung durch den Meister Brose Baskets am Mittwoch beim heimstarken FC Bayern München vor der nächsten sehr schweren Aufgabe steht. So unglücklich die Bayern nämlich auswärts agieren (1-9), so souverän meistern sie bislang ihre Heimspiele (10-1).
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Mittwoch, 19:30 Uhr:
FC Bayern München (8) – ratiopharm ulm (2)
Die ohnehin schon sehr interessante Paarung gewinnt vor dem Hintergrund der letzten Niederlagen beider Klubs zusätzliche Brisanz. „Die deutliche Niederlage gegen Bamberg bringt uns etwas auf den Boden, aber wir werden uns davon nicht zurückschrecken lassen“, ist Thorsten Leibenath sehr bewusst, wie wichtig ein Sieg in München jetzt wäre. Aber Ulms Trainer weiß auch, dass die „englische Woche“ sein Team zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt trifft, da es zum einen eh nicht gewohnt ist, zweimal in der Woche zu spielen und durch den Ausfall von Dane Watts zusätzlich geschwächt ist. „Einige Spieler müssen jetzt mehr spielen als geplant“, sagt Leibenath. Die auswärts in Trier laut Dirk Bauermann einmal mehr an „fehlender Kaltschnäuzigkeit“ gescheiterten Bayern müssen unterdessen ihren größten Trumpf, die in eigener Halle gezeigte Souveränität, verteidigen, denn von den nächsten fünf Spielen müssen die Münchener vier auswärts bestreiten. Da wäre es ratsam, sich jetzt für die Niederlage im Hinspiel in Ulm zu revanchieren:



Mittwoch, 19:30 Uhr:
BBC Bayreuth (13) – s.Oliver Baskets (5)
Das Franken-Derby steht für die Bayreuther nach drei Niederlagen in Folge unter keinen guten Vorzeichen: „Wir haben unseren Rhythmus verloren, uns ist das Selbstvertrauen in der Offensive verloren gegangen“, sagt Trainer Marco van den Berg. „Ich bin aber sicher, dass wir unseren Rhythmus schon in ein, zwei Wochen wieder finden werden.“ Die s.Oliver Baskets kommen mit ihrer berüchtigten aggressiven Verteidigung aber schon am Mittwoch in die Oberfrankenhalle, womit den Bayreuthern kaum Zeit bleibt, die durcheinander geratenen Reihen zu schließen. Große Hoffnungen setzt van den Berg dabei aber auf seinen Neuzugang Rain Veideman: „Mit ihm können wir das Tempo in der Offensive erhöhen.“

Mittwoch, 19:30 Uhr
Eisbären Bremerhaven (7) – FRAPORT SKYLINERS (11)
Genau das, was den Bayreuthern derzeit fehlt, haben die Eisbären Bremerhaven offenbar gerade gefunden: Die Wurfquote von 67,0 Prozent aus dem Feld am Samstag in Gießen sind ein neuer Saisonrekord in der Beko BBL. Wenn man so im Rollen ist, kommt die englische Woche, zudem mit einem Heimspiel am Mittwoch, sicher mehr als gelegen. Wenn am Mittwoch auch noch Torrell Martin ins Team zurückkehrt, muss man die Eisbären in den nächsten Wochen erst recht auf der Rechnung haben. „Komplett sind wir relativ tief besetzt“, sagt Trainer Douglas Spradley. Auch die Frankfurter könnten als Elfter noch mit den Playoffs liebäugeln. Sportdirektor Kamil Novak bleibt jedoch beim schon im Dezember offiziell umformulierten Saisonziel „Klassenerhalt“. Und das trotz des hart erkämpften Sieges nach Verlängerung zuletzt gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig per Tip-in von Jimmy McKinney:



Mittwoch, 19:30 Uhr:
Artland Dragons (3) – LTi GIESSEN 46ers (14)
Stefan Koch kann als Drachen-Headcoach, dessen Team aktuell auf dem dritten Platz rangiert, das Duell gegen seinen Heimatklub aus Gießen mehr als zufrieden angehen. Bei den Gästen sieht das etwas anders aus. Schon nach der Heimniederlage in der Vorwoche gegen Ulm angefressen, war Gießens Trainer Björn Harmsen nach der 82:102-Heimschlappe gegen Bremerhaven am Samstag endgültig bedient: „Einige Spieler waren bereit zu kämpfen und sich für Gießen den Hintern aufzureißen, aber es gab auch Spieler die dazu nicht bereit waren.“ Diese Aussage von Harmsen erklärte auch, warum einige seiner Akteure sich die zweite Halbzeit von der Bank aus anschauen durften. Rückblende: Nach dem von den Gießenern 110:109 nach Verlängerung gewonnen Hinspiel im Oktober hatte Koch seinem Team noch dieselben Gießener als Vorbild hingestellt: „Gießens Sieg ist aufgrund des sehr aufopferungswilligen Einsatzes der Mannschaft verdient. Was mein Team betrifft: Es geht nicht, dass wir 20 Minuten benötigen, um Einsatz, Energie und Intensität abzurufen.“ Wie die Zeiten sich ändern können …



Mittwoch, 20:00 Uhr:
EnBW Ludwigsburg (17) – BG Göttingen (18)
Während die Göttinger bei fünf Siegen Rückstand auf den rettenden 16. Platz schon ein kleines Wunder benötigen, hat der Vorletzte EnBW Ludwigsburg im Kampf um den Klassenerhalt noch einige Kandidaten in Schlagdistanz vor sich: Gießen, Hagen und Trier haben nur einen Sieg mehr auf dem Konto, Bayreuth ist mit nur zwei Siegen mehr auch noch in Reichweite. Gegen Trier hat Ludwigsburg zudem den direkten Vergleich in der Tasche, gegen alle anderen Konkurrenten im Tabellenkeller stehen die Rückrundenspiele noch aus (auswärts in Hagen und Gießen, daheim gegen Bayreuth). Aber auch wenn dieses Restprogramm den Ludwigsburgern noch viele Optionen bietet, ist ein Sieg in eigener Halle gegen das Schlusslicht geradezu Pflicht. Trainer Steven Key hofft, dabei am Mittwoch schon auf Power Forward Matt Howard als Nachfolger für den abgewanderten Donatas Zavackas zurückgreifen zu können.

Mittwoch, 20:00 Uhr:
EWE Baskets Oldenburg (6) – Telekom Baskets Bonn (10)
Dafür, dass alle den Oldenburgern einen bisher enttäuschenden Saisonverlauf bescheinigen, stehen die EWE Baskets auf ihrem sechsten Tabellenplatz eigentlich ganz gut da. Auf jeden Fall eröffnet das Oldenburger Restprogramm, in dem Auswärtsspiele in Würzburg und Braunschweig auf dem Papier die schwierigsten Aufgaben sind und das nahezu alle Topteams noch in die EWE Arena schickt, viel Luft nach oben. Nach wie vor rechnen alle Gegner vor Spielen gegen Oldenburg mit dem Schlimmsten. Bonns Trainer Michael Koch: „Auch wenn die Oldenburger aktuell noch nicht da stehen, wo sie hinwollten, bleibt das mit Spielern wie Bobby Brown, Rickey Paulding oder Kenny Hasbrouck eine von hervorragenden Einzelspielern getragene Mannschaft, die jederzeit sehr schnell heißlaufen kann.“ Und zumindest Paulding hat auch immer noch große Pläne für die laufende Saison:



Allerdings gibt es auf Bonner Seite auch einen Energizer mit ganz besonderen Sprungfedern in den Beinen:





Drei Spiele auf spätere Termine verschoben:
Drei Spiele des 22. Spieltages mussten verschoben werden. Die New Yorker Phantoms Braunschweig empfangen die WALTER Tigers Tübingen erst am 26. Februar, ALBA BERLIN holt sein Heimspiel gegen Phoenix Hagen am 28. März nach. ALBA und Braunschweig absolvieren stattdessen an diesem Mittwoch um 20 Uhr in der Berliner o2 World ihr Qualifikationsspiel um den Einzug ins TOP FOUR um den Beko BBL Pokal. Die Brose Baskets und TBB Trier haben sich darauf verständigt, ihr Spiel des 22. Spieltages am 29. Februar nachzuholen.
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