FB Twitter Instagram YouTube Google+
Euroleague: Der Deutsche Meister tritt in Litauen an - Folgen die Brose Baskets ALBA BERLIN in...

Euroleague: Der Deutsche Meister tritt in Litauen an - Folgen die Brose Baskets ALBA BERLIN in...

Nachdem ALBA BERLIN sich in der Turkish Airlines Euroleague seinen Platz in der Runde der 16 besten Mannschaften vorzeitig gesichert hat, gilt es an den letzten beiden Spieltagen verstärkt den Brose Baskets die Daumen zu drücken.
Folgt der Deutsche Meister den Berlinern in die lukrative TOP16-Runde? Die Bamberger (bisher 2:6 Siege in der Gruppe D) haben es in der eigenen Hand, denn an den letzten beiden Spieltagen treffen sie auf die beiden Konkurrenten um den vierten Platz - Lietuvos rytas Vilnius (1:7) und Partizan Belgrad (2:6).

Euroleague:
Do, 20.00: Berlin – Malaga (SPORT1+ und kostenpflichtiger Stream auf SPORT1.de)
Fr, 18.30: Vilnius – Bamberg (SPORT1+ und kostenpflichtiger Stream auf SPORT1.de)

Die Bamberger Ausgangsposition ist dabei folgende: Gewinnen sie beide Spiele, haben sie ihr TOP16-Ticket in der Tasche. Gehen beide Spiele verloren, ist man raus. Vertrackt wird es, wenn nur ein Sieg gelingt. Dann können die Bamberger nämlich von dem Team, dem man unterliegt, noch überrundet werden. Nur ein Sieg über Partizan genügt nicht, wenn Bamberg gegen Vilnius den direkten Vergleich (+6) verspielt und die Litauer am letzten Spieltag beim (dramatisch abfallende Form zeigenden) Besiktas Istanbul gewinnen. Nur ein Sieg in Vilnius genügt nicht, wenn man in der nächsten Woche gegen Partizan den direkten Vergleich (+5) verspielt. Die Brose Baskets fahren deshalb mit zwei Optionen nach Vilnius: Am besten wäre natürlich ein Sieg. Gelingt das nicht, sollte am Freitag wenigstens mit einer Niederlage von weniger als sechs Punkten Differenz der direkte Vergleich gerettet werden.

Vergleichsweise stressfrei geht unterdessen ALBA BERLIN am Donnerstag in sein Heimspiel gegen Unicaja Malaga. Zwar hätten die Berliner bei einem Sieg noch eine kleine Chance, sogar Gruppendritter zu werden. Doch das hätte im Endeffekt nur geringe Auswirkungen: Die Berliner würden dann in der TOP16 nicht in der Gruppe E, sondern in der Gruppe F starten.

Unicaja Malaga: Zum achten Mal in Folge in der TOP16


Mit Unicaja Malaga empfangen die Berliner am Donnerstag in der Gruppe B einen Gegner, für den die TOP16-Teilnahme fast schon eine Selbstverständlichkeit ist. Die Andalusier haben zum achten Mal in Folge diese lukrative Endrunde erreicht. Umso überraschender war, wie teuer sich ALBA, angeführt von Deon Thompson (17 Punkte) und Heiko Schaffartzik (4/8 Dreier) vor fünf Wochen in Malaga verkaufen konnte. Bis in die Schlussminute hinein durfte ALBA sogar vom Überraschungssieg träumen. Dann sorgte Malagas US-Guard Marcus Williams mit einem eiskalten Dreier für die Entscheidung.


Malagas 67:62-Sieg war Teil einer sechs Siege umfassenden Serie, mit der sich das sehr tief und ausgeglichen besetzte Team von Trainer Jasmin Repesa für die TOP16 qualifizierte. Dass diese stolze Siegesserie am letzten Spieltag mit einer 72:91-Pleite in Siena zu Ende ging, tat vor allem Malagas Topscorer Luka Zoric (29 Punkte) weh. Dem kroatischen Nationalcenter, der 2004 mit Braunschweig einen kurzen Tryout-Auftritt in der deutschen Bundesliga hatte, blieb die Auszeichnung als „Spieler der Woche“ verwehrt, obwohl er der effektivste Akteur des achten Spieltags war. Spieltags-MVP wird man in der Euroleague aber nur, wenn das eigene Team siegreich ist.


Auch in der spanischen Liga in den letzten Wochen in vielen Auswärtsspielen etwas ins Schleudern geraten (nur Neunter mit 6:4 Siegen), fand Malaga aber am vergangenen Sonntag beim ungefährdeten 84:58 über Murcia schon wieder zu seiner starken Defensive zurück. Trainer Repesa nutzte das Spiel, um dem von einer langen Verletzungspause zurückgekehrten Nationalspieler Sergi Vidal viel Spielzeit zu geben (15 Punkte). Auch die beiden US-Spielmacher Earl Calloway (12) und Marcus Williams (10) sowie die beiden Kroaten Luka Zoric (14) und Krunoslav Simon (11) punkteten zweistellig.

Unicaja Malaga im Stenogramm
Guards: Earl Calloway (25 mpg, 11 ppg, 1 spg, im Hinspiel 14 p), Marcus Williams (22 mpg, 10 ppg, 4 apg), Txemi Urtasun (25 mpg, 9 ppg), Zoran Dragic (18 mpg, 5 ppg).
Forwards: Krunoslav Simon (28 mpg, 12 ppg, im Hinspiel 12 p, 7 rb und 4 as), Sergi Vidal (zurück von Verletzung), Carlos Jimenez (9 mpg, 1 ppg), James Gist (23 mpg, 8 ppg, 5 rpg).
Center: Fran Vazquez (16 mpg, 4 ppg), Luka Zoric (20 mpg, 11 ppg, 1 bpg), Augusto Lima (10 mpg, 3 ppg), Kosta Perovic (9 mpg, 3 pp).
Headcoach: Jasmin Repesa (51, erste Saison in Malaga, 13. Europaliga-Saison).

Lietuvos rytas hat noch lange nicht aufgegeben


Mit nur einem Sieg (69:61 über Partizan) sieht die Lage von Lietuvos rytas auch unter dem neuen Trainer Darius Maskoliunas in der Gruppe D alles andere als rosig aus. Aber aufgegeben haben die Litauer ihre TOP16-Ambitionen noch nicht. Alle Hoffnungen konzentrieren sich dabei jetzt auf das Heimspiel am Freitag gegen die Brose Baskets, in dem Rytas nicht nur seinen zweiten Sieg, sondern auch den direkten Vergleich gegen die Bamberger gewinnen will. Das erscheint nicht zuletzt deshalb möglich, weil der Deutsche Meister es im Hinspiel vor fünf Wochen in Bamberg versäumte, einen höheren Sieg als das 84:78 herauszuspielen.


Auch wenn die Litauer in der Zwischenzeit in der Euroleague ohne Sieg geblieben sind, präsentierte sich der litauische Vizemeister speziell in der letzten Woche beim 74:75 in Belgrad in einer stabileren Verfassung als noch vor fünf Wochen in Bamberg. Trainer Maskoliunas hat die Hierarchie im Team dafür etwas verändert. Der junge, aber sehr talentierte Serbe Nemanja Nedovic ist jetzt die Nummer eins im Spielaufbau, der ebenfalls erst 22-jährige Kroate Leon Radosevic hat den glücklosen Predrag Samardziski unter dem Korb überholt. Unverändert bleibt aber natürlich Nationalspieler Renaldas Seibutis der Go-to-Guy, der auch in Belgrad den 18:8-Lauf anführte, mit dem Vilnius das verloren geglaubte Spiel noch einmal spannend machte:


Was dann folgte, war eine der dramatischsten Schlussphasen der diesjährigen Euroleague-Saison. Zwar zog Vilnius am Ende unglücklich den Kürzeren, aber gleichwohl wurde deutlich, dass die Bamberger am Freitag auf einen Gegner mit einer sehr intakten Moral treffen.


Wie sehr der litauische Vizemeister, der auch in der United League in den letzten Wochen etwas besser in Tritt gekommen ist (3:4 Siege), sich jetzt auf das Endspiel gegen die Brose Baskets konzentriert, wurde am Montag in der United League deutlich, als Renaldas Seibutis beim Gastspiel in Chimki zu Hause blieb, um an Freitag als Topscorer ausgeruht zu sein. Ohne die obligatorischen Punkte ihres Go-to-Guys (in Bamberg waren es 24) unterlag Vilnius trotz 15 Punkten (sieben gezogene Fouls) von Leon Radosevic und zwölf Zählern (3/6 Dreier) von Janis Blums beim zweiten Moskauer Europaligisten 69:80.

Lietuvos rytas Vilnius im Stenogramm
Guards: Janis Blums (21 mpg, 6 ppg), Nemanja Nedovic (22 mpg, 10 ppg), Janis Blums (21 mpg, 6 ppg), Steponas Babrauskas (23 mpg, 6 ppg), Deividas Dulkys (11 mpg, 3 ppg).
Forwards: Renaldas Seibutis (31 mpg, 13 ppg, 2 apg, 1 spg), Simas Buterlevicius (9 mpg, 1 ppg), Arturas Jomantas (12 mpg, 1 ppg).
Center: Mindaugas Katelynas (25 mpg, 7 ppg, 5 rpg), Predrag Samardziski (17 mpg, 6 ppg, 1 rpg), Dejan Ivanov (18 mpg, 6 ppg, 5 rpg), Leon Radosevic (18 mpg, 10 ppg).
Headcoach: Darius Maskoliunas (41, LTU, seit Mitte Oktober Headcoach, Euroleague-Debüt als Trainer).
easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Kinder plus Sport