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Der 7. Spieltag: Ulm bleibt Tabellenführer, Bonn schießt Oldenburg ab, Berlin gewinnt nach...

Der 7. Spieltag: Ulm bleibt Tabellenführer, Bonn schießt Oldenburg ab, Berlin gewinnt nach...

Am 7. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga bezwang ratiopharm ulm im Spitzenspiel die Artland Dragons (69:80), während die Telekom Baskets Bonn den Tabellenzweiten, die EWE Baskets Oldenburg, aus der Halle schossen (90:57). ALBA BERLIN bremste derweil dank eines Schlussspurts die TBB Trier aus (80:88).
Von: Joshua Wiedmann

Die Ergebnisse im Überblick:

Telekom Baskets Bonn – EWE Baskets Oldenburg 90:57
New Yorker Phantoms Braunschweig – Mitteldeutscher BC 70:76
TBB Trier – ALBA BERLIN 80:88
Artland Dragons – ratiopharm ulm 69:80
s.Oliver Baskets – FC Bayern München 68:59

Telekom Baskets Bonn – EWE Baskets Oldenburg


Die Telekom Baskets hatten sich bei der jüngsten Niederlage in Frankfurt (78:53) nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Ausgerechnet gegen den Tabellenzweiten aus Oldenburg, die bis dato auf gegnerischem Terrain noch unbesiegt gewesen waren, betrieben die Bonner erfolgreich Krisenmanagement und überzeugten auf ganzer Linie. Die Hausherren trafen über die komplette Dauer des Spiels hochprozentig aus dem Feld (54 Prozent), hielten die „Donnervögel“ bei einer 32-prozentigen Schussquote und dominierten darüber hinaus die Bretter (43:32 Rebounds). Ein Garant für die Bonner Lufthoheit war Jungcenter Jonas Wohlfahrt-Bottermann, der nicht nur den Bonner Sieg, sondern auch einen Karrierebestwert (18 Punkte) bei makelloser Trefferquote (6/6 Feldwürfe) bejubeln konnte. Bonn liefert mit dem Kantersieg über Oldenburg die passende Antwort nach zuletzt zwei Pleiten in Folge, während das 90:57 für Oldenburg den ersten deutlichen Knick im bisherigen Saisonverlauf darstellt.


Michael Koch (Headcoach Bonn):
„Ich kann heute mit Oldenburg fühlen, denn am vergangenen Spieltag haben wir kein Bein auf den Boden bekommen - wobei die Oldenburger auch gekämpft haben. Wir haben unter der Woche viel im mentalen Bereich gearbeitet und eine positive Grundstimmung geschaffen, dies sich ins Spiel übertragen hat. Die Einstellung hat gestimmt, der Wille war da und dann kommt auch das Selbstvertrauen wieder, das wir zuletzt vermisst haben. Durch die in der kommende Woche startende EuroChallenge wird die Trainingswoche für die Spieler kürzer; das gibt uns gleichzeitig die Chance, die positive Energie schnell wieder aufs Feld zu bringen.“

Sebastian Machowski (Headcoach Oldenburg):
„Gratulation an Bonn. Ich habe eine lange Liste an Dingen, die ich heute bei meiner Mannschaft zu bemängeln hätte. Ich war mir sicher, dass Bonn nach dem Spiel in Frankfurt anders auftreten würde - was sie eindrucksvoll bewiesen haben. Für mein Team war es heute ein gebrauchter Tag. Jetzt müssen wir zusehen, dass wir das Spiel schnellstmöglich aus den Köpfen bekommen. Von daher bin ich ein Stück weit froh, dass wir in wenigen Tagen in die EuroChallenge starten.“

#Courtside-Reporterin Lena war für euch im Telekom Dome und hat das Spiel es via Twitter begleitet - Klickt euch durch die Slideshow!





New Yorker Phantoms Braunschweig – Mitteldeutscher BC


Die New Yorker Phantoms wurden auch am siebten Spieltag ihrem Ruf als Wundertüte der bisherigen Saison gerecht. Nach triumphalen Siegen wie gegen Tabellenführer Bayreuth am fünften Spieltag (100:69), aber auch schon fünf Saisonniederlagen zeigten die Phantoms in der Partie gegen den Mitteldeutsche BC erneut zwei Gesichter. In Halbzeit eins erspielten sich die Phantoms – angetrieben von U20-Nationalspieler Dennis Schröder (13 Punkte) – einen zweistelligen Vorsprung (45:32). Nach dem Seitenwechsel arbeiteten sich die Gäste aus Weißenfels dann jedoch peu à peu an die Niedersachsen heran, die im Schlussabschnitt (7:19) völlig aus dem Konzept gerieten. Der Mitteldeutsche BC kann mit dem Erfolg die jüngste Negativserie (vier Niederlagen in Folge) beilegen, ist aber ebenso wie Tabellennachbar Braunschweig weiter im Liga-Keller angesiedelt.


Kostas Flevarakis (Headcoach Braunschweig):
„Ich bin enttäuscht, weil heute etwas passiert ist, worüber wir die ganze Woche gesprochen haben. Wir wussten, dass der MBC viele Spiele nur sehr knapp gegen sehr starke Gegner verloren hatte und dass sie nicht zu unterschätzen sind. Wir haben viel zu viele Fehler gemacht und insbesondere zum Ende hin nicht mehr zusammen gespielt. Wir waren 25 Minuten die bessere Mannschaft und haben gezeigt, wie gut wir spielen können, aber wir haben es nicht durchgehalten.“

Silvano Poropat (Headcoach Mitteldeutscher BC):
„Die zweite Halbzeit hat für uns besser begonnen, da wir angefangen haben, wirklich als Team zu spielen und auch unsere taktischen Umstellungen dazu geführt haben, dass Braunschweig etwas verunsichert war. Insbesondere die Dreier der Braunschweiger zu unterbinden ist uns gut gelungen. Wir wollten unser Spiel umstellen und das ist meinen Team hervorragend geglückt.“

#Courtside-Reporter Sebastian war für euch beim Spiel und hat es via Twitter begleitet - Klickt euch durch die Slideshow!





TBB Trier – ALBA BERLIN


Eigentlich schien Trier auf dem besten Weg zum vierten Sieg in Folge und der Fortsetzung der bisherigen Erfolgsgeschichte zu sein. Doch beim Stand von 63:53 siebeneinhalb Minuten vor Schluss war es Berlins Deon Thompson, der zwei Tage nach der Euroleague-Niederlage in Malaga (67:62) und im Angesicht der dritten Liga-Pleite in Folge alle verbliebenen Kräfte mobilisierte. Mit zehn Zählern, darunter einem Korbleger in letzter Sekunde, rettete der Power Forward die Albatrosse fast im Alleingang noch in die Verlängerung (72:72). In der Zusatzschicht ließen die Gäste aus der Hauptstadt dann nichts mehr anbrennen – auch, weil es ihnen gelang, insgesamt 45 Freiwurf-Versuche zu erwirken. Berlin wahrt damit den Anschluss an das obere Tabellendrittel, in dem sich Trier trotz der zweiten Saisonniederlage weiterhin befindet.


Henrik Rödl (Headcoach Trier):
„Vielen Dank an alle zu diesem mitreißenden Spiel, an die Mannschaften und die Zuschauer. Beim Stande von 71:66 bekamen wir beim Einwurf fünf Sekunden abgepfiffen. Wenn wir den Ball in dieser Situation ins Feld bekommen, gewinnen wir. Aber so hat Berlin seine Chance gewittert und im Stil einer Klassemannschaft den Sieg in der Verlängerung nach Hause gebracht. Wir haben eine tolle Leistung gezeigt und müssen mit dieser Konzentrationsschwäche zurechtkommen. Brian Harper konnte ich in der zweiten Halbzeit nur sporadisch einsetzen, ihn plagt eine Leistenverletzung.“

Sasa Obradovic (Headcoach Berlin):
„Ein hart umkämpftes Spiel, weswegen ich meiner Mannschaft zum Sieg gratuliere. Gratulieren möchte ich aber auch meinem Freund Henrik Rödl zu einer Mannschaft, die mit viel Herz und mit klaren Vorgaben spielt. Trier sollte keiner mehr unterschätzen. Wir hatten ein schweres Programm und hoffen auf etwas mehr Regenration. Meine Disqualifikation muss ich akzeptieren, obwohl ich eine andere Meinung habe.“

Artland Dragons – ratiopharm ulm


Fünf Partien in Folge hatte Ulm zuletzt gewonnen, die Dragons deren vier – eine Serie würde am 7. Spieltag zu Ende gehen müssen, das stand schon vor dem Tip-off fest. Dass aber die Ulmer nach zuletzt schwer erarbeiteten Siegen gegen Hagen und den Mitteldeutschen BC die brandheißen Dragons in deren Halle stoppen würde, war nicht zu unbedingt zu erwarten – erst recht nicht nach einem 21:9-Blitzstart der Hausherren. Doch der Vizemeister berappelte sich nach dem holprigen Auftakt, war bis zur Halbzeit wieder auf Schlagdistanz (43:36) und hielt die Dragons in der zweiten Hälfte bei lediglich 26 Zählern. In der ausverkauften Artland Arena behielten die Ulmer auch in der Schlussphase die Nerven und netzten, wie über die kompletten 40 Minuten, ihre Freiwürfe mit hoher Präzision ein (25/30 Freiwürfe). Ulms Headcoach Thorsten Leibenath bleibt mit seiner Mannschaft damit nicht nur der Liga-Primus, sondern sichert sich auch den ersten Sieg im Trainer-Duell mit seinem einstigen Weggefährten Stefan Koch.


Stefan Koch (Headcoach Artland Dragons):
„Ulm hat in der zweiten Halbzeit beeindruckend gespielt. Wir haben das Spiel mit guter Energie gestartet und haben in der ersten Halbzeit guten Basketball gezeigt. In der zweiten Halbzeit haben wir dann ein ganz anderes Bild gesehen. Wir waren hektisch und unkonzentriert. Ulm hat seine Leistung dagegen sehr gut nach oben geschraubt. Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht die Mentalität gezeigt, die die Ulmer an den Tag gelegt haben und haben unseren Fokus verloren. Ulm hat verdient gewonnen und steht zurecht auf Platz ein.“

Thorsten Leibenath (Headcoach Ulm):
„Ich bin extrem glücklich über diesen Sieg, weil die Artland Dragons ein toll zusammengestelltes Team sind, das zu den besten vier Teams der Liga gehört. Wir sind hier mit viel Respekt hingefahren, den man uns zu Beginn des Spiel auch angemerkt hat. Ich bin beeindruckt von der Mentalität meiner Mannschaft, die sich in der zweiten Halbzeit mit aller Kraft gegen die drohende Niederlage gestemmt hat. Zehn Spieler haben zu diesem Sieg beigetragen, aber Per Günther hat uns sehr viel Energie und Daniel Theis wichtige Impulse von der Bank gegeben. Ich bin aber mit allen Spielern zufrieden.“

s.Oliver Baskets – FC Bayern München


Fränkisch-bayrische Derbys haben immer eine besondere Bedeutung – da machte auch die erste Begegnung zwischen Würzburg und München in der Saison 2012/13 keine Ausnahme. In einer äußerst intensiven Partie kamen zwar beide Seiten nicht über mittelprächtige Wurfquoten hinaus (37,9 bzw. 34,9 Prozent aus dem Feld), ließen es aber an Einsatz und Kampfgeist nicht vermissen. Für das Highlight in der ersten Hälfte sorgte Nationalspieler Jan Jagla, der den Ball mit Ablauf des ersten Viertels von der eigenen Freiwurflinie aus zur Münchener Führung versenkte (17:18). Insgesamt brachten die Gäste den Ball aber zu selten von außen im Würzburger Korb unter (5/23 Dreier). Und auch in der Zone hatte München in Person von Jared Homan (5 Punkte, 1/9 Würfe) zu oft gegen die s.Oliver Baskets und deren Center-Büffel Jason Boone (12 Punkte) das Nachsehen. Die Erfolgsserie der Bayern auf fremdem Terrain hat damit nach vier Spielen ein Ende – genauso wie der Würzburger Abwärtstrend nach zuletzt drei Niederlagen hintereinander.


Marcel Schröder (Headcoach Würzburg):
„Es war ein enges Spiel, jeder Ballbesitz war wichtig. Beide Mannschaften waren defensiv sehr gut aufeinander eingestellt, Kleinigkeiten haben den Unterschied ausgemacht. Unsere Verteidigung hat sehr gut funktioniert, wir haben die Bayern öfter in Situationen gebracht, in denen sie den Ball verloren haben. Als die Bayern dann in der zweiten Halbzeit noch einmal Druck gemacht haben, hat uns das Publikum die nötige Extra-Energie gegeben und uns geholfen. In der ersten Halbzeit sind wir viel zu nachlässig mit dem Ball umgegangen und hatten neun teilweise dumme Turnover. Am Ende hat der Heimvorteil für uns den Ausschlag gegeben.“

Yannis Christopoulos (Headcoach München):
„Wenn man auswärts spielt und dann den Ball 17 Mal verliert, ist das ein wichtiger Faktor. Dann kommt man nicht in die Position, um gute Würfe zu kriegen. Wir wussten, dass Würzburg um jeden Ballbesitz hart kämpfen würde, wie die Mannschaft es immer tut. Wir haben nicht die richtigen Entscheidungen getroffen und ohne Rhythmus gespielt, das ist besonders auswärts immer schlecht. Unsere Offensive hat heute nicht gut funktioniert, wir haben auch weit offene Schüsse nicht getroffen. Auswärts ist es außerdem wichtig, die Bretter zu kontrollieren, aber wir haben das Rebound-Duell verloren. Wir haben gegen die aggressive Würzburger Verteidigung nicht geschafft, den Ball in die Hände der richtigen Leute zu befördern."

Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.tv.

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