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Deutliche Heimniederlage gegen treffsichere Brose Baskets

Deutliche Heimniederlage gegen treffsichere Brose Baskets

Die EnBW Ludwigsburg musste sich am Samstagabend gegen die Brose Baskets aus Bamberg mit 69:101 (41:61) deutlich geschlagen geben. Vor 3.709 Zuschauern in der ARENA Ludwigsburg zeigte sich der amtierende Deutsche Meister mit einer beeindruckenden Trefferquote von der Dreierlinie (14/25) und einem alles überragenden PJ Tucker (35 Punkte) in hervorragender Verfassung und ließ den Gastgebern nach einem furiosen ersten Viertel letztlich keine Chance. Auf Seiten der Barockstädter waren Jeff Greer (14), Donatas Zavackas (13) und Kurt Looby (10) die erfolgreichsten Werfer.
Im Duell mit dem amtierenden Double-Gewinner aus Bamberg schickte Trainer Steven Key, der am Samstag auf den verletzten Jerry Green (Oberschenkelzerrung) verzichten musste, zu Spielbeginn Mark Dorris, Alex Harris, Johannes Lischka, Donatas Zavackas und Kurt Looby auf das Parkett der ARENA Ludwigsburg und lautstark unterstützt Ludwigsburger Publikums starteten die Barockstädter mit einer 7:2 Führung nach zwei Minuten exzellent in die Partie. Nach fünf Punkten von PJ Tucker kamen die Gäste anschließend jedoch so langsam auf Betriebstemperatur und gingen beim Stand von 7:9 erstmals selbst in Front. Ludwigsburg konnte die Franken nun offenbar nur noch per Foul stoppen, bei einer Foulverteilung von 7-1 „für“ die Gastgeber nach sechs Minuten wurde Steven Key an der Seitenlinie dann allerdings doch etwas lauter und wurde dafür von den Schiedsrichtern mit einem technischen Foul bestraft. Noch viel lauter als der EnBW-Coach waren in dieser Phase jedoch die Fans, die nur noch ein gellendes Pfeifkonzert für die Unparteiischen übrig hatten und versuchten ihr Team anschließend mit voller Kraft wieder in Schwung zu bringen. Die Barockstädter hatten ihren Rhythmus zwischenzeitlich komplett verloren und leisteten sich nun zu viele Ballverluste, sodass sich Bamberg mit einem 12-2 Lauf auf 15:31 absetzen konnte. Nach zwei verworfenen Dreiern gleich zu Spielbeginn blieben die Franken dabei fast komplett ohne Fehler und bis 90 Sekunden vor Ende des ersten Spielabschnitts tatsächlich ohne Fehlwurf aus dem Zweipunktebereich, die Ludwigsburger Defensive hatte also kaum noch eine Möglichkeit die nun ins Laufen gekommene Angriffsmaschinerie der Gäste entscheidend zu stoppen. Mit zwei Dreiern von Jeff Greer sowie einem Dreipunktspiel durch Mark Dorris konnte sich das EnBW-Team aber dennoch zurückmelden um dank eines 9-0 Zwischenspurts und einem Looby-Dunking letztlich mit einem 28:34 Rückstand aus dem ersten Abschnitt zu gehen.

Zu Beginn der zweiten zehn Minuten setzten die Brose Baskets ihre beeindruckende Treffsicherheit im Angriff dann weiter fort und waren durch Roberts, Tucker, Gavel und Jacobsen von der Dreierlinie erfolgreich um auf 28:46 zu erhöhen. Tim Koch stoppte schließlich den 12-0 Lauf der Gäste und markierte wenig später ebenfalls einen Treffer aus der Distanz, da der ehemalige NBA-Profi PJ Tucker in der ersten Halbzeit jedoch zu keiner Zeit in den Griff zu bekommen war und zur Pause bereits 27 Punkte (!) auf seinem Konto verbucht hatte, blieb Bamberg weiterhin die spielbestimmende Mannschaft. Beim Stand von 41:61 ging es somit in die Kabine.

Den zweiten Durchgang eröffnete Donatas Zavackas per Dreier, Casey Jacobsen und Brian Roberts gaben allerdings prompt die passende Antwort und erhöhten zwischenzeitlich auf 44:67. Ludwigsburg ließ sich von den Rückschlägen aber nicht unterkriegen und kämpfte weiter mit allen Mitteln gegen die fränkische Übermacht an, letztlich hatte der deutliche Abstand aber auch nach dem dritten Viertel noch Bestand und so war zu Beginn der letzten zehn Minuten ein 55:77 Rückstand auf der Anzeigetafel der ARENA zu sehen. Dieser wuchs durch einen erneuten 10-2 Zwischenspurt zunächst weiter an, ehe Tim Koch mit seinem zweiten Dreier erfolgreich war und Steven Key in den Schlussminuten mit Besnik Bekteshi und Jonathan Maier die beiden Youngster aufs Feld schickte. Während Maier bei seinem Debüt in der Beko BBL bei vier Versuchen aus dem Feld ohne Wurfglück geblieben war, versenkte Bekteshi drei von vier Freiwürfen um sich damit erstmals in dieser Saison in die Korbjägerliste einzutragen. Nationalcenter Tibor Pleiß sorgte schlussendlich per Dreier für den 69:101 Endstand.

Headcoach EnBW Ludwigsburg Steven Key:
„Wir können heute über vieles reden, klar ist jedoch dass 20 Ballverluste gegen solch eine Topmannschaft zu viel sind. Positiv sehe ich heute aber unsere Einstellung. Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute gekämpft und Herz gezeigt, das müssen wir nun mitnehmen in die nächsten 16 Spiele.“

Headcoach Brose Baskets Chris Fleming:
„Es war für uns sehr wichtig mit einem guten Gefühl in die Pause zu gehen, deshalb bin ich stolz darauf wie meine Mannschaft aufgetreten ist. Wir wussten aus dem Hinspiel wie gefährlich die Ludwigsburger sein können, haben in der Verteidigung jedoch einen ordentlichen Job gemacht und vorne den Ball gut bewegt. PJ Tucker war heute zudem überragend.“

Die Viertel im Überblick: 28:34 13:27 14:16 14:24

Statistik:

Scorer Ludwigsburg:
Greer (14), Zavackas (13, 5 Rebounds), Looby (10, 2 Blocks), Dorris (9, 5 Rebounds, 4 Assists), Koch (8), Bowler (6), Harris (3), Bekteshi (3), Lischka (2, 9 Rebounds), McCray (1), Maier (0), Green (n.e.)

Scorer Bamberg:
Tucker (35, 6 Rebounds), Jacobsen (20), Pleiß (17, 9 Rebounds), Roberts (13), Gavel (6, 5 Assists), Slaughter (4, 4 Assists), Jenkins (3), Tadda (3), Schmidt (0), Neumann (0), Suput (n.e.), Stuckey (n.e.)
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