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Der 26. Spieltag der Beko BBL unter der Lupe: Kampf um die Playoffs wird härter

Der 26. Spieltag der Beko BBL unter der Lupe: Kampf um die Playoffs wird härter

Ein Sieg über Phoenix Hagen genügte den Telekom Baskets Bonn am Mittwoch in einem vorgezogenen Spiel des 27. Spieltags, um in der Tabelle der Beko BBL einen großen Sprung vom zehnten auf den siebten Platz und damit in die Playoff-Ränge zu machen. Auch am 26. Spieltag steht vor allem der Kampf um die Plätze für die Postseason im Fokus. Das muntere Wechselspiel auf den unteren Playoff-Rängen geht in die nächste Runde – mit dabei sind nach ihrem Sieg über den Tabellenführer Bamberg auch die FRAPORT SKYLINERS.
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Samstag, 17:00 Uhr:
BBC Bayreuth (13) – TBB Trier (14)
Bei einem Gegner, der seit der Allstar-Spielpause keine Bäume ausgerissen hat (2:5 ist die Bilanz nach zwei glücklichen Siegen in Gießen und Göttingen), bietet sich den Trierern die Chance, mit einem Sieg einen großen Schritt raus aus der Abstiegszone zu tun. „Auswärts ist es immer schwer zu gewinnen“, weiß Triers Trainer Henrik Rödl allerdings und spricht aus Erfahrung, denn sein Team hat erst zwei Auswärtsspiele gewonnen: „Aber gerade nach dem wichtigen Heimsieg gegen Oldenburg müssen wir unser Hauptaugenmerk jetzt umso mehr darauf richten, endlich auch mal wieder auswärts zu gewinnen.“ Für Bayreuths Trainer Marco van den Berg hängen die jüngsten Niederlagen vor allem mit der Verletzungsmisere zusammen: „Das hat uns vor allem auf den kleinen Positionen wehgetan. Umso glücklicher bin ich, dass wir wieder auf Tyler Smith zählen können.“ In Trier dagegen wird gehofft, dass Andreas Seiferths Hochform anhält (12,7 PPG und 4,0 RPG in den vergangenen drei Spielen) … auch wenn er dann – wie nach dem Sieg gegen Oldenburg - wieder die „Humba“ dirigieren müsste:



Samstag, 19:00 Uhr:
Phoenix Hagen (16) – ratiopharm ulm (2)
Kein Team in der Liga nimmt mehr Dreier als Phoenix Hagen (25 pro Spiel). An guten Tagen können sie damit jeden Gegner schocken. Auch am Mittwoch in Bonn jagten sie mit einer 45-prozentigen Quote aus der Distanz den Telekom Baskets einen gehörigen Schrecken ein, aber zum Sieg reichte es – wie in den sechs Spielen davor – trotzdem nicht. Nach sieben Niederlagen in Folge ist es auch kein Trost, dass keine davon hoch war. Wenn man auf dem drittletzten Platz, punktgleich mit dem Vorletzten, in akuter Abstiegsgefahr schwebt, helfen nur Siege weiter. Mit den Ulmern um den früheren Hagener Per Günther kommt nun am Samstag ausgerechnet in dieser kritischen Phase das stärkste Reboundteam der Liga in die Enervie-Arena (eine Statistik, in der Hagen mit zuletzt 24:41 Rebounds in Bonn nicht gerade glänzte),das zuletzt einen Sieg gegen Braunschweig landen konnte:



Samstag, 19:00 Uhr
s.Oliver Baskets (5) – EWE Baskets Oldenburg (8)
Oldenburgs Geschäftsführer hatte sich seinen 60. Geburtstag sicher anders vorgestellt. Aber vielleicht hat er mit der Beförderung von Assistenztrainer Ralph Held zum Headcoach den EWE Baskets und sich selber ein Geschenk gemacht, an dem alle noch viel Freude haben werden? Am Dienstag beim furiosen 96:76 im Nachholspiel gegen die Eisbären Bremerhaven spielten die Oldenburger jedenfalls wie befreit auf. Vor allem fiel auf, dass Held die Oldenburger Bankspieler viel mehr nutzte als sein bisheriger Chef. Dennoch wird bei den "Donnervögeln" in der nächsten Zeit bestimmt immer mal wieder an Predrag Krunic und "seine" Meisterschaft von 2009 zurück gedacht werden:



Mehr Vertrauen in die komplette Rotation Oldenburgs könnte auch in Würzburg gegen die zermürbende Defense der s.Oliver Baskets der Schlüssel zum Erfolg sein. In Würzburg weiß Trainer John Patrick, dass sein Team bezüglich der Playoff-Teilnahme bei einem hammerharten Restprogramm noch nicht auf der sicheren Seite ist: Das Oldenburger Gastspiel ist das erste von nur noch drei Heimspielen.

Samstag, 20:00 Uhr:
ALBA BERLIN (3) – FRAPORT SKYLINERS (11)
Wer bisher noch nicht erkannt hatte, dass bei den FRAPORT SKYLINERS der Knoten endlich geplatzt ist, der ist spätestens seit den Frankfurter Siegen über Bayern München und die an diesem Tag wenig meisterlichen Brose Baskets schlauer.



„Meine Spieler haben verstanden, dass wir ein Team sind, welches sich über die Verteidigung in die Spiele reinbeißen muss“, sagt Trainer Muli Katzurin. Tatsächlich erlauben die Frankfurter ihren Gegnern nur 69,5 Punkte pro Spiel. Das ist der drittbeste Wert in der Beko BBL. „Sie schaffen es, den Gegner ins Halbfeld zu zwingen“, sieht ALBA-Trainer Gordon Herbert zwar auch die Defense als die große Frankfurter Stärke, traut der Statistik aber nicht über den Weg: „Gute Defense misst man nicht an den gegnerischen Punkten. Wenn es danach geht, spielen wir die viertbeste Verteidigung in der Liga. Ich bin aber überhaupt nicht glücklich über unsere Defense.“

Samstag, 20:00 Uhr (live auf SPORT1):
EnBW Ludwigsburg (17) – FC Bayern München (6)
„Geplatzter Knoten“ ist auch das Motto beim FC Bayern München nach dem Auswärtssieg in Hagen. In Ludwigsburg folgt aber nun die Nagelprobe. „Diese Mannschaft versteht mehr und mehr wie sie zu spielen hat, um erfolgreich zu sein. Es wird so etwas wie eine Identität sichtbar,“ fährt Bayern-Trainer Dirk Bauermann optimistisch ins Schwabenland. In Ludwigsburg kann man das lukrative Gastspiel der Bayern gar nicht so recht genießen. Zu sehr steht man nach der Niederlage in Gießen auf dem vorletzten Tabellenplatz unter Druck. „Wenn ihr so weiter spielt, werdet ihr nicht absteigen,“ hatte Marco Baldi, als Spieler einst für Ludwigsburg aktiv, den Schwaben nach Berlins 83:78 in Ludwigsburg vor zwei Wochen noch Mut gemacht. Aber beim 61:63 in Gießen knüpfte das Team von Trainer Steven Key eben nicht dort an: „Wir hatten unsere Chance, aber mit 20 Ballverlusten kann man nicht gewinnen.“



Zwei Spiele am Freitag, zwei am Sonntag
Los geht der 26. Spieltag bereits am Freitag (19:30 Uhr) mit den Begegnungen New Yorker Phantoms Braunschweig (10) gegen LTi GIESSEN 46ers (15) und Artland Dragons (4) gegen BG Göttingen (18). Während es für die Quakenbrücker darum geht, Fahrt für die am Dienstag beginnenden Playoffs in der EuroChallenge aufzunehmen, ist für die Braunschweiger mit Blick auf das Gerangel um die Playoff-Plätze ein Heimsieg gegen den schwächer platzierten Gegner eigentlich Pflicht.

Am Sonntag setzen die Begegnungen Eisbären Bremerhaven (9) – Telekom Baskets Bonn (7) um 16 Uhr und Brose Baskets (1) – WALTER Tigers Tübingen (12) um 17 Uhr den Schlusspunkt unter den 26. Spieltag. Richtungweisend ist dabei das Duell in Bremerhaven. Die Eisbären haben von ihren letzten vier Spielen drei verloren, die Telekom Baskets drei gewonnen. In eigener Halle stehen damit vor allem die Norddeutschen unter Erfolgsdruck, wenn sie die Playoffs nicht weiter aus den Augen verlieren wollen. Noch so ein Spiel wie in Berlin – toll gespielt, Respekt gewonnen, aber verloren – hilft Doug Spradleys Team von der Küste nicht weiter:

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