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Der 7. Spieltag: Trainerduell unter Freunden im Artland und Center-Tiere im Zonenkampf in Würzburg

Der 7. Spieltag: Trainerduell unter Freunden im Artland und Center-Tiere im Zonenkampf in Würzburg

Am siebten Spieltag kehrt die Beko BBL nach zweiwöchiger Durststrecke wieder ins TV zurück: Sport1 überträgt am Samstag (3. Oktober, 20 Uhr) das Derby zwischen den s.Oliver Baskets und Bayern München live, wobei mit Jason Boone und Jared Homan zwei der imposantesten Center der Liga aufeinanderprallen. Während in Bonn am Samstag die Neuauflage des Finales von 2009 gleichzeitig das Duell der beiden deutschen Vertreter in der EuroChallenge ist, treffen drei Tage vor dem Start der neuen Europapokalsaison beim Spitzenspiel in Quakenbrück mit den Artland Dragons und Tabellenführer ratiopharm ulm zwei deutsche Eurocup-Teams und mit den Headcoches Stefan Koch und Thorsten Leibenath zwei gute Freunde aufeinander.

Sa, 19:30 Uhr: Telekom Baskets Bonn (2:3) – EWE Baskets Oldenburg (5:2)


Seit der legendären Finalserie 2009, an deren Ende die Bonner ihren schon sicher geglaubten ersten Meistertitel in Oldenburg verschenkten, erinnern die Gastspiele der EWE Baskets Oldenburg die Bonner Fans alljährlich an die wohl bitterste Niederlage der Vereinsgeschichte, auch wenn heute mit Rickey Paulding auf Oldenburger Seite und Trainer Michael Koch bei den Bonnern nur noch zwei Akteure von damals am Start sind. Neben der Bonner Wurfquote (mit 41,4 Prozent aktuell die schwächste der Liga) und dem früheren Bonner Ronnie Burrell wird am Samstag vor allem Oldenburgs „Mann der Stunde“, Center Adam Chubb, im Fokus stehen, der nach 20 Punkten und 14 Rebounds (vor einer Woche gegen Braunschweig) sein nächstes Double-Double anpeilt, es dabei aber mit Altmeister Chris Ensminger zu tun bekommen wird.

Sa, 19:30 Uhr: New Yorker Phantoms Braunschweig (2:4) – Mitteldeutscher BC (1-6)


Die zweitschwächste Wurfquote (41,8 Prozent) in der Beko BBL legte der Mitteldeutsche BC an den ersten sechs Spieltagen im Schnitt auf. Erhält der Aufsteiger, der offenbar noch mit den Erstligakörben fremdelt, in Braunschweig am Samstag eine Lehrstunde darüber, wie man den Ball durch den Ring bugsiert? Die New Yorker Phantoms stellen mit einer Erfolgsbilanz von 43 Prozent das beste Dreierteam der Liga. Dabei sollten sich die Niedersachsen aber vor der harten MBC-Defense in Acht nehmen, die mit Djordje Pantelic den drittbesten Wurfblocker (2,0 Blocks pro Spiel) in ihren Reihen hat.

Sa, 20:00 Uhr: Artland Dragons (4:2) – ratiopharm ulm (6:1)


Drei Wochen nach dem Besuch von Chris Fleming mit seinen Brose Baskets folgt in Quakenbrück das Gastspiel eines anderen früheren Artland-Trainers, der zudem einst in Gießen Stefan Kochs Co-Trainer war und gut mit dem heutigen Quakenbrücker Trainer befreundet ist. Wird Leibenath wie Fleming als Gastgeschenk die Punkte im Artland lassen? Das Spitzenspiel des siebten Spieltags des Tabellenführers beim Fünften ist gleichzeitig das Duell zweier Teams der Stunde: Die Dragons glänzten zuletzt mit vier, Ulm gar mit fünf Siegen in Folge. Ein Wiedersehen feiern auch die beiden früheren Kölner Johannes Strasser und Philipp Schwethelm. Strasser hat sich am letzten Wochenende mit 4/6 Dreiern gegen Würzburg schon einmal für das Duell mit dem heutigen Ulmer Scharfschützen eingeworfen.

Sa, 20:00 Uhr: TBB Trier (4:1) – ALBA BERLIN (2:2)


Das Team von Trainer Sasa Obradovic, das noch am Donnerstagabend im Rahmen der Euroleague in Malaga auf dem Parkett stand (und 62:67 unterlag), reist direkt aus Spanien an die Mosel, wo TBB Trier auf 4:1 Siege und den besten Saisonstart seit 13 Jahren zurückblickt. Mit entsprechend gestärktem Selbstvertrauen glauben die Trierer fest an ihre Chance, ALBA nach neun Jahren endlich einmal wieder besiegen zu können. Der letzte Trierer Sieg über ALBA war im Skandalspiel von 2004 von diversen Rangeleien und Disqualifikationen überschattet. Am Samstag wird es beim Wiedersehen der beiden ALBA-Legenden Sasa Obradovic und Henrik Rödl wohl etwas friedlicher zugehen.

Sa, 20:00 Uhr: s.Oliver Baskets (2:4) – FC Bayern München (4:2)


Wie die Zeiten sich ändern: Bei der Neuauflage des letztjährigen Aufsteiger-Derbys stehen mit Yannis Christopoulos und Marcel Schröder die beiden letztjährigen Assistenztrainer als Cheftrainer an der Seitenlinie. Im letzten Jahr endete der Vergleich – noch unter Dirk Bauermann und John Patrick – unentschieden mit zwei Heimsiegen. Trotzdem findet sich der in dieser Saison auswärts noch ungeschlagene FC Bayern München mit zuletzt drei Siegen in Folge gegen ein Würzburger Team, das seine letzten drei Spiele verloren hat, am Samstag in der Favoritenrolle wieder.

Allerdings kassierten die s.Oliver Baskets ihre letzten Niederlagen nicht gegen irgendwen, sondern gegen Oldenburg, Ulm und Quakenbrück. Umso mehr ärgert sich Würzburgs Trainer Marcel Schröder: „In allen drei Spielen hatten wir eine Siegchance und standen am Ende doch mit leeren Händen da.“ Gegen die Bayern, bei denen Demond Greene in die Halle zurückkehrt, in der er einst an der Seite von Dirk Nowitzki seine Karriere begann, fühlen die Würzburger um den gebürtigen Münchener Alex King sich am Samstag deshalb umso mehr in der Pflicht, den Spieß umzudrehen. Besonders das Duell auf der Fünf macht Vorfreude, denn dort prallen mit Jason Boone und Jared Homan zwei der eindruckvollsten Wandschränke der Liga aufeinander.

So, 16:00 Uhr: Eisbären Bremerhaven (3:4) – Neckar RIESEN Ludwigsburg (3:3)


Nichts ist so schwer, wie die Resultate dieser unberechenbaren Mannschaften vorherzusagen, die sich mal als Favoritenkiller betätigen (wie zuletzt Bremerhaven in Oldenburg oder Ludwigsburg gegen Berlin oder in Ulm), die aber sehr zum Leidwesen ihrer Trainer auch ganz anders können. Umso mehr wird am Sonntag in diesem für beide Teams richtungweisenden Duell die Tagesform der Schlüsselspieler im Brennpunkt stehen. Wie bei den Eisbären (mit Power Forward Jacob Burtschi und Center Scott Morrison) sind das bei den Neckar RIESEN mit Spielmacher Kammron Taylor und Center John Turek vor allem zwei starke Neuverpflichtungen. Bei den Gästen ist zudem Lucca Staiger nach seiner Sperre wieder im Kader.

So, 17:00 Uhr: BBC Bayreuth (4:2) – LTi GIESSEN 46ers (1:5)


Gießens Topscorer Ryan Brooks sorgt mit einer für einen Guard ungewöhnlich hohen Wurfquote von 61 Prozent als zweitbester Korbjäger der Liga weiter für Furore. Trotzdem wird es für die Hessen nach fünf Niederlagen in Folge am Tabellenende allmählich brenzlig. Die Verteidigung muss besser werden: Gießen kassiert nicht nur die meisten Punkte in der Liga (87,5 pro Spiel), sondern gewährt den Gegnern auch die meisten Assists (18,5). Große Hoffnungen ruhen an der Lahn natürlich auf dem genesenen Center Elvir Ovcina, aber Bayreuth stellt mit Center Garry McGhee und den beiden robusten Power Forwards Jason Cain und Joe Trapani das zweitbeste Reboundteam der Liga.

So, 17:00 Uhr: Phoenix Hagen (2:4) – WALTER Tigers Tübingen (2:3)


Nun haben auch die Hagener als letzter Bundesligist ihren sechsten Ausländer gefunden. Mark Dorris, der bereits 2010/11 in Hagen spielte, sollte sich entsprechend schnell in Hagen zurechtfinden und könnte schon am Sonntag gegen die Tigers zum Joker für Coach Ingo Freyer werden. Aber auch die Tübinger kommen immer besser in Fahrt und präsentieren jede Woche einen neuen Matchwinner: Explodierte gegen Gießen vor zwei Wochen Vaughn Duggins bei seinem Comeback mit 28 Punkten, trumpfte am letzten Spieltag gegen den MBC Reggie Redding mit 14 Punkten, elf Rebounds und vier Assists groß auf.

Mo, 19:30 Uhr: Brose Baskets (4:1) – FRAPORT SKYLINERS (2:4)


War die rauschende Abschiedsvorstellung (78:53 gegen Bonn) für Kamil Novak am letzten Wochenende schon der ersehnte Befreiungsschlag für die FRAPORT SKYLINERS? Wie sehr den Hessen am Montag in Bamberg Ernüchterung droht, hängt sicher auch davon ab, welche Gemütslage die Gastgeber um ihren Topscorer Bostjan Nachbar (20,2 Punkte pro Spiel), der in dieser Saison in der Beko BBL noch keinen Freiwurf daneben geworfen hat (19/19), aus dem wichtigen Euroleague-Spiel gegen Vilnius mitbringen: Beflügelt, frustriert, routiniert oder trotzig?
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