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Der 25. Spieltag der Beko BBL unter der Lupe: Reichen auch in dieser Saison 19 Siege für die...

Der 25. Spieltag der Beko BBL unter der Lupe: Reichen auch in dieser Saison 19 Siege für die...

Bei zehn ausstehenden Spieltagen beginnt sich in der Punktrunde der Beko BBL allmählich die Spreu vom Weizen zu trennen. Der Tabellenführer Brose Baskets kann am Wochenende mit einem Sieg als erstes Team rechnerisch die Playoff-Teilnahme sicherstellen. Aber auch Ulm, Berlin und Quakenbrück können langsam, aber sicher mit den Planungen für die lukrative Endrunde beginnen. Vor allem um die unteren Playoff-Plätze bahnt sich aber noch ein harter Kampf an.
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Seit der Aufstockung der Liga auf 18 Klubs reichten in der Regel 19 Siege zum Erreichen der Playoffs (die einzige Ausnahme erlebten 2010 die Artland Dragons, die damals wegen eines verlorenen Direktvergleichs mit 19 Siegen nur Neunter wurden). Wenn bedacht wird, dass selbst der Sechste Bremerhaven, der am Samstag (3. März, 20 Uhr) im TV-Spiel der Woche bei ALBA BERLIN Farbe bekennen muss, noch sechs Siege von dieser magischen Marke entfernt ist, wird deutlich, wie sehr gerade die Teams im Mittelfeld schon jetzt unter Erfolgsdruck stehen.

Samstag, 19:00 Uhr:
ratiopharm ulm (2) – New Yorker Phantoms Braunschweig (8)
Trainer Thorsten Leibenath, der 2010 Trainer der Artland Dragons war, traut der Faustregel mit den 19 Siegen verständlicherweise nicht: „Ich bin schon einmal mit 19 Siegen nicht in die Playoffs gekommen. Ich hätte deshalb schon gerne ein, zwei Siege mehr, bevor wir über die Playoffs reden.“ Die Braunschweiger, die 2010 das Team waren, dass den Artland Dragons mit ebenfalls 19 Siegen den letzten Playoff-Platz wegschnappte, wollen noch nicht in die Kalkulationen einsteigen, gegen wen man die noch fehlenden sechs (oder doch sieben?) Siege holen möchte. Ein Erfolg in Ulm würde dabei eher nicht zu den fest eingeplanten Siegen zählen, wäre aber umso wertvoller. „Wir haben alles noch in unserer eigenen Hand,“ betont Trainer Sebastian Machowski, der das Hinspiel am 30. Dezember in Braunschweig in einem hochdramatischen Krimi mit 86:88 verlor. Allerdings zeigten die Ulmer sich zuletzt in Quakenbrück mehr als heiß:



Samstag, 20:00 Uhr (live auf Sport1):
ALBA BERLIN (3) – Eisbären Bremerhaven (6)
ALBA BERLIN bläst mit der griechischen Neuverpflichtung Ioannis Kalampokis zum Endspurt um die beste Playoff-Position. Die Voraussetzungen, nachdem die Artland Dragons überholt wurden, jetzt auch den Zweiten Ulm anzugreifen, scheinen günstig: Die Doppelbelastung aus dem Eurocup fällt ab sofort weg. Außerdem steht für Berlin in den nächsten fünf Wochen nur ein Auswärtsspiel auf dem Programm, was Trainer Gordon Herbert viel Zeit gibt, sein Team für die Playoffs fit zu machen. Dort könnten die Eisbären, die das Hinspiel am ersten Spieltag mit 71:69 gewannen, der erste Berliner Gegner sein. Deren Trainer Douglas Spradley bleibt aber trotz des aktuellen sechsten Platzes auf dem Teppich: „Wir haben noch einen langen Weg und ein schweres Restprogramm vor uns.“ Tatsächlich warten noch sechs Auswärtsspiele und daheim so schwere Brocken wie Bamberg und Quakenbrück auf die Norddeutschen. Bei den Albatrossen sind derweil alle gespannt, wie der unter der Woche in Berlin gelandete Zugang sich präsentiert:



Samstag, 20:00 Uhr
TBB Trier (14) – EWE Baskets Oldenburg (10)
Bis zum Mittwoch war die Trierer 72:105-Schlappe im Hinspiel in Oldenburg die höchste Saisonniederlage der Moselstädter. Ob die Revanche jetzt leichter fällt, nachdem man in Bamberg mit 36:78 noch fürchterlicher unter die Räder gekommen ist? „Solch ein Spiel haben wir in diesem Jahr noch nicht abgeliefert,“ resümierte TBB-Trainer Henrik Rödl und fordert eine Reaktion von seinen Spielern: „Ich bin sicher, dass meine Mannschaft am Samstag ganz anders auftreten wird.“ Angespannte Stimmung herrscht aber auch beim Gegner aus Norddeutschland, der seit dem Hinspiel von sechs Spielen nur zwei (in Hagen und gegen Göttingen) gewonnen hat. Wollen die Oldenburger die Playoffs nicht noch weiter aus den Augen verlieren, ist ein Sieg in Trier geradezu Pflicht, denn danach stehen mit Bremerhaven, Würzburg, Bamberg und Berlin vier Teams von den oberen sechs auf dem Oldenburger Spielplan … und Rickey Paulding sprach beim ALLSTAR-Game noch vom Titel:



Sonntag, 16:00 Uhr:
FC Bayern München (7) – Artland Dragons (4)
Ist der Knoten beim FC Bayern mit dem in Hagen errungenen Auswärtssieg geplatzt? Trainer Dirk Bauermann ist jedenfalls „nicht nur ein Stein, sondern ein ganzer Berg“ vom Herzen gefallen: „Darauf können wir aufbauen.“ Aber jetzt rückt der Ruf des Audi-Domes als „unbezwingbare Festung“ ins Visier der Gegner. Die von manchem in München vielleicht gehegte Hoffnung, dass die Artland Dragons in ihrer zuletzt gezeigten angeschlagenen Form keine Gefahr für den Audi Dome darstellen, erhielt am Dienstag einen Dämpfer, als die Quakenbrücker sich in der EuroChallenge gegen Karsiyaka Izmir schon wieder sehr stabil präsentierten. Elf Assists seines Spielmachers David Holston und die wiedergefundene Treffsicherheit seines Teams (17/38 Dreier) ließen auch bei Stefan Koch vielleicht keinen Berg, aber schon einen Stein vom Herzen fallen: „Wir sind sehr glücklich, dass wir zurückgekommen sind.“ In jedem Fall ist der Tisch gedeckt für eine packende Partie, denn schon das Hinspiel war nicht nur in der Verlängerung mehr als nur spannend:



Sonntag, 17:00 Uhr:
FRAPORT SKYLINERS (11) – Brose Baskets (1)
Bambergs Kantersieg über Trier am Mittwoch war schon der 15. Sieg des Tabellenführers in Folge. Mit einem unhaltbaren P.J. Tucker in Höchstform läuft die Basketballmaschine von Trainer Chris Fleming auch ohne den immer noch verletzten Julius Jenkins weiter auf Hochtouren. Kein anderes Team in der Beko BBL erzielt mehr Punkte und hat bessere Wurfquoten als die Bamberger. Einzig Würzburg kann auf eine noch erfolgreichere Verteidigung verweisen. Vor dem Gastspiel dieses Gegners verbietet sich in Frankfurt die Frage, ob die FRAPORT SKYLINERS angesichts ihrer zuletzt unübersehbar steigenden Form vielleicht doch noch eine Playoff-Chance haben, fast von selbst. Festzuhalten bleibt, dass das Team von Trainer Muli Katzurin auch nach dem 25. Spieltag so oder so näher an den Playoff-Plätzen als an den Abstiegsplätzen rangieren wird.

Sonntag, 17:00 Uhr:
Telekom Baskets Bonn (9) – s.Oliver Baskets Würzburg (5)
Den Bonner Telekom Baskets bleiben vier Tage, um das knappe Verpassen der Playoffs in der EuroChallenge wegzustecken. „Unser Zeitplan für die nächsten Wochen wird deutlich entzerrt,“ findet Trainer Michael Koch dabei schon einmal einen positiven Aspekt. Eine Teilnahme an den Playoffs (plus der Teilnahme am TOP FOUR um den Beko BBL-Pokal) hätte den Bonnern in den nächsten Wochen ein Marathon-Programm auferlegt. Mit mehr Ruhepausen zwischen den Spielen können sich die Bonner jetzt voll auf das Erreichen der nationalen Playoffs konzentrieren. Das Heimspiel gegen die s.Oliver Baskets ist dabei ein richtungweisendes Schlüsselspiel mit einem kleinen Fragezeichen hinter Jared Jordan: Der Spielmacher erhielt im letzten Europapokaleinsatz einen Schlag aufs Knie.

Auch am Tabellenende zählt jetzt jeder Sieg
Genauso wie im Kampf um die Playoffs-Tickets biegt am 25. Spieltag auch der Kampf um den Klassenerhalt auf die Zielgerade ein. Ein Heimspiel gegen BBC Bayreuth (13) ist für die BG Göttingen (18) am Samstag (19:30 Uhr) sicher so etwas wie der letzte Hoffnungsfaden, an den sich das Team von Trainer Michael Meeks noch klammern kann. Und die Chancen auf einen Sieg sind gegeben, denn Bayreuth verlor zuletzt deutlich:



Vor einer schwierigen Aufgabe steht das schon seit fünf Spielen sieglose Phoenix Hagen (15) am Samstag (20 Uhr) auswärts bei den WALTER Tigers Tübingen (12). Das ultimative Kellerderby steht zur gleichen Zeit (Samstag, 20 Uhr) in der Gießener Sporthalle Ost zwischen den LTi GIESSEN 46ers (17) und EnBW Ludwigsburg (16) auf dem Programm. Während die Gießener auf ihre Kulisse und den neuen Spielmacher Al Nolen hoffen, zieht Ludwigsburgs Trainer Steven Key großen Optimismus aus der starken Leistung bei der knappen Niederlage gegen Berlin am vergangenen Wochenende: „Wir haben als Mannschaft einen großen Schritt nach vorne gemacht.“ Der US-Amerikaner weiß, worum es am Tabellenende geht: In der letzten Saison führte er als „Feuerwehr-Coach“ die Gießener ans rettende Ufer und will das jetzt mit Ludwigsburg wiederholen … und das letzte Spiel von Gießen in Bamberg war ein Desaster:

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