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Der 5. Spieltag der Beko BBL unter der Lupe: Heiko gegen Per, Bamberg plant Frustabbau,...

Der 5. Spieltag der Beko BBL unter der Lupe: Heiko gegen Per, Bamberg plant Frustabbau,...

Protzerei liegt uns fern, aber der fünfte Spieltag bietet wirklich ein amtliches Programm: der amtierende und letztjährige MVP treffen aufeinander, dazu gibt es mit Heiko gegen Per das Duell der Point Guards aus der Nationalmannschaft, das „Koch-Duell“ in Bonn, die Ballermänner gegen die Verteidigungskünstler bei Hagen gegen Trier, Trikottausch der Power Forwards in Bremerhaven und der Meister möchte sich nach drei Niederlagen in Serie (Barca, Artland, Istanbul) gegen den MBC den Frust von der Seele ackern.

Sa, 19:00 Uhr: ALBA BERLIN (2:0) - ratiopharm ulm (3:1)


In der letzten Saison hielt diese Begegnung nicht was sie verspricht, weil Ulms Star-Center John Bryant grippekrank zuschauen musste. Prompt kassierten die Ulmer in ihrem einzigen Saisonspiel ohne „Big John“ ihre höchste Saisonniederlage (89:58). Am Samstag steht die Neuauflage an – diesmal – toi, toi, toi – mit dem MVP, der sich anschickt, seine im letzten Jahr schon bärenstarken Statistiken noch zu toppen. Mit im Schnitt 19,8 Punkten (5,7 mehr als im letzten Jahr), 12,8 Rebounds (3,6 mehr als 2011/12) und 3,3 Blocks (plus 2,0) war Ulms Center der mit Abstand effektivste Spieler der ersten vier Spieltage in der Beko BBL.

Auf der anderen Seite sorgt sein MVP-Vorgänger Dashaun Wood derzeit an der Spree für positive Schlagzeilen. Viele hatten ja geunkt, der US-Guard werde unter dem serbischen Trainer Sasa Obradovic nicht klar kommen, doch das genaue Gegenteil scheint der Fall zu sein. Aus deutscher Sicht natürlich besonders interessant ist das Duell der beiden Spielmacher der Nationalmannschaft, die sich am letzten Wochenende für das Spitzenspiel schon einmal warmgemacht haben: Per Günther war mit 21 Punkten Ulms Topscorer gegen Würzburg, Heiko Schaffartzik führte ALBA gegen Hagen mit 19 Zählern an und initiierte mit seiner Dreiern am Donnerstag ALBAs Comeback in der Euroleague.

Sa, 19:00 Uhr: Phoenix Hagen (2:2) – TBB Trier (2:1)


Im letzten Jahr war das ein Schlüsselspiel im Abstiegskampf, mit dem beide Mannschaften in dieser Saison – gemessen an den ersten Resultaten zu Recht - möglichst nichts zu tun haben wollen. Ingo Freyer und Henrik Rödl, einst bei ALBA als Spieler vereint, stehen als Trainer in Hagen und Trier einmal mehr vor der Aufgabe, ein fast komplett neues Team aufzubauen und setzten dabei – wie in den Vorjahren – ganz unterschiedliche Akzente. Während Freyers Hagener (mit im Schnitt 79,3 erzielten Punkten Nummer vier in der Beko BBL) ihr Heil vor allen in ihrer schnellen Offensive suchen, vertrauen Rödls Trierer (mit 65,7 gegnerischen Punkte pro Spiel Nummer drei in der Liga) auf ihre Verteidigung.

Sa, 19:00 Uhr: FC Bayern München (2:2) – Neckar RIESEN Ludwigsburg (2:2)


Nach ihrem Traumstart, der sie am zweiten Spieltag sogar an die Tabellenspitze führte, ist bei den Neckar RIESEN Ernüchterung eingekehrt. „Wenn wir so verteidigen wie am Mittwoch gegen Oldenburg, dann haben wir ein Problem“, sagt Trainer Steven Key. Bei den Münchenern reicht ein mühsamer Sieg beim MBC selbstverständlich nicht aus, um von einem Ende des Fehlstarts zu reden. Wenn Sportdirektor Marko Pesic „noch viel Luft nach oben“ fallen einem sofort gleich mehrere Namen ein, die sich da angesprochen fühlen dürfen, angefangen bei Yotam Halperin (Foto) über Center Jared Homan, der nach seiner im TV dokumentierten Ellbogen-Einlage sicher unter besonderer Beobachtung steht, bis hin zu Robin Benzing, der trotz „Scorer-Gen“ in Weißenfels eine Nullnummer hinlegte. Vergangenes Jahr gab es in der regulären Saison nur eine Heimniederlage (gegen Berlin), nun sind es bereits zwei – Für die Bayern-Fans wird es Zeit, dass der Audi Dome wieder zur Festung wird.

Sa, 19:30 Uhr: New Yorker Phantoms Braunschweig (1:3) – BBC Bayreuth (4:0)


Nach ihrem enttäuschenden Saisonstart fühlen sich die Braunschweiger in der Pflicht, Wiedergutmachung zu leisten und welcher Gegner gäbe ein besseres Objekt dafür ab als der überraschende Tabellenführer BBC Bayreuth mit dem ehemaligen Phantom Jason Cain (Foto)? Dass die Bayreuther nach vier Tagen ohne Niederlage die Tabelle anführen, überrascht umso mehr, weil sie nach dem verletzungsbedingten Ausfall ihres Guard-Duos Kevin Hamilton und Nate Rohnert improvisieren mussten.

Trainer Marco van den Berg löste das Problem, indem er seine beiden jungen Deutschen Guards Nico Simon und Simon Schmitz in die Startposition hob und damit voll ins Schwarze traf. Wann gab es zuletzt in der Beko BBL einen von einem jungen deutschen Guard-Duo angeführten Tabellenführer? Braunschweigs Trainer Kostas Flevarakis blickt gleichwohl vor allem auf den Frontcourt, wo die Bayreuther mit Center Gary McGhee und Power Forward Joe Trapani ihre besten Punktesammler haben, während die Braunschweiger wahrscheinlich ohne ihren verletzten Big Man Harding Nana auskommen müssen.

Sa, 20:00 Uhr: WALTER Tigers Tübingen (0:3) – LTi GIESSEN 46ers (1:3)


Genährt von starken Auftritten in der Preseason träumten die Tübinger von einer sorgenlosen Saison. Manche Beobachter kürten die Tübinger sogar zum Geheimtip. Die Realität sieht nach den ersten Spielen jedoch anders aus und erinnert fatal an den 0:6-Fehlstart der letzten Saison. Gegen die Gießener ruhen in Tübingen umso größere Hoffnungen auf das sich mögliche Comeback ihres schmerzlich vermissten US-Guards Vaughn Duggins. Auch die Gießener sind in ihren ersten Spielen hinter ihre Erwartungen zurückgefallen und treten die Reise nach Tübingen zudem dezimiert an. Center Ben Ortner folgte kurzfristig einem Angebot des Europaligisten Siena und der Einsatz von LaQuan Prowell ist wegen einer Handverletzung fraglich.

So, 17:00 Uhr: s.Oliver Baskets (2:2) – EWE Baskets Oldenburg (3:1)


Ausgerechnet die beiden „Ehemaligen“ - bei den Oldenburgern der Ex-Würzburger Chris Kramer und bei den s.Oliver Baskets der ehemalige Oldenburger Chris McNaughton – müssen bei diesem Duell zuschauen. Während der Oldenburger Headcoach Sebastian Machowski mit der nachträglichen Verpflichtung von Mustafa Abdul-Hamid bereits gehandelt hat (Foto), zögert Würzburgs Manager Jochen Bähr noch, zumal die mögliche Nachverpflichtung ja einen deutschen Pass haben müsste. „Big Men“ mit deutschem Pass laufen aber nicht mehr so viele frei herum. Genau betrachtet fällt einem da nur der Name Tim Ohlbrecht ein. Aber auch ohne zweiten Center rechnet sich Würzburgers Trainer angesichts der aufsteigenden Form seiner Mannschaft gegen den Tabellenzweiten aus dem Norden Chancen aus: „Wir hatten am letzten Spieltag schon Ulm am Rande einer Niederlage.“

So, 17:00 Uhr: Telekom Baskets Bonn (2:1) – Artland Dragons (2:2)


Erst Anfang des Jahres konnte man sehen, dass beim Aufeinandertreffen der beiden Brüder Michael und Stefan Koch alles möglich ist: Am 8. Januar rangen die Bonner die Quakenbrücker in einem begeisternden Schlagabtausch 95:92 nieder. Nur sechs Tage später revanchierten sich die Artland Dragons in eigener Halle in einem genauso spektakulären Rückspiel mit 93:83. „Wir haben die Punkte brüderlich geteilt,“ tröstete sich der unterlegene Michael Koch damals.

In das erneute „Familientreffen“, das zudem die beiden früheren Bonner Johannes Strasser und Bryce Taylor in den Telekom Dome führt, gehen vor allem die Quakenbrücker nach ihren Siegen in München sowie gegen den Meister Bamberg mit breiter Brust. Ob er im Gastspiel beim reboundstärksten Team der Liga (die Bonner sammelten 38,7 Rebounds pro Spiel) seinen zum Try-out verpflichteten Power Forward Dennis Horner bringt oder ob er weiter auf Andre Drevo setzt, wird Stefan Koch seinem Bruder im Vorfeld wohl trotzdem kaum verraten.

So, 17:00 Uhr: Eisbären Bremerhaven (1:3) – FRAPORT SKYLINERS (1:3)


Während bei den Eisbären mit dem 114:80 in Gießen endlich der Knoten geplatzt zu sein scheint, suchen die FRAPORT SKYLINERS nach ihrem enttäuschenden 59:78 in Trier noch ihre Stabilität. Immerhin kann Muli Katzurin nach der Rückkehr von Devin Gibson dabei am Sonntag zum ersten Mal auf einen kompletten Kader zurückgreifen. Interessant ist in der Stadthalle Bremerhaven unter anderem das Duell der Power Forwards Jacob Burtschi und Zachery Peacock (Foto), die im Vergleich zur Vorsaison ihre Trikots getauscht haben.

So, 17:00 Uhr: Brose Baskets (2:1) – Mitteldeutscher BC (1:3)


Unter normalen Umständen sollte das Heimspiel des Meisters gegen den Aufsteiger eine klare Sache sein. Beide Mannschaften gehen aber mental angeschlagen ins Spiel. Die Mitteldeutschen dürften nach ihrem verschenkten Heimsieg gegen den FC Bayern mit einer ähnlichen Wut in die Partie gehen wie die Brose Baskets nach ihrem enttäuschenden Euroleague-Heimdebüt vom Donnerstag gegen Besiktas Istanbul als dritte Niederlage in Serie. Aber natürlich ist es verfrüht, Bamberg anzuzählen, denn in der vergangenen Saison gab es das gegen Berlin, Zagreb und Gießen auch mal - anschließend sammelte Chris Fleming mit seinen Mannen in der Beko BBL ganz trocken 15 rosa Siegerzettel in Folge …

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