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Der NBA-Zirkus gastiert in der Hauptstadt: „Nowitzki Europe Live Tour“ – der ganz normale Wahnsinn

Der NBA-Zirkus gastiert in der Hauptstadt: „Nowitzki Europe Live Tour“ – der ganz normale Wahnsinn

15 Jahre mussten die Fans von Dirk Nowitzki – also wir alle – warten, bis wir den großen Blonden einmal mit den Dallas Mavericks in Deutschland erleben dürfen. „Mit den Mavericks in Deutschland zu spielen ist schon etwas anderes als mit dem Nationalteam“, findet auch Nowitzki. Rund dreieinhalb Tage herrscht in Berlin zumindest für die deutsche Basketball-Gemeinde der Ausnahmezustand.
Die Tatsache, dass die Partie der Mavericks gegen ALBA BERLIN innerhalb einer Stunde ausverkauft war, zeigt das Interesse an dem Ausnahmespieler in seiner Heimat. Nowitzki ließ am ersten Tag durchblicken, dass frühere Gastspiele wohl stets am Veto von Mavericks-Boss Mark Cuban gescheitert wären: „Aber im neuen Bargaining Agreement steht eine Klausel, dass Teams Reisen ins Ausland nicht mehr ablehnen dürfen, wenn sie von der NBA dafür ausgewählt werden.“

Jetzt hat es also endlich geklappt und die Mavericks ließen sich die gute Laune auch dadurch nicht verderben, dass es gleich nach der Landung in Berlin zu regnen begann. Schon bei der Ankunft im Hotel machte die Hauptstadt bei den Gästen aus Texas aber wieder Punkte gut, denn die Reisegesellschaft wohnt ganz prominent im Hotel Adlon gleich am Brandenburger Tor, wo zur Ankunft sogar ein roter Teppich ausgerollt wurde. Da wird man es wohl ein paar Tage aushalten können und hat es auch nicht so weit zum obligatorischen Erinnerungsfoto vor dem „Brandenburg Gate“. Freizeit haben die Mavericks ohnehin so gut wie keine, denn der Berlinbesuch ist vollgepackt mit PR-Terminen. Die Mavericks haben inklusive ihrer Cheerleader alles mitgebracht, was man für ein NBA-Spektakel braucht, aber eigentlich dreht sich überall alles nur um Nowitzki. Die „NBA Europe Live Tour“ wird in Berlin zur „Nowitzki Europe Live Tour“.

Dirk Nowitzki über die Partie gegen ALBA BERLIN und über seine Erfahrungen bezüglich der Fitness unter Dirk Bauermann als Trainer:





Am Nachmittag begleiteten die Mavericks NBA-Commissioner David Stern und den NBA-Botschafter Detlef Schrempf nach Berlin-Köpenick, wo „NBA Cares“ dem Jugendzentrum „Mellowpark“ einen Basketball-Freiplatz stiftet. Das geplante gemeinsame Training mit den Jugendlichen und Kindern fiel bei schlechtem Wetter buchstäblich ins Wasser. Stattdessen durften die Kinder im geschützten Zelt Stern und den NBA-Stars Fragen stellen. Auch einige ALBA-Spieler waren vor Ort, was Sven Schultze nutzte, um Nowitzki schon einmal vorzuwarnen: „Er will die Ellbogen anspitzen und hat gemeint, wir müssten uns warm anziehen“, berichtet Nowitzki später.

Das abendliche Medientraining in der o2 World lockte neben den Zaungästen, die den NBA-Zirkus bereits am Hotel begrüßten und in den Mellowpark begleiteten, schon gut hundert Journalisten an. Viele hatte man zuvor noch nie beim Basketball gesehen, aber alle hatten den gleichen Auftrag - eein Stück Dirk Nowitzki zurück in die Redaktion mitzubringen. Tom Marchesi, Senior Manager Communications von NBA Europe, präsentierte deshalb in Abänderung des ursprünglich geplanten Protokolls den Star in einer Pressekonferenz separat vom Team, während die Athletiktrainer der Mavs mit dem Rest der Mannschaft bereits damit begannen, den Jet Lag“ aus den Spielern zu stretchen.

Berlins Sportdirektor Mithat Demirel über das Spiel gegen Dallas:



Detlef Schrempf über den deutschen Basketball, einem Ratschlag an den Nachwuchs bezüglich Aufstehen und zu Bett gehen, Dirks Titelgewinn und seine Liebe zum Basketball.



Nowitzki räumte auf der Pressekonferenz ein, dass man erst seit einer Woche trainiere und dass es wohl noch einige Zeit dauern werde, bis das vor allem im Backcourt total umgekrempelte Dallas-Team harmoniert: „ Mit so einem erfahrenen Hund wie Jason Kidd als Point Guard war es einfacher, Neulinge einzubinden. Aber die neuen Leute bringen die Athletik mit, die uns in den letzten Jahren gefehlt hat.“ Als die Frage aufkam, ob ALBA vor diesem Hintergrund vielleicht sogar am Samstag eine Siegchance habe, zeigte sich Nowitzki gut informiert: „Ich habe schon im Internet gesehen, dass Berlin super drauf ist. Obradovic hat die Jungs in den letzten zwei Monaten richtig fit gemacht. Die werden schon gut Druck machen, aber damit müssen wir zurechtkommen.“

So an die sportliche Aufgabe des Wochenendes erinnert, marschierte Nowitzki anschließend, gefolgt von der Kameras und Mikrofone schleppenden Meute, in die Arena, um sich den dort bereits trainierenden Teamkollegen anzuschließen. Als die Pressevertreter nach einer halben Stunde aufgefordert werden, die o2 World verlassen, kann man schon beim Hinausgehen sehen, dass das Training jetzt spürbar schärfer wird. Wahrscheinlich werden sich auch Sven Schultze und seine Albatrosse am Samstag warm anziehen müssen.

Der Nationalspieler Chris Kaman über seine "Heimkehr" nach Deutschland, seine Erinnerungen an Peking 2008 und Litauen 2011 sowie einem nett gemeinten Rat an den "Flopper" Heiko Schaffartzik:



Vince Carter über seine Erinnerung an das Mannheimer Albert-Schweitzer-Turnier, die Krebserkrankung seines alten Teamkollegen Ademola Okulaja und eine Vorhersage, dass er Berlins UNC-Kollege Deon Thompson im Spiel amtlich abbauen wird:

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