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Ein Schlüsselspiel verloren – 61:76-Niederlage in Gießen

Ein Schlüsselspiel verloren – 61:76-Niederlage in Gießen

Das neue Jahr 2012 hat für die WALTER Tigers Tübingen nicht gut begonnen. Nach den Niederlagen gegen Ludwigsburg und Würzburg verlor die Mannschaft von Tigers-Cheftrainer Igor Perovic auch das wichtige Spiel gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn LTi GIESSEN 46ers vor 3168 Zuschauern nach einer schwachen Leistung verdient mit 61:76 (26:29). Mit sechs Siegen aus 18 Begegnungen sind beide Teams nun punktgleich, glücklicherweise haben die Schwaben noch den direkten Vergleich aufgrund des 82:59-Erfolgs aus dem Spiel für sich entscheiden können. Beim Stand von 45:28 für die Hausherren in der 26. Minute mussten die Tübinger vor den Augen der etwa 30 mitgereisten Tübinger Fans sogar um diesen direkten Vergleich noch bangen.
Die „totale Katastrophe“ konnte die am Samstagabend zahmlosen Raubkatzen vor allem dank Josh Young und Ruben Spoden aber noch verhindern. Aus einer – unter den Möglichkeiten auftretenden - Tigers-Truppe waren die beiden genannten Akteure noch die positiven Lichtblicke. Young erzielte 14 Punkte, Teamkollege Spoden kam in nur zehn Minuten Einsatzzeit auf acht Zähler. Selbstverständlich war Perovic nach der zwölften Saisonniederlage äußerst enttäuscht: „Wir haben eine große Chance verpasst. Diese Niederlage tut uns sehr weh. Uns hat die Intensität gefehlt, dazu haben wir den 46ers zu viele freie Würfe gelassen und 14 Offensivrebounds zugelassen“, so Perovic. Center Pavelas Cukinas war auf Tübinger Seite ein Totalausfall und konnte sich nicht in die Scorerliste eintragen. Weit von seiner Bestform ist aktuell auch Vaughn Duggins (fünf Punkte) entfernt.

Schwacher Start beider Teams

Beide Mannschaften begannen die Partie äußerst nervös. Im ersten Spielabschnitt konnten beide Kontrahenten nur 25 Punkte sammeln, einfache Korbleger und freie Würfe wurden sowohl von den Tigers als auch von den 46ers leichtfertig vergeben. Wayne Bernard eröffnete das Spiel mit einem erfolgreichen Dreier zur 3:0-Führung (1.) für die Hessen. Der 30-Jährige sollte im weiteren Spielverlauf gemeinsam mit Landsmann Barry Stewart bester Spieler auf Seiten der Hessen sein – beide kamen jeweils auf 17 Punkte. In der sechsten Minute erzielte Adnan Hodzic die erste Führung zum 6:5 für die Gäste. Duggins und Tigers-Kapitän Louis Campbell erhöhten bis zur siebten Minute auf 10:5 – die Schwaben schienen auf einem guten Weg zu sein. Doch Stewart und der teilweise furios aufspielende Achmadschah Zazai konterten bis zur neunten Minute auf 12:10 für die 46ers. Nach einem wahren Kunstwurf von Campbell und einem Freiwurf von Young gingen die Neckarstädter mit 13:12 ins zweite Viertel.

Bis zur 18. Minute war das Spiel weiter stets ausgeglichen, kein Team konnte sich absetzen. Beim Stand von 24:22 für die Tübinger erzielte Chad Prewitt mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr einen Drei-Punkte-Wurf, welcher von den Unparteiischen nach kurzer Beratung gegeben wurde (19.). Die Reklamation der Tübinger fruchtete nicht. In der Schlussminute versuchte es der US-Amerikaner erneut, wurde jedoch dieses Mal beim Versuch gefoult und durfte mit drei Freiwürfen an die Linie. Der 31-Jährige verwandelte zwei Würfe von der Linie zur knappen 27:26-Führung seiner Farben. 46ers-Neuzugang Taj McCullough erhöhte mit ebenfalls zwei Freiwürfen zum 29:26-Halbzeitstand. Der Ersatz für den verletzten Maurice Jeffers zeigte mit sieben Punkten und drei Rebounds insgesamt eine ordentliche Leistung nach wenigen Tagen im Training mit der Truppe von Björn Harmsen.

Gießener 16:1-Lauf sorgt für Vorentscheidung

Im dritten Spielabschnitt legten die Hessen den Grundstein für den sechsten Saisonerfolg. Bis zur 26. Minute überrannten die Hausherren die Gäste aus Tübingen quasi mit einem 16:1-Lauf zur höchsten Führung in der Begegnung (45:28). Perovic musste an der Seitenlinie mit ansehen, wie harmlos seine Schützlinge gegen keinen besonders starken Gegner im Angriff waren, nichts auf die Reihe brachten und in der Defensive immer einen Schritt zu langsam waren. Vor allem die starken Bernard und Stewart brannten ein regelrechtes Feuerwerk aus kurzer und langer Distanz ab. Zazai führte gut Regie, nachdem der etatmäßige Spielmacher Radenko Pilcevic im zweiten Viertel sein drittes Foul (13.) kassierte und in der 25. Minute bereits sein viertes Foul abholen musste. Der Serbe schmorrte lange Zeit auf der Bank und sah eine starke Leistung seines Stellvertreters. Young und Reggie Redding erlösten die Schwaben mit zwei erfolgreichen Dreiern, dazu traf Young zwei Freiwürfe und der Rückstand konnte in der 27. Minute auf 36:45 verkürzt werden. Zu mehr reicht es in diesem Viertel aber nicht mehr. Die Hessen gingen mit einem komfortablen Zehn-Punkte-Vorsprung in das letzte Viertel (52:42).

Den Vorsprung hielt die Harmsen-Truppe dank Bernard bis zur 35. Minute, 62:52 lag das Gründungsmitglied der Bundesliga zu diesem Zeitpunkt vorne. Nach zwei Zählern von Hodzic und einem Dreier von Spoden witterten die Neckarstädter beim Stand von 57:62 gute 240 Sekunden vor dem Spielende nochmals Morgenluft. Doch die Hausherren konnten in der verbleibenden Zeit erneut einen Gang höher schalten und gewannen die Partie nach 40 Spielminuten mit 76:61.

Nun heißt es für die Tübinger, neue Kräfte und neuen Mut für die verbleibenden 16 Spiele im deutschen Basketball-Oberhaus zu sammeln. Tyrone Nash, Duggins, Hodzic und Redding werden die Familie in Übersee für einige Tage besuchen, Cukinas fliegt nach Litauen und Campbell wird mit der Familie in die Alpen fahren. Der Rest wird in Tübingen sein, sich erholen und leichtes Training mit Perovic durchführen. Weiter geht es für die Tigers mit dem Spiel gegen den FC Bayern München am 27. Januar. Spielbeginn im Dschungel ist um 20 Uhr, mit dann einer hoffentlich neu formierten Tigers-Mannschaft. Gegen das Team um den Ex-Tübinger Aleksandar Nadjfeji gibt es nur noch Stehplatzkarten.

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