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Der 34. Spieltag unter der Lupe: Endspiele um den Klassenerhalt und um den letzten Playoff-Platz

Der 34. Spieltag unter der Lupe: Endspiele um den Klassenerhalt und um den letzten Playoff-Platz

Am letzten Spieltag der regulären Saison 2011/2012 stehen vor allem zwei Endspiele im Blickpunkt: Im von SPORT1 live übertragenen TV-Spiel spielen Phoenix Hagen und die LTi GIESSEN 46ers im direkten Duell den zweiten Absteiger unter sich aus. In Bonn kämpfen die Telekom Baskets und die FRAPORT SKYLINERS um den letzten noch freien Platz in den Playoffs.
Alle Spiele dieses 34. Spieltags beginnen dem Reglement entsprechend zeitgleich am Samstag (28. April) um 20 Uhr. Vor diesem letzten Spieltag sind noch folgende Playoff-Paarungen möglich:

(1) Bamberg – Bonn/Braunschweig/Frankfurt
(2) Ulm/Berlin – Braunschweig/Frankfurt
(3) Berlin/Ulm – Würzburg
(4) Quakenbrück – München

Samstag, 20:00 Uhr:
ratiopharm ulm (2) – s.Oliver Baskets (6)
Würzburg steht bereits als Tabellensechster fest, aber Ulm muss seinen zweiten Platz mit einem Sieg verteidigen. Das Spiel entscheidet somit darüber, auf welchen Gegner beide Klubs im Playoff-Viertelfinale treffen. Gewinnt Ulm zu Hause (wie zuletzt gegen Trier - siehe Video unten), bekommen es die Würzburger mit ALBA BERLIN zu tun und Ulm trifft auf Braunschweig oder Frankfurt. Verlieren hingegen die Ulmer dieses Spiel, dann würden sie – bei einem gleichzeitigen Berliner Heimsieg – auf den dritten Platz zurückfallen und damit in den Playoffs auf eben diese Würzburger treffen. Für die Würzburger ergibt sich somit eine aufschlussreiche Generalprobe: Man fährt nach Ulm und wenn es dort gut läuft, darf man gegen denselben Gegner, der einem dann ja offenbar liegt, in den Playoffs ran.

Geht man hingegen in Ulm baden, dann werden die s.Oliver Baskets vielleicht sogar froh sein, diesem Gegner im Viertelfinale aus dem Weg zu gehen. „In Ulm werden wir wieder mit unserer besten Formation spielen“, sagt Trainer John Patrick. Das deutet auf eine Rückkehr von Center Jason Boone an, ohne den die Würzburger am letzten Spieltag große Schwächen beim Rebound offenbarten und den man gerade in Ulm gegen MVP John Bryant gut wird gebrauchen können. Auf der anderen Seite muss Ulms Trainer Thorsten Leibenath die Hiobsbotschaft verkraften, dass Rocky Trice bis zum Saisonende ausfällt. Umso wichtiger wird es für die Ulmer sein, den mit dem Heimvorteil im Halbfinale verbundenen zweiten Platz zu verteidigen.



Samstag, 20:00 Uhr:
ALBA BERLIN (3) – New Yorker Phantoms Braunschweig (7)
Beide Mannschaften haben ihr Playoff-Ticket in der Tasche, aber es geht noch um die genaue Platzierung. Die Frage, ob Berlin als Zweiter oder Dritter in die Endrunde geht, hält ALBA-Trainer Gordon Herbert mit dem Verweis auf frühere Playoffs für zweitrangig. „Viel relevanter ist, in welcher mentalen und physischen Verfassung ein Team in diese Spiele geht.“ Trotzdem wird Herbert sich natürlich nicht beschweren, wenn ALBA am Samstag mit einem Sieg über Braunschweig und einer gleichzeitigen Ulmer Niederlage gegen Würzburg doch noch auf den zweiten Platz vorrückt. Der Gegner der Hauptstädter hieße dann Frankfurt (wenn die Hessen in Bonn gewinnen) oder Braunschweig (wenn Bonn gewinnt). Bleibt Berlin Dritter, stehen in einer Woche die s.Oliver Baskets als erster Playoff-Gegner in der Berliner o2 World - eine Paarung, bei der es diese Saison bereits Diskussionen gegeben hatte.

Die Braunschweiger können ihren siebten Platz, der sie im Viertelfinale auf Ulm oder Berlin treffen ließe, nicht mehr verbessern, müssen aber eventuell (wenn Frankfurt in Bonn gewinnt) am Samstag in der o2 World gewinnen, um nicht auf den achten Platz zurückzufallen und gleich in der ersten Playoff-Runde auf Bamberg zu treffen. Dass die Braunschweiger in Berlin gewinnen können, haben sie vor zehn Wochen mit ihrem 95:89 nach Verlängerung in der Pokal-Qualifikation bewiesen (siehe Highlights unten). Aber im Pokal herrschen bekanntlich andere Gesetze und die Berliner werden Vorkehrungen treffen, um nicht noch einmal von ihrem früheren Allrounder Immanuel McElroy und den Phantoms überrumpelt zu werden. In der Bundesliga hat Berlin zuletzt 1991 ein Punktspiel in eigener Halle gegen Braunschweig verloren.



Samstag, 20:00 Uhr:
Telekom Baskets Bonn (8) – FRAPORT SKYLINERS (9)
Durch die Bonner Niederlage am Mittwoch im Nachholspiel in Braunschweig ist die Ausgangslage sehr übersichtlich geworden: Der Sieger dieses Spiels sichert sich die Playoff-Teilnahme. Bonn wäre dann Achter und würde auf Bamberg treffen. Frankfurt wäre bei einer Braunschweiger Niederlage in Berlin sogar Siebter und bekäme es dann mit Ulm oder Berlin zu tun. Richtig hart wird es hingegen für den Verlierer. Für den ist die Saison nämlich definitiv zu Ende. Vor Tim Ohlbrechts Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte wirkt die Stimmung in beiden Lagern zusätzlich angespannt, weil sowohl Bonn (in Braunschweig) als auch Frankfurt (gegen Tübingen) ihre Chancen, sich vorzeitig zu qualifizieren, nicht genutzt haben und mit einem Negativerlebnis im Hinterkopf in dieses „Endspiel“ gehen.

Welchem Trainer gelingt es besser, sein Team bis zum Samstag wieder aufzubauen? Michael Koch benötigte dafür im Dezember nur drei Tage, als der Bonner 84:101-Heimpleite gegen Ulm ein 86:78-Sieg in Berlin folgte. Im März folgten der Bonner Heimniederlage gegen Würzburg innerhalb einer Woche klare Siege gegen Hagen und in Bremerhaven. Aber auch Muli Katzurin versteht es, den Schalter umzulegen: Im Februar bildete eine 70:76-Niederlage in Bremerhaven das Signal zu Frankfurter Siegen gegen München und Bamberg. Im März folgten der Heimpleite gegen Göttingen Siege in Quakenbrück und gegen Ulm. Das Gesetz der Serie spricht für Bonn: Die letzte Heimniederlage gegen Frankfurt gab es am 1. Januar 2005, zudem wurde das Hinspiel in Frankfurt bereits gewonnen:



Samstag, 20:00 Uhr (live auf Sport1):
Phoenix Hagen (16) – LTi GIESSEN 46ers (17)
Da hat das Computerprogramm, welches in dieser Saison zum ersten Mal den Spielplan der Beko BBL erstellt hat, einen guten Riecher gehabt. Ein echtes „Endspiel“ zweier Traditionsstandorte der Liga um den Klassenerhalt beschert der Punktrunde 2011/12 einen an Dramatik nicht mehr zu überbietenden Schlusspunkt. Zwar gehen die Westfalen mit einem Sieg mehr in den letzten Spieltag. Aber im Falle einer Niederlage nützt ihnen das nichts, denn den direkten Vergleich gegen die LTi GIESSEN 46ers hätten sie dann genauso verloren wie alle noch möglichen Dreier- und Vierervergleiche, die sich ergeben, wenn auch Trier und/oder Ludwigsburg am Samstag verlieren. Der Rechenschieber kann also in der Schublade bleiben: Der Sieger bleibt erstklassig, der Verlierer steigt ab und kann allenfalls noch eine Wildcard beantragen und beten.

Beide Teams gehen mit mehreren angeschlagenen Akteuren ins Spiel. Dass bei den Gießenern,die das Hinspiel für hatten für sich entscheiden können (siehe Spielbericht unten) mit Center Elvir Ovcina und Spielmacher Radenko Pilcevic zwei Schlüsselspieler gehandicapt sind, könnte Phoenix Hagen mit seiner Verstärkung Davin White (der Point Guard ist Hagens Topscorer mit 17 Zählern pro Spiel) vor allem auf der Position eins einen Vorteil verschaffen. Gießens Trainer Björn Harmsen sieht seine LTi 46ers trotzdem nicht unbedingt in einer Außenseiterrolle: „Beide Teams stehen letztendlich vor der gleichen Situation. Sie müssen gewinnen. Und wenn es am Ende einer langen Saison zwischen zwei Teams zu einem solchen Endspiel um den Klassenerhalt kommt, dann wird die eine nicht deutlich besser sein als die andere.“



Göttinger Abschiedsvorstellung in Trier
Die nach vier Erstligajahren in die ProA abgestiegene BG Göttingen verabschiedet sich am Samstag (20 Uhr) mit einem Auswärtsspiel bei TBB Trier aus der Beko BBL. In Oldenburg verabschieden sich – natürlich nur für einen Sommer – die EWE Baskets und EnBW Ludwigsburg aus der Saison 2011/12. Titelverteidiger Brose Baskets (gegen BBC Bayreuth), der FC Bayern München (gegen die Eisbären Bremerhaven) und die Artland Dragons (zu Gast bei den WALTER Tigers Tübingen) können unterdessen den letzten Spieltag nutzen, um sich stressfrei für die Playoffs warm zu spielen.
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