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Der 8. Spieltag: Centerduell in Ulm / Staiger gegen Gavel / Doreth kehrt zurück nach München

Der 8. Spieltag: Centerduell in Ulm / Staiger gegen Gavel / Doreth kehrt zurück nach München

Der achte Spieltag der Beko BBL beginnt bereits am Freitag in Bremerhaven (die Eisbären empfangen um 19:30 Uhr Phoenix Hagen) und geht am Montag in Ludwigsburg (die Neckar RIESEN spielen gegen Brose Baskets) zu Ende. Dazwischen liegt ein volles Programm, aus dem die Spitzenspiele Ulm – Bonn (am Samstag um 20 Uhr, live auf SPORT1 und als Livestream auf unserer Homepage) und Oldenburg – Bayreuth (am Sonntag um 18 Uhr) herausragen.

Fr, 19:30 Uhr: Eisbären Bremerhaven (4:4) – Phoenix Hagen (3:4)


Als Jacob Burtschi 2010 bei der US Army die Uniform an den Nagel hängte, um nach dreijähriger Pause in Hagen wieder Basketball zu spielen, war er sich noch nicht ganz sicher, ob das die richtige Entscheidung war. Heute trifft der US-Forward mit den Eisbären auf den Club, bei dem er vor zwei Jahren seinen neuen Lebensabschnitt einläutete. Bei den Norddeutschen, die mit Stanley Burrell (30 Punkte gegen Ludwigsburg) den Topscorer des letzten Spieltags stellten, kommt auch Neuzugang Philip Zwiener (15 Punkte und zehn Rebounds am letzten Spieltag) allmählich in Schwung. Hagen, das mit Dino Gregory den besten Wurfblocker der Liga in den eigenen Reihen hat (2,3 Blocks pro Spiel), wird durch die Rückkehr von Mark Dorris beflügelt.

Sa, 19:00 Uhr: FC Bayern München (4:3) – TBB Trier (4:2)


Die Praxis, Spieler an andere Clubs in der Liga auszuleihen, ist anders als in anderen Ligen in der Beko BBL noch nicht sehr verbreitet. Entsprechend werden am Samstag in München viele Augen auf Nationalspieler Bastian Doreth liegen, der vom FC Bayern an Trier ausgeliehen wurde: Wie wird er gegen „seinen Club“ spielen? „Ich freue mich drauf, gegen die Jungs zu punkten“, fürchtet Doreth keine Loyalitätsprobleme. Die Bayern sind immer noch lange nicht da, wo sie sein wollen. Ihre Wurfquote von 43 Prozent ist die zweitschwächste der Liga. Die Trierer, deren Defense den Gegnern nur eine 41-prozentiga Wurfquote erlaubt (Platz 1 in der Statistik der Beko BBL) sind da alles andere als ein Aufbaugegner.

Sa, 20:00 Uhr: LTi GIESSEN 46ers (1:6) – Artland Dragons (4:3)


Um einen gut gelaunten Stefan Koch zu sehen, muss man sich ältere Aufzeichnungen anschauen. Nach den Heimniederlagen gegen Ulm und Riga können die Dragons, die entschieden haben, auf der Position vier Dennis Horner den Vorzug vor Andrew Drevo zu geben, nun ausgerechnet an Kochs alter Wirkungsstätte die Laune ihres Trainers wieder aufbessern. Gießens Offensive läuft gar nicht so schlecht (Die Wurfquote von 51,6 Prozent aus dem Feld ist die zweitbeste der Liga) und bekommt durch die Rückkehr von ChaCha Zazai (19 Punkte und sechs Assists gegen Bayreuth) weitere Impulse. Die Problemzone der Hessen bildet aber die Verteidigung: Mit 88,6 gegnerischen Punkten und einer gegnerischen Wurfquote von 52 Prozent sind die Gießener Schlusslicht der Defense-Statistik.

Sa, 20:00 Uhr: ratiopharm ulm (7:1) – Telekom Baskets Bonn (3:3)


Wie es sich für ein echtes Spitzenspiel gehört, bietet dieses Duell viele interessante Match-ups, angefangen vom Duell des besten Passgebers (und damit auch besten Spielmachers?) der Liga, Jared Jordan (7,2 Assists pro Spiel), mit dem Nationalspieler Per Günther. Noch mehr Brisanz verspricht der Blick unter den Korb, denn mit ratiopharm und den Telekom Baskets treffen die reboundstärksten Teams der Liga aufeinander: Ulm ist mit 38,5 Brettern pro Spiel Nummer eins und Bonn mit 37,3 Nummer zwei. Mit den Centern John Bryant (2,9) und Chris Ensminger (2,8) treffen dabei in der ersten Reihe die besten Offensivrebounder der Beko BBL aufeinander und in der zweiten brennen der junge Daniel Theis und Jonas Wohlfarth-Bottermann darauf, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. „WoBo“ erfreute die Bonner Fans am letzten Spieltag mit 18 Punkten und sechs Rebounds gegen Oldenburg.

So, 20:00 Uhr: FRAPORT SKYLINERS (2:5) – New Yorker Phantoms Braunschweig (2:5)


Der letzte Braunschweiger Sieg in der ersten Liga gegen Frankfurt liegt schon mehr als sechs Jahre zurück (seitdem zwölf Niederlagen in Serie, ohne Pokal). Die FRAPORT SKYLINERS leben unübersehbar von ihrer Verteidigung. Im Schnitt nur 69,3 gegnerische Punkte bilden den Topwert in der Beko BBL. Die New Yorker Phantoms leben wiederum in erster Linie von ihrer Treffsicherheit aus der Distanz: Kein anderes Team trifft mehr Dreier als die Braunschweiger (9,4 pro Spiel mit der zweitbesten Wurfquote der Liga). Fallen die Dreier hingegen wie am letzten Spieltag nicht, verlieren die Phantoms sogar daheim gegen den MBC. Ein interessantes Duell bahnt sich auf dem Flügel an, wo sich mit Ted Scott und Casey Mitchell die Topscorer beider Teams gegenüberstehen.

So, 16:30 Uhr: Mitteldeutscher BC (2:6) – ALBA BERLIN (3:2)


Nach einjähriger Pause kehrt das „Ost-Derby“ zurück. In der Preseason gab es schon eine Generalprobe, die überraschend vom Aufsteiger gewonnen wurde. Der MBC passt von allen Teams in der Beko BBL am besten auf den Ball auf (nur 11,6 Ballverluste pro Spiel), aber dieser Spitzenplatz ist am Sonntag in Gefahr, denn ALBA forciert beim Gegner ligaweit die meisten Turnover (18,4). Um die Berliner auch in einem richtigen Spiel zu stoppen, müssen die Mitteldeutschen zudem ALBAs Offensive stoppen, die beim Scoring (91,0 Punkte pro Spiel), bei der Wurfquote aus dem Feld (51,9 % ), bei den Freiwürfen (84 %) sowie bei den Assists (16,8) an der Spitze der Liga-Statistiken steht.

So, 17:00 Uhr: WALTER Tigers Tübingen (2:4) – s.Oliver Baskets (3:4)


Tübingen präsentiert sich erstmals in eigener Halle mit dem neuem Spielmacher Cameron Wells, der den enttäuschenden Douglas Davis ersetzt und im Gegensatz zum Kaltstart am letzten Wochenende in Hagen inzwischen auch sein neues Team etwas besser kennen dürfte. Das Spiel gegen die Würzburger ist aber gleich ein harter Test für den Point Guard, denn die s.Oliver Baskets sind die besten Balldiebe der Liga (8,1 Steals). Unter dem Korb zeichnet sich zudem ein amtliches Centerduell zwischen den Schwergewichten Kenny Frease (129 kg) und Jason Boone (115 kg) ab.

So, 18:00 Uhr: EWE Baskets Oldenburg (5:3) – BBC Bayreuth (5:2)


Der Tabellenvierte empfängt den Dritten zu einem Spitzenspiel, das vor Saisonbeginn vielleicht nicht jeder als solches auf dem Schirm gehabt hat. Die Oldenburger waren nach dem herben Rückschlag in Bonn (das 57:90 markierte die zweithöchste Ligapleite seit dem Wiederaufstieg 2000) froh, schon am Dienstag in der EuroChallenge gegen den ungarischen Meister Szolnok wieder das Siegen üben zu können. Die EWE Baskets erlauben ihren Gegnern im Schnitt nur 68,5 Punkte (Platz 1 in der Beko BBL), aber mit Bayreuth kommt das von der Dreierlinie treffsicherste Team der Liga (43 Prozent) ins Haus: Peter Zeis (9/15) und Beckham Wyrick (12/21) sind schon über die gesamte Saison die sichersten Distanzwerfer der Franken. Am letzten Wochenende führten Nico Simon (3/3 Dreier) und Simon Schmitz (4/4) den Bayreuther Schützenverein gegen Gießen an.

Mo, 20:00 Uhr: Neckar RIESEN Ludwigsburg (3:4) – Brose Baskets (5:1)


Nach ALBA wollen die Ludwigsburger auch den anderen gestressten Europaligisten wegputzen. Aber die Brose Baskets haben bis zum Montagabend 24 Stunden mehr Vorbereitungszeit als ALBA vor zwei Wochen und sie haben den BBL-Topscorer Bostjan Nachbar (19,2 Punkte/Spiel) im Team, der in dieser Saison in der BBL noch keinen einzigen Freiwurf verworfen hat (19/19). Auch Teddy Gipsons Bilanz an der Linie ist noch sauber (14/14). Bei den Neckar RIESEN ist Lucca Staiger nach seinen 22 Punkten gegen Bremerhaven wieder der beste deutsche Scorer in der Beko BBL (14,0 PPG). Aber dieser Schnitt könnte in Gefahr geraten, wenn sich am Montag der beste Verteidiger der Liga, Anton Gavel, um den Nationalspieler kümmert.
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