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Der 6. Spieltag: Zwiener zurück in Trier, Rice und Bailey im Kumpel-Duell und Schröder gegen...

Der 6. Spieltag: Zwiener zurück in Trier, Rice und Bailey im Kumpel-Duell und Schröder gegen...

Schon nach fünf Spieltagen gibt es in der Beko BBL keine ungeschlagene Mannschaft mehr und auch keine ohne Sieg. In der letzten Saison war dieser Punkt erst am neunten Spieltag erreicht, 2010/11 gar erst am 18. Spieltag. Am 6. Spieltag der sich so ausgeglichen wie noch nie präsentierenden Beko BBL 2012/13 lauern mit Bayreuth, Oldenburg, Trier und Bamberg gleich vier Teams auf einen Ausrutscher des neuen Tabellenführers Ulm, um selber die Tabellenspitze zu übernehmen.

Sa, 17:00 Uhr: FRAPORT SKYLINERS (1:4)– Telekom Baskets Bonn (2:2)


Die 39. Auflage dieses Klassikers (Bilanz 19:19) beschert den Frankfurter Fans den ersten Heimauftritt ihres neuen Scharfschützen Ted Scott und das erste Heimspiel des US-Guards Devin Gibson nach überstandener Knieblessur. Gegen ein Bonner Team, das am letzten Spieltag nur zwei von 26 Dreiern traf (Trainer Michael Koch: „Solche Tage gibt es in der Saison ein oder zwei“) könnte die Entscheidung aber unter dem Korb fallen, wo die Bonner das beste Reboundteam der Liga (37,8 pro Spiel) stellen, die Frankfurter in dieser Statistik hingegen mit 28,6 nur Vorletzter sind. Mit Chris Ensminger (bester Offensivrebounder der Beko BBL – 3,8 pro Spiel) und Marius Nolte treffen hier zudem zwei Urgesteine der Liga aufeinander, die vor vier Jahren eine tolle gemeinsame Saison in Paderborn spielten.

Sa, 19:00 Uhr: ratiopharm Ulm (4:1) – Phoenix Hagen (2:3)


Steht die ratiopharm arena vor einem Dreier-Festival? Beide Teams verfügen über eine Vielzahl hochprozentiger Dreierschützen. Hagens Larry Gordon ist mit einer Ausbeute von 14/22 aktuell sogar der erfolgreichste Distanzwerfer der Beko BBL. Teamkollege David Bell glänzte gegen Trier mit 6/8. Bei den Ulmern, bei denen sich vor allem Per Günther auf das Wiedersehen mit seinem Heimatclub freut, stehen neben dem Aufbauspieler mit Keaton Nankivil, Philipp Schwethelm und Lance Jeter drei weitere Akteure im Kader, die ihre Dreier zu mehr als 50 Prozent treffen. Fehlen könnte eventuell Ulms Trainer Thorsten Leibenath:


Sa, 19:30 Uhr: Mitteldeutscher BC (1:4) – WALTER Tigers Tübingen (1:3)


Der Mitteldeutsche BC empfahl sich zuletzt mit zwei guten Spielen gegen Bayern München und beim Meister in Bamberg, die aber nichts Zählbares für die Tabelle erbrachten. Das soll im Heimspiel gegen den Tabellennachbarn Tübingen jetzt besser werden, in dem der MBC auch wieder auf den in der letzten Woche mit einer Fingerverletzung ausgefallenen Sharaud Curry zählen kann. Aber auch Tübingen fühlt sich nach dem großartigen Comeback von Vaughn Duggins (28 Punkte gegen Gießen im ersten Spiel nach seinem Bänderriss) im Aufwind.

Sa, 19:30 Uhr: Neckar RIESEN Ludwigsburg (2:3) – ALBA BERLIN (2:1)


Pech für Lucca Staiger: Dass die nach seinem disqualifizierenden Foul fällige Sperre ihn ausgerechnet im Spiel gegen seinen Ex-Club trifft, wird ihn doppelt ärgern. Auf die Hauptstädter wartet mit dem Gastspiel in der Barockstadt der nächste Kraftakt mit zwei Spielen innerhalb von nicht einmal 48 Stunden. Das Team von Trainer Sasa Obradovic leidet aber nicht nur unter der Doppelbelastung durch die Euroleague, sondern auch unter der Ladehemmung seiner Distanzschützen. ALBA weist mit 28,3 Prozent die schwächste Dreierquote der Beko BBL auf.

Sa, 20:00 Uhr: TBB Trier (3:1) – Eisbären Bremerhaven (3:3)


Im Vergleich zweier zuletzt mit imponierenden Siegen auftrumpfender Mannschaften steht Philip Zwiener im Rampenlicht, dessen Wechsel aus Trier nach Bremerhaven zu den spektakulärsten Transfers des Sommers zählte, der aber an der Nordsee nur langsam in Schwung kommt. Vielleicht platzt der Knoten ja ausgerechnet an alter Wirkungsstätte im Duell gegen seinen letztjährigen (und defensivstarken) Kumpel Nate Linhart? In der Trierer Offensive ist der Rückkehrer Barry Stewart mit im Schnitt 16,3 Punkten sehr erfolgreich in Philip Zwieners Fußstapfen als TBB-Topscorer getreten. Ein interessantes Duell ist auch auf der Position vier zu erwarten, wo mit Triers Brian Harper und Bremerhavens Jacob Burtschi (mit 2,3 Steals der beste Balldieb der Liga) zwei sehr vielseitige Power Forwards aufeinander treffen.

Sa, 20:00 Uhr: Artland Dragons (3:2) – s.Oliver Baskets (2:3)


Die Artland Dragons scheinen mit zuletzt drei Siegen in Folge gut gerüstet für dieses Duell zweier letztjähriger Halbfinalisten. In Würzburg leiden die s.Oliver Baskets hingegen ein wenig darunter, dass Trainer Marcel Schröder ausgerechnet in einer Saisonphase, in der man durchweg auf Spitzenteams trifft (auf die Niederlagen gegen Ulm und Oldenburg folgt jetzt das Spiel im Artland, dann kommen die Bayern nach Würzburg) angesichts der Ausfälle von Chris McNaughton und Maxi Kleber im Frontcourt improvisieren muss.

Trotzdem darf sich die Artland Arena auf das Wiedersehen mit dem Ex-Drachen Lamont McIntosh und ein echtes Spitzenspiel zweier tief und sehr ausgeglichen besetzter Mannschaften freuen. Während die Würzburger ihrer Topscorer mit Dwayne Anderson (13,8) und Jason Boone (12,4) dabei im Frontcourt haben, strahlen bei den Dragons Bryce Taylor (15,0) und MarQez Haynes (14,4) die größte Korbgefahr aus. Aber werden die Quakenbrücker Guards überhaupt viele Würfe bekommen? Die defensivstarken s.Oliver Baskets sind mit 8,8 Steals pro Spiel auch in dieser Saison die besten Balldiebe der Beko BBL.

So, 17:00 Uhr: LTi GIESSEN 46ers (1:4) – Brose Baskets (3:1)


Genau elf Monate später kehrt der Meister an den „Ort des Schreckens“ zurück, wo er am 27. November 2011 seine damals zweite Saisonniederlage bezog, die von Barry Stewarts Dreier besiegelt wurde:


Aber eben dieser Barry Stewart spielt jetzt in Trier. Also wer übernimmt den Job in dieser Saison? Vielleicht Gießens neuer Go-To-Guy Ryan Brooks, der mit im Schnitt 19,6 Punkten aktuell die Korbjägerliste der Beko BBL anführt? So oder so wäre eine erneute Bamberger Niederlage auch in dieser Saison eine Sensation – auch wenn die um Bostjan Nachbar (mit 19,5 Punkten die Nummer zwei in der Korbjägerliste) neuformierten Bamberger in dieser Saison noch nicht so gefestigt erscheinen wie sie es vor einem Jahr waren und zudem im Frontcourt durch den Ausfall von Center A. J. Ogilvy gehandicapt sind.

So, 17:00 Uhr: BBC Bayreuth (4:1) – FC Bayern München (3:2)


Die Bayreuther hatten eine Woche Zeit, um sich von ihrer mit 69:100 in Braunschweig sehr hoch ausgefallenen ersten Saisonniederlage und der damit einhergehenden Grippewelle zu erholen, die vor allem Bryan Bailey außer Gefecht setzte. Am Sonntag wird der defensivstarke US-Guard wieder in der Bayreuther Startformation stehen und seinem früheren Kumpel aus Quakenbrücker Tagen, Tyrese Rice, das Siegen schwer machen. Genau dieser Tyrese Rice hat sich nämlich bei den letzten beiden Münchener Siegen als die treibende Kraft erwiesen, die den FC Bayern aus der Krise führen kann.


So, 18:00 Uhr: EWE Baskets Oldenburg (4:2) – New Yorker Phantoms Braunschweig (2:3)


Vier Tage nach der Heimpleite gegen die Eisbären Bremerhaven steht den EWE Baskets in Oldenburg schon das nächste Nord-Derby ins Haus und auch dieser Gegner ist verdammt gut drauf. Mit 18/27 Dreiern stürzten die New Yorker Phantoms am letzten Spieltag nicht nur den Tabellenführer Bayreuth, sondern stellten auch alle in früheren Jahren von Bamberg und Berlin aufgestellten Dreierrekorde in der Beko BBL ein.

Sicher werden auch die Braunschweiger, die mit einer Quote von 45,9 Prozent auch über die bisherige Saison gesehen das beste Dreierteam der Liga stellen, nicht an jedem Tag 18 Dreier machen. Aber Oldenburgs Trainer Sebastian Machowski wird sich schon etwas einfallen müssen, damit sein letztjähriges Team seine Oldenburger nicht von außen abschießt. Speziell der junge Dennis Schröder, der in der letzten Saison in Braunschweig nicht sonderlich gut mit Machowski auskam und gegen Bayreuth mit 16 Punkten (4/6 Dreier) und fünf Assists ein starkes Spiel machte, wird darauf brennen, es nun auch seinem alten Chef zu zeigen.
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