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Der Knoten ist geplatzt – TBB bezwingt den Rivalen aus Bonn mit 71:70

Der Knoten ist geplatzt – TBB bezwingt den Rivalen aus Bonn mit 71:70

Wenn es zum Aufeinandertreffen der TBB Trier und der Telekom Baskets Bonn kommt, ist Hochspannung in aller Regel vorprogrammiert. Da sollte auch die heutige Begegnung nicht aus der Reihe fallen, den 4.162 Zuschauern in der Arena wurde alles geboten, was ein Basketballspiel hergeben kann.
Dru Joyce markierte die ersten Punkte im magenta-grünen Klassiker. In der Anfangsphase punkteten die Trierer vor allem durch Fastbreaks nach Ballgewinnen, während Bonn sehr sicher von der Dreierlinie war. Dragan Dojcin scorte nach tollem Zusammenspiel zur 10:8 Führung für die TBB. Nach einem Dreier von Simonas Serapinas ging es mit 14:15 ins zweite Viertel.

Dort holte Andreas Seiferth die Führung zurück, beim Stand von 22:18 nahm Gästecoach Michael Koch seine erste Auszeit. Aber die Gastgeber ließen sich nicht beirren, im nächsten Angriff wurde James Washington freigespielt, der das tat, wofür er an die Mosel geholt wurde – er vollstreckte eiskalt von der Dreierlinie (28:21). Doch die Gäste kamen bis auf 30:28 ran, sodass auch Henrik Rödl zur Auszeit bitten musste. Die Trierer Defense arbeitete weiter gut, zur Pause zeigte die Anzeigetafel eine 34:30 Führung.

Jared Jordan traf direkt im ersten Angriff von der Dreierlinie, um die Begegnung noch spannender zu machen, als sie eh schon war (34:33). Dru Joyce übernahm jetzt Verantwortung, traf von der Dreierlinie. Die TBB zeigte Herz und kämpfte wo es ging, auch wenn das für Nate Linhart bedeutete, dass er bereits sein viertes Foul kassierte. Die Bonner dagegen hatten ihre Nerven nicht unter Kontrolle, sie standen in regem Kontakt zu den Schiedsrichtern, bis Tony Gaffney schließlich ein Technisches Foul bekam. Die Gäste konnten aber besser mit der jetzt hitzigen Atmosphäre umgehen als die TBB, per Dreier kam der Ausgleich, 47:47. Wieder von draußen machten die Baskets die 47:50-Führung klar.

Zu Beginn des vierten Viertels ist es James Washington, der mit seinem zweiten Dreier den Ausgleich wiederherstellt. Die Gäste vom Rhein gingen erneut durch schnelle Korbleger in Führung (52:56). Dru Joyce kann „für drei“ erneut ausgleichen, aber dann legt Bonn wieder vor; 56:62. Nate Linhart verkürzt auf drei, Maik Zirbes auf einen: 61:62. Die Gäste treffen einen Korbleger, aber dann ist es Dragan Dojcin, der nach seinem kleinen Formtief der letzten Wochen endlich wieder von draußen trifft, 64:64, die Arena tobt. Dru Joyce tippt seinen eigenen Fehlversuch zurück in den Korb, die Führung ist zurück an der Mosel. Im nächsten Angriff vergrößert Maik Zirbes per Hakenwurf auf vier Punkte, aber die Gäste verkürzen von der Freiwurflinie auf 68:67. Auf beiden Seiten findet ein Freiwurf sein Ziel – 69:67. Bei 7,9 Sekunden auf der Uhr steht plötzlich Benas Veikalas frei an der Dreierlinie und trifft, Auszeit TBB.

Im Angriff beweist Dru Joyce unglaubliche Nerven: Er hält den Ball, dribbelt ruhig, zieht zum Korb und steckt zu Maik Zirbes durch, der mit entschlossenem Blick abspringt und den Ball in den Korb stopft, als hätte er den Dunk erfunden. Jared Jordan kann in den übrigen 1,9 Sekunden nur an den Ring werfen.

„1 von 1 im neuen Jahr, das sind 100%“ scherzte Henrik Rödl, TBB-Trainer. „Wir haben in den letzten Wochen einige Niederlagen hinnehmen müssen, obwohl wir immer gut gekämpft haben. Heute sind wir endlich belohnt worden, das war bitter nötig. Wir sind immer wieder zurückgekommen, ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft.“

Michael Koch, Head Coach der Telekom Baskets: „Glückwunsch an Trier zum Sieg. Ich glaube, wir haben heute das Spiel verloren, nicht Trier gewonnen. Wir haben mit unserer Zonenverteidigung eine Führung rausspielen können, die wir aufgrund eigener Fehler nicht halten konnten. Ich weiß, dass Henrik mit seiner Mannschaft in den letzten Wochen einige Spiele knapp verloren hat, diesmal haben sie gewonnen, so ist Basketball.“

Punkteverteilung: Linhart (5), Joyce (16), Saibou (0), Zwiener (8), Dojcin (9), Faßler (0), Seiferth (2), Washington (9), Picard (n.e.), Zirbes (16), Bynum (6).

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