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Der 29. Spieltag unter der Lupe: Berlin gegen München mit 693 Länderspielen - unten Klassenkampf...

Der 29. Spieltag unter der Lupe: Berlin gegen München mit 693 Länderspielen - unten Klassenkampf...

Wenn ein Spieltag auf den ersten April fällt, muss man stets mit der einen oder anderen überraschenden Pressemeldung rechnen, die sich später als Aprilscherz entpuppt. Die meisten Klubs dürften am sechstletzten Spieltag aber andere Sorgen haben als sich Aprilscherze auszudenken, denn es steht für sie einfach zu viel auf dem Spiel. An der Tabellenspitze haben erst drei Teams ihr Playoff-Ticket sicher in der Tasche, im Mittelfeld rechnen sich die Mannschaften bis hinunter zum elften Platz noch Playoff-Chancen aus und am Tabellenende kämpfen vier Teams um den Klassenerhalt.
Samstag, 19:00 Uhr:
s.Oliver Baskets (6) – Eisbären Bremerhaven (10)
Zwar haben die s.Oliver Baskets nur noch zwei Heimspiele in der Punktrunde, aber Siege in diesen beiden Spielen (gegen Bremerhaven und Gießen) würden dem Aufsteiger ausreichen, um sich für die Playoffs zu qualifizieren. Dementsprechend ist die s.Oliver-Arena für das Schlüsselspiel gegen die Eisbären schon seit Wochen ausverkauft. Kritischer ist die Situation bei den Eisbären, die vor der Pokalpause mit fünf Niederlagen innerhalb von nicht einmal drei Wochen vom sechsten auf den zehnten Rang abgestürzt sind. Waren die vielen Spiele innerhalb kurzer Zeit für den vergleichsweise eng gestrickten Bremerhavener Kader zu viel? Eisbären-Trainer Douglas Spradley setzt darauf, dass sein Team nach der zweiwöchigen Spielpause noch einmal die Playoff-Plätze angreifen kann: „Der Akku dürfte mittlerweile bei allen Jungs wieder aufgeladen sein.“ Das wird aber auch nötig sein, denn die Würzburger Arbeitertruppe möchte wieder punkten nach der Niederlage in Berlin:



Samstag, 19:30 Uhr:
New Yorker Phantoms Braunschweig (7) – EnBW Ludwigsburg (17)
EnBW Ludwigsburg hat im Abstiegskampf zuletzt mit dem souveränen 91:72-Sieg über Bayreuth, bei dem gleich sieben Spieler zweistellig punkteten, neue Hoffnung geschöpft. Außerdem half der Sieg, die hochschlagenden Wogen zu glätten, die aufgekommen waren nachdem Steven Key Spielmacher Jerry Green auf die Tribüne verbannt hatte. Der EnBW-Trainer, der in jedem Spiel einen seiner acht Ausländer draußen lassen muss, setzt im Spielaufbau lieber auf die schnelleren Mark Dorris und Anthony Fischer. In Braunschweig treffen die Schwaben auf einen durch Verletzungen und Krankheiten angeschlagenen Gegner, den die „Mission Impossible“ am Beko BBL Pokal TOP-FOUR eher zurückgeworfen als beflügelt hat. Die vergangene Woche stand deshalb in Braunschweig ganz im Zeichen der Regeneration.

Samstag, 20:00 Uhr:
LTi GIESSEN 46ers (15) – EWE Baskets Oldenburg (9)
In Gießen hat man nach der Niederlage in Göttingen erkannt, was die Stunde geschlagen hat. Die 46ers mobilisieren jetzt ihren letzten, aber in Heimspielen ohne Frage größten Trumpf: Ihre lautstarken Fans. Unter dem Motto „Ihr für uns, wir für Euch!“ subventionieren die Spieler aus der Mannschaftskasse die Tickets für die letzten drei Heimspiele gegen Oldenburg, Trier und Bonn, in denen die Gießener die Grundlage für den Klassenerhalt schaffen wollen. „Gerade im letzten Heimspiel gegen München haben wir eine so unglaubliche Atmosphäre gehabt, die noch mal ein paar Extra-Prozent aus allen herausgeholt hat“, hofft Trainer Björn Harmsen, dass die „Osthalle“ sein Team gegen die Oldenburger, die sich ihrerseits mit Rückkehrer Jannik Freese im Kampf um die Playoffs auch keinen Ausrutscher mehr erlauben dürfen, zum Sieg peitschen wird.



Samstag, 20:00 Uhr (live auf Sport1):
ALBA BERLIN (3) - FC Bayern München (5)
Dass beide Kader zusammen 693 Länderspiele vorweisen können, sollte eigentlich als Qualitätsmerkmal für dieses Spiel reichen. Zudem ist das TV-Spiel der Woche sicher das brisanteste des 29. Spieltags und das in vielerlei Hinsicht. Zum einen prallen hier mit den zuletzt zehnmal am Stück erfolgreichen Berlinern und den immerhin schon fünf Siege in Folge aufweisenden Münchenern zwei Teams der Stunde aufeinander. Eine Serie muss also enden! Trainer Dirk Bauermann bringt dabei mit Steffen Hamann, Demond Greene, Aleksandar Nadjfeji und Jan Jagla gleich vier ehemalige Albatrosse mit in die O2 World. Dazu kehrt auch Münchens Sportdirektor Marko Pesic erstmals in seiner neuen Funktion an seine alte Wirkungsstätte zurück. Interesse findet sicher auch das Duell der beiden Spielmacher der Nationalmannschaft, Heiko Schaffartzik und Steffen Hamann, nachdem letzterer in einem Interview mit der Bild-Zeitung einen möglichen Rücktritt vom angekündigten Rücktritt aus dem Nationalteam angedeutet hat. Im Hinspiel, bei dem Berlin als bisher einziger Bundesligist mit 85:79 die Punkte aus dem Audi-Dome entführte, gab indes DaShaun Wood mit 27 Punkten den Ton an. Berlins Trainer Gordon Herbert erwartet am Samstag nach den zuletzt starken Leistungen von Chevon Troutman und Jared Homan indessen eher eine „Schlacht unter den Körben“. Homan debütierte seinerzeit gegen ALBA in der Beko BBL und ist mittlerweile viel besser ins Team integriert als im Hinspiel:



Sonntag, 15:00 Uhr:
FRAPORT SKYLINERS (11) – ratiopharm Ulm (2)
Die Frankfurter beziehen traditionell vor den Playoffs ein Trainingslager auf Mallorca. In diesem Jahr zog Trainer Muli Katzurin den Ausflug um ein paar Wochen vor. Schließlich müssen sich die FRAPORT SKYLINERS die Teilnahme an der Endrunde erst noch verdienen, was alles andere als einfach wird. Mit einem Sieg (und zwei Niederlagen) Rückstand auf die Plätze sieben und acht dürfen sich die Hessen keinen Fehltritt wie gegen Göttingen mehr erlauben, wenn sie nicht in fünf Wochen schon wieder im Flieger sitzen wollen – dann aber in den richtigen Sommerurlaub. Gut erholt und vielleicht auch mit ein paar frisch einstudierten Überraschungen im Gepäck empfangen die Frankfurter am Sonntag einen Gegner, der sich beim TOP FOUR in Bonn auf Augenhöhe mit den Brose Baskets präsentierte:



Sonntag, 17:00 Uhr:
Brose Baskets (1) – Phoenix Hagen (16)
Seit der 63:65-Niederlage im ersten Finalspiel 2010 gegen die Frankfurter Skyliners haben die Brose Baskets in Bundesliga- und Playoff-Spielen 40 Heimsiege in Folge gesammelt. Wenn jetzt ausgerechnet Phoenix Hagen diese Serie am ersten April kappt, wäre das schon ein Ding und sehr aprilscherzverdächtig. Hagens Trainer Ingo Freyer, der schon am Mittwoch beim Nachholspiel in Berlin seinen angeschlagenen Topscorer T. J. Carter schonte („In einem wichtigen Spiel hätte er sicher gespielt“), hat den Fokus aber schon ganz auf den dann folgenden Spielen: „Nach Bamberg haben wir fünf ganz wichtige Spiele um den Klassenerhalt und sind, glaube ich, dafür ganz gut aufgestellt.“ Auch der 41. Bamberger Heimsieg wird das demonstrative Selbstvertrauen des Hagener Trainers also nicht erschüttern können, aber so eine Klatsche wie zuletzt in Berlin muss es trotzdem nicht sein:



TBB Trier mit mehr als 450 Fans zum „Klassiker“ nach Bonn
Mit nur noch sehr geringen Chancen auf den Klassenerhalt startet die BG Göttingen (18) ihre Abschiedstournee aus der Beko BBL am Samstag (20 Uhr) bei den WALTER Tigers Tübingen (12), die mit ihrer Niederlage in Trier am vergangenen Spieltag wohl ihre letzte Playoff-Chance verspielt haben. TBB Trier (14) wiederum dürfte mit zehn Siegen bezüglich des Klassenerhalts allmählich auf der sicheren Seite sein. Dass die Moselstädter mehr als 450 Fans nach Bonn mitnehmen, deutet aber darauf hin, dass man trotzdem mit großen Ambitionen zum „Klassiker“ in den Telekom-Dome reist, wo die Telekom Baskets (8) sich im Kampf um die Playoff-Teilnahme keinen Ausrutscher erlauben dürfen und damit vielleicht sogar mehr unter Druck stehen als die Gäste. Eine ähnliche Konstellation gibt es zeitgleich (Sonntag, 17 Uhr) in Bayreuth. BBC Bayreuth (13) ist mit 11:17 Siegen jenseits von Playoffs und Abstieg, während die Artland Dragons in der Wagnerstadt ihre Playoff-Teilnahme endgültig unter Dach und Fach bringen wollen.

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