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Der 23. Spieltag der Beko BBL unter der Lupe: Punktet der FC Bayern München auswärts?

Der 23. Spieltag der Beko BBL unter der Lupe: Punktet der FC Bayern München auswärts?

Der 23. Spieltag der Beko BBL sorgt für ein Novum in dieser Saison: Erstmals finden alle Spiele eines Spieltags am selben Tag, am Samstag, dem 18. Februar, statt. Die interessantesten Paarungen stehen dabei am Abend um 20:00 Uhr auf dem Programm, wenn der Vierte ALBA BERLIN mit einem Sieg über die Artland Dragons in der Tabelle zu Bambergs Verfolger-Duo aufschließen will, der FC Bayern München in Frankfurt (live auf Sport1) einen neuen Anlauf unternimmt, den Auswärtsfluch zu besiegen, und sich am Tabellenende Trier und Hagen ein „Vierpunktespiel“ im Kampf um den Klassenerhalt liefern.
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Samstag, 14:30 Uhr:
s.Oliver Baskets (5) – New Yorker Phantoms Braunschweig (8)
Die Zuschauer in Würzburg sollten etwas mehr Zeit als sonst für dieses Spiel einplanen, denn die Gäste aus Braunschweig stehen länger auf dem Parkett als andere. Ihre vergangenen drei Spiele (in Bremerhaven, Frankfurt und zuletzt im Pokal in Berlin) gingen alle in die Verlängerung. Beide Trainer überhäuften am Mittwoch ihre Schützlinge mit viel Lob: Würzburgs Headcoach John Patrick freute sich darüber, dass seine Spieler in Bayreuth 14/16 Freiwürfe verwandelten, obwohl sie über die Saison gesehen am schwächsten von der Linie treffen: „Daran kann man sehen, wie konzentriert wir heute waren.“ Braunschweigs Trainer Sebastian Machowski hob den Siegeswillen hervor, mit dem seine Phantoms nach zwei Niederlagen nach Verlängerung in Folge in die dritte Overtime gegangen sind: „Das war nicht leicht für unsere Moral, aber wir haben Charakter bewiesen.“

Samstag, 19:00 Uhr:
ratiopharm ulm (2) – Eisbären Bremerhaven (6)
Im dritten Spiel der „englischen Woche“ schlägt für die Ulmer nach den beiden Niederlagen gegen Bamberg und in München die Stunde der Wahrheit, denn mit den aus dem Winterschlaf erwachten Eisbären (zuletzt drei Siege in Folge) kommt ein Gegner in die ratiopharm arena, der das Zeug hat, dem Überraschungsteam die dritte Niederlage in Folge beizubringen. „Wir haben eine harte Phase hinter uns und freuen uns jetzt auf das Spiel in Ulm“, sagt Bremerhavens Trainer Douglas Spradley. Ulms Trainer Thorsten Leibenath sah hingegen schon am Mittwoch im München – trotz der unter dem Strich guten Leistung – die Kehrseite des großen Kraftakts: „Das war jetzt das dritte Spiel in acht Tagen. Das geht an die Substanz.“ Bremerhaven ist Ulms vierter Gegner im Dreitages-Rhythmus, dennoch möchten die Gastgeber nach der ersten Heimneiderlage gegen den Meister in der neuen Spielstätte gleich wieder die nächste Serie starten.



Samstag, 20:00 Uhr
ALBA BERLIN (4) – Artland Dragons (3)
Auf dem Zahnfleisch gehend erlebt auch Quakenbrücks Trainer Stefan Koch seine Artland Dragons, die ohne ihre Topscorer David Holston (grippaler Infekt) und Nathan Peavy (Adduktorenprobleme) am Mittwoch in Gießen nur mit Glück 72:70 siegten: „Man hat gesehen, dass das unser 35. Saisonspiel war und dass wir in der letzten Woche bei unseren Auswärtsreisen nach Franken 27 Stunden im Bus waren.“ Auf der anderen Seite sorgt sich ALBA-Trainer Gordon Herbert weniger um die Physis seiner Albatrosse, obwohl die Berliner beim Pokal-Aus mit ihrer Achterrotation spätestens in der Verlängerung gegen Braunschweigs Zehner-Rotation auch in dieser Hinsicht an ihre Grenzen stießen. Die entscheidenden Fehler sah Herbert indes schon im zweiten Viertel, als es noch keine Müdigkeit als Alibi gab: „Da haben wir aufgehört als Team zu spielen. Das Spiel gegen Artland ist eine gute Chance, es besser zu machen.“



Samstag, 20:00 Uhr:
LTi GIESSEN 46ers (17) – BBC Bayreuth (13)
Drei Gießener Niederlagen in Folge und gar vier in Bayreuth lassen an beiden Standorten die Alarmglocken läuten – so laut, dass beide Trainer sichtlich bemüht sind, Druck abzubauen. „Wenn wir als Mannschaft mit dem Willen und mit der Leidenschaft spielen wie heute, dann schaffen wir den Klassenerhalt“, sagt Gießens Trainer Björn Harmsen nach dem 70:72 in Quakenbrück. Auch Bayreuths Trainer Marco van den Berg sah am Mittwoch trotz der Heimniederlage gegen Würzburg positive Ansätze: „Das war schon besser als vor drei Tagen in Bonn. Wir müssen jetzt alle hinter unseren Jungs stehen, dann wird das schon.“ Vor allem müssen die US-Guards Danny Gibson und Osvaldo Jeanty wieder ihre gewohnte Form finden. Deren Wurfquoten aus dem Feld sind seit ihrer Schützengala gegen Berlin auf unter 30 Prozent gesunken. Das Hinspiel war jedensfalls eine klare Sache für die Bayreuther:



Samstag, 20:00 Uhr:
TBB Trier (15) – Phoenix Hagen (14)
Beide Klubs hatten am Mittwoch spielfrei und können sich entsprechend lange vorbereiten, was beiden Trainern angesichts der Bedeutung dieses Schlüsselduells zweier gefährlich nahe an den Abstiegsplätzen rangierenden Mannschaften gelegen kommen dürfte. „Gegen diesen direkten Gegner in der Tabelle wäre ein Sieg noch wichtiger als der gegen Bayern München“, weiß Triers Trainer Rödl vor dem Wiedersehen mit Ingo Freyer, seinem früheren Teamkameraden aus gemeinsamen Zeiten in Berlin. Taktisch reizvoll an dieser Begegnung ist, dass das Trierer Spiel eindeutig von der Verteidigung lebt, das Hagener mehr von der Offensive getragen wird. Dass dabei nicht unbedingt die Defense triumphiert, war im Hinspiel zu sehen: Das gewann Hagen Anfang November 83:78, wobei alleine Zygimantas Jonusas und T. J. Carter zusammen 46 Punkte erzielten.

Samstag, 20:00 Uhr (live auf Sport1):
FRAPORT SKYLINERS (12) – FC Bayern München (7)
In Frankfurt mag Sportdirektor Kamil Novak gar nicht mehr über die Heimschwäche seiner FRAPORT SKYLINERS sprechen: „Darüber ist schon viel zu viel geredet worden.“ Immerhin haben die SKYLINERS, seit sie in der FRAPORT Arena zu Beginn von links nach rechts anstatt von rechts nach links spielen, schon zwei der vergangenen drei Heimspiele gewonnen und so ihre magere Heimbilanz auf immerhin 3:8 verbessert. Da die Presse solche Geschichten und solche Serien aber liebt, wird auch in München weiter über die Auswärtsschwäche des FC Bayern diskutiert werden. Auch Trainer Dirk Bauermann kann das schon lange nicht mehr hören, wirft aber trotzdem angesichts der Münchener Auswärtsbilanz von 1:9 vor dem Gastspiel am Main ein schönes Bild in die Diskussion: „Wenn man eine große Geduld hat und immer weiter an diesem Ast sägt, dann bricht er auch irgendwann.“ Zumindest eine der beiden unseligen Bilanzen wird über den 23. Spieltag hinaus Bestand haben und weiter für Schlagzeilen sorgen. Für Spannung ist nach dem Hinspielsieg der Bayern mit nur einem Punkt sowieso gesorgt:



Was steht sonst noch auf dem Programm?
Bleiben noch drei Partien übrig, die auch nicht ohne Brisanz sind: So stehen zum Beispiel die EWE Baskets Oldenburg (9) nach ihrer bösen Heimschlappe gegen Bonn am 23. Spieltag bei ihrem Gastspiel bei den zuletzt dreimal in Folge siegreichen WALTER Tigers Tübingen (11) um 20 Uhr gehörig unter Erfolgsdruck. Die Telekom Baskets Bonn (10) stehen um 19:30 Uhr gegen EnBW Ludwigsburg (16) hingegen vor dem Sprung in die Playoff-Ränge – wenn die in der Tabelle vor den Bonnern platzierten Konkurrenten (wie Oldenburg) mitspielen. Angesichts des Gastspiels des Tabellenführers Brose Baskets um 19:30 Uhr beim Tabellenletzten BG Göttingen kommt uns irgendwie der letztjährige Auftritt der Bamberger beim damaligen Schlusslicht Düsseldorf in den Sinn …
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