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Elf Jahre in Deutschland: Die Nadjfejis - eine Basketball-Familie der besonders sympathischen Art

Elf Jahre in Deutschland: Die Nadjfejis - eine Basketball-Familie der besonders sympathischen Art

Die Bezeichnung „Legende" wird im Sport bisweilen recht inflationär gebraucht. Für Aleksandar Nadjfeji indes trifft es jedoch kaum ein anderer Begriff besser. Seit mehr als einem Jahrzehnt begeistert „Pista" die Basketball-Fans der höchsten deutschen Spielklasse. Lediglich zwei Spieler haben seit der Einführung der Statistik-Datenbank zur Saison 1998/99 mehr Punkte erzielt als der zweimalige deutsche Meister. In 364 Erstligapartien gelangen ihm 4655 Punkte. Hinzu kommen 386 Zähler aus 30 ProA-Partien für den FC Bayern in der Saison 2010/11.

Aufgrund seiner unnachahmlichen Technik ähnelt Nadjfeji´s Spielweise fast schon einem gnadenlosen Tanz mit dem Gegner, bei dem oft schon eine geschmeidige Körpertäuschung genügt, um die Kontrahenten reihenweise ins Leere springen zu lassen. Wurde der Gegenspieler dann noch nicht ausgeschaltet, folgt eine zweite oder dritte unerwartete Finte und der Weg zum Korb ist endgültig frei. Der gebürtige Serbe lässt das Spiel kinderleicht und seine Gegner dafür steinalt aussehen.

Sein ganzes Leben hat der charismatische 35-Jährige dem Basketball gewidmet, aber auch der Rest der Familie Nadjfeji ist mit dem Basketballvirus infiziert. Heilung - unerwünscht. Seine Tochter Nevena (9) sowie die beiden Söhne Nemanja (11) und Milos (14) sind sicherlich die treuesten Fans ihres Vaters. „Meine Familie lebt Basketball. Jedes Spiel wird mit Leidenschaft verfolgt. Das ist für mich natürlich eine riesige Unterstützung. Ich kann mich ehrlich gesagt an kein Heimspiel erinnern, bei dem niemand aus meiner Familie im Publikum saß. Wir sind alle basketballverrückt", so Nadjfeji Senior über seinen Clan.

Hier sein größter Wurf 2006 im fünften Halbfinale beim amtierenden Meister aus Bamberg:



Mit Nemanja und Milos steht auch schon die nächste Basketballgeneration der Nadjfejis in den Startlöchern. Beide Söhne spielen natürlich auch für den FC Bayern München Basketball. Milos ist zurzeit für die U16/2 aktiv. Der jüngere Nemanja wurde mit der U12 in der vergangenen Saison bayerischer Vizemeister und wird nun in die U14-Mannschaft des Vereins aufrücken. In Sachen Ehrgeiz stehen beide ihrem Vater in nichts nach: „Die JBBL ist auf jeden Fall mein Ziel", sagt Nemanja. Dafür steht der jüngste Sohn, genau wie sein älterer Bruder, fast täglich auf dem Spielfeld. Drei bis vier Mal in der Woche steht das Mannschaftstraining auf dem Plan. Zusätzlich absolvieren beide noch individuelle Trainingseinheiten mit ihrem Vater. „Er ist als Trainer sehr geduldig", sagt Milos über seinen Vater. Und Papa Nadjfeji freut sich natürlich über so viel Herz, Leidenschaft und Ehrgeiz. Die B-Trainerlizenz hat der 2,02m große Power Forward schließlich bereits erworben. Davon profitiert auch der eigene Nachwuchs. „Ich versuche natürlich, möglichst viele Spiele meiner Söhne zu sehen und mache mir auch meine Notizen zu den guten und schlechten Aktionen. Zu Hause analysieren wir dann das Spiel noch einmal gemeinsam", sagt Nadjfeji.



Wenn es um die Zukunftsplanung seiner Sprösslinge geht, hat er allerdings klare Prioritäten: „Ich wäre natürlich stolz, wenn sie in meine Fußstapfen treten, aber erst kommt die Schule, dann kommt der Basketball", so die bestimmende Ansage des Familienoberhaupts. Der erfahrene Profi weiß schließlich wie wichtig es ist, frühzeitig ein zweites Standbein neben dem Sport aufzubauen: „Eine Sport-Karriere kann schon vorbei sein, ehe sie überhaupt richtig begonnen hat. Eine schwere Verletzung und das war‘s. Meine Kinder haben glücklicherweise bessere Voraussetzungen als ich sie in ihrem Alter hatte. Sie haben im Verein ideale Möglichkeiten, um die basketballerische und schulische Ausbildung erfolgreich unter einen Hut zu bringen. Das war für mich nicht ganz so einfach möglich. Eine gute Schulausbildung hat für meine Kinder immer oberste Priorität. Besonders auch für die Mama (lacht)." Aleksandar Nadjfeji weiß, dass sich seine Kinder früher oder später entscheiden müssen, ob sie den harten Weg in das professionelle Basketballgeschäft auf sich nehmen möchten: „Wer mit Basketball viel erreichen will, muss auch Opfer bringen können. Talent allein reicht nicht aus. Dahinter steckt viel, viel harte Arbeit. Eines Tages werden sich meine Kinder für einen Weg entscheiden müssen. Wie auch immer diese Entscheidung ausfällt, ich werde sie dabei 100-prozentig unterstützen."

Und bei der zweiten dieser beiden Szenen wird klar, warum Nadjfeji von der deutschen Basketball-Gemeinde derart geliebt wird:



Wie denkt die deutsche Basketball-Gemeinde über Aleksandar Nadjfeji? Was ist eure Meinung zur Spielweise von "Pista"? Unten in den Kommentaren könnt Ihr Lobreden oder Kritik loswerden zum Power Forward, der bereits in Bonn, Köln, Berlin, Tübingen und nun München gespielt hat.

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