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Euroleague: Brose Baskets und ALBA gegen die Neulinge aus der Türkei und Frankreich in der Pflicht

Euroleague: Brose Baskets und ALBA gegen die Neulinge aus der Türkei und Frankreich in der Pflicht

Nach dem vergleichsweise druckfreien Auftaktspielen, bei denen die beiden deutschen Euroleague-Vertreter in Barcelona bzw. Siena nichts zu verlieren hatten (was die Berliner prompt zu einer Überraschung nutzen konnten), stehen die Brose Baskets und ALBA BERLIN am zweiten Spieltag erstmals in der neuen Saison richtig in der Pflicht. Beide empfangen am Donnerstag (18. Oktober) in eigener Halle nämlich direkte Konkurrenten, die sich von ihren Möglichkeiten her ungefähr auf Augenhöhe mit den Bundesligisten befinden und die es deshalb mit Blick auf die TOP16-Chancen in eigener Halle zu schlagen gilt.
Der Bamberger Gegner Besiktas Istanbul und der Berliner Kontrahent Elan Chalon standen sich erst vor einem halben Jahr im Finale der „drittklassigen“ EuroChallenge gegenüber (Besiktas gewann 91:86). Beide gewannen darüber hinaus in ihrem Land auch den Pokal und wurden Meister, womit sie den seltenen direkten Sprung vom dritten europäischen Wettbewerb in die „Bel Etage“ schafften. Während es Chalons Trainer Gregor Beugnot dabei gelang, sein Team mehr oder weniger unverändert in die neue Saison mitzunehmen, ist bei Besiktas das Meisterteam nach dem Ausstieg des Hauptsponsors komplett auseinander gefallen. Der neue Trainer Erman Kunter muss mehr oder weniger bei Null anfangen.

Die Brose Baskets eröffnen den Spieltag am Donnerstag um 19:00 Uhr in der Stechert Arena gegen Besiktas. ALBA BERLIN folgt ab 20:45 Uhr in der o2 World mit seinem Heimspiel gegen Elan Chalon. Beide Spiele werden kostenpflichtig live im Fernsehen auf Sport1+ sowie im Internet auf Sport1.de live übertragen.

Brose Baskets erwarten gerupften türkischen Meister


Nach dem Absprung des sehr spendablen Hauptsponsors Milangaz ist der finanzielle Spielraum bei Besiktas für Erman Kunter als neuen Chef an der Seitenlinie nicht sehr groß, was der Trainer aber aus den vielen Jahren in Frankreich (zuletzt sechs Jahre lang in Cholet) bereits kennt. In einem Interview am Wochenende wurde deutlich, dass gerade diese Aufgabe den 56-Jährigen ehemaligen Nationalspieler reizt. Er will der am Bosporus weiter Millionen um sich werfenden Konkurrenz beweisen, dass es auch billiger geht: „Wir werden unseren Titel verteidigen.“ Im Präsidenten-Cup (dem türkischen Supercup) setzte Besiktas kürzlich mit einem 77:75 über Efes schon einmal eine Duftmarke in dieser Richtung und der Euroleague-Auftakt konnte sich mit einem 81:65 über Partizan Belgrad auch sehen lassen.



13/28 Dreier (allein 5/6 durch US-Forward Patrick Christopher) zeigen auf, dass die Bamberger Verteidigung gut beraten ist, Besiktas nicht allzu viele freie Dreier zu gewähren. Christopher, den Erman Kunter aus Cholet nach Istanbul mitgenommen hat, ist dabei ein gutes Beispiel, wie der neue Besiktas-Trainer sein Team zusammengestellt hat. Anstelle der großen Namen, die den Club im Sommer nach dem Absprung von Milangaz so schnell verlassen haben wie sie zuvor gekommen waren, geben jetzt Akteure den Ton an, die wissen, dass sie nur eine Chance haben, wenn sie als Team auftreten. Der flinke US-Spielmacher Curtis Jerrells und sein cleverer Back-up Tutku Acik sind solche Leute oder auch der Kunter zusammen mit Patrick Christopher aus Cholet nach Istanbul gefolgte Power Forward Randal Falker:



Dass Kunter sich sein Team mit viel Bedacht und ohne Experimente zusammengestellt hat, ist sicher eines der Geheimnisse hinter der Frühform, die Besiktas noch ohne Pflichtspielniederlage (6:0 Siege in Pokal, Liga und Euroleague) nach Bamberg kommen lässt. Nach dem Triumph über Partizan gewann Besiktas sein erstes Spiel in der türkischen Liga gegen Ankara zwar nur 61:60, weil die Dreier diesmal nicht fielen (5/23), aber die solide Defense, gepaart mit jeweils 13 Punkten durch Curtis Jerrell und den slowenischen Center Gasper Vidmar, bewahrte trotzdem die weiße Weste.

Besiktas Istanbul im Stenogramm (*neu im Team)
Guards: *Curtis Jerrels (25, 185, USA), *Tutku Acik (32, 194, TUR), *Muratcan Güler (32, 192, TUR), Fikret Can Akin (29, 190, TUR).
Forwards: *Patrick Christopher (24, 196, USA), *Serhat Cetin (26, 197, TUR), *Cevher Özer (29, 205, TUR), *Vladimir Dasic (24, 208, MNE).
Center: *Damir Markota (27, 208, CRO), *Gasper Vidmar (25, 210, SLO), *Randal Falker (27, 201, USA), Baris Hersek (24, 207, TUR)
Headcoach: Erman Kunter (56 Jahre, dritte Euroleague-Saison, neu bei Besiktas)

ALBA BERLIN empfängt jungen französischen Meister


Französische Clubs haben in den letzten Jahren in der Euroleague keine Bäume ausgerissen. Die letzte TOP16-Teilnahme liegt fünf Jahre zurück. In Frankreich diskutiert man derzeit über die von der Basketball-Legende Antoine Rigaudeau aufgestellte These, dass die Ausgeglichenheit der Liga Schuld daran sei. Wenn man in jedem Jahr einen neuen Meister in die Euroleague schicke, so Rigaudeau, dürfe man sich nicht wundern, wenn man dort in jedem Jahr aufs Neue Lehrgeld zahle. Auch Elan Chalon spielt zum ersten Mal in der Euroleague, konnte dank des vergleichsweise dicken TV-Vertrags der Euroleague mit Canal+ (Ca. 70 Prozent der im eigenen Land erwirtschafteten TV-Gelder gehen in der Euroleague an die jeweiligen Vereine) aber sogar seinen von halb Europa gejagten Liga-MVP Blake Schilb halten, den vor allem seine große Vielseitigkeit auszeichnet.

Die Saisonvorbereitung des beisammen gehaltenen und sogar noch verstärkten Erfolgsteams wurde allerdings von einigem Verletzungspech überschattet. So konnte die teuerste Verstärkung, der sechsjährige NBA-Erfahrung mitbringende US-Center Sheldon Williams, erst eine Woche vor dem Saisonstart ins Training eingreifen. Im ersten, 71:72 gegen ASVEL verlorenen Ligaspiel verletzte sich dann auch noch die zweite Neuverpflichtung, US-Guard Marcus Denmon. Entsprechend froh war man, dass der eilig als Joker verpflichtete Brion Rush und der Ex-Frankfurter Ilian Evtimov Elan Chalon mit je 17 Punkten trotzdem am ersten Spieltag der Euroleague zum 81:74-Sieg über Asseco Prokom führten:



Am Wochenende gelang dem auf den hinteren Kaderplätzen mit vielen Talenten unter dem Strich sehr jung besetzten französischen Meister mit einem 83:79 in Poitiers auch der erste Saisonsieg in der französischen Liga (Highlights unten). Dass dabei neben Nationalspieler Steed Tchicamboud (14 Punkte, 6 Assists) und Blake Schilb (13 Punkte und 6 Assists) erstmals auch der NBA-Center Sheldon Williams mit 17 Punkten und 9 Rebounds imponierte, nährt bei Trainer Beugnot die Lust auf einen Sieg in Berlin: „Mit zwei Siegen in den Wettbewerb zu starten, wäre für uns schon die halbe Miete auf dem Weg in die TOP16“



Elan Chalon im Stenogramm (*neu im Team)
Guards: Steed Tchicamboud (31, 193, FRA), *Brion Rush (28, 186, USA), Nicolas Lang (22, 200, FRA), Ulysse Adjagba (19, 184, FRA).
Forwards: Blake Schilb (29, 201, USA), Ilian Evtimov (29, 201, BUL/FRA, Jordan Aboudou (21, 200, FRA), Vincent Gaillard (19, 200, SUI), Clint Ndumba-Capela (18, 205, SUI).
Center: *Shelden Williams (29, 206, USA), Joffrey Lauvergne (21, 211, FRA), Michel Jean-Baptise Adolphe (aka JBAM, 33, 205, FRA)
Headcoach: Gregor Beugnot (fünfte Eurolague-Saison, seit 2003 in Chalon)

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