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Euroleague: Doppelt hält besser - ALBA BERLIN und die Brose Baskets starten am Donnerstag in die...

Euroleague: Doppelt hält besser - ALBA BERLIN und die Brose Baskets starten am Donnerstag in die...

Auf die Pflicht folgt die Kür: Am Donnerstag (27. Dezember) starten zum ersten Mal in der Geschichte der Beko BBL gleich zwei deutsche Clubs in die Euroleague-TOP16. Neben dem deutschen Duo sind in dieser Zwischenrunde noch Clubs aus sieben weiteren Ländern vertreten. Litauen, Israel und Italien stellen je einen Vertreter, Griechenland und Russland je zwei, die Türkei drei und Spanien vier. Aus der ACB (bzw. Liga Endesa), die damit einmal mehr ihre führende Stellung im europäischen Vereinsbasketball unterstreicht, kommen auch die ersten Gegner für Berlin und Bamberg in der Gruppe E. ALBA empfängt am Donnerstag Real Madrid, die Brose Baskets treten auswärts in Malaga an.
Do, 19.00 Uhr: ALBA BERLIN – Real Madrid
Live auf SPORT1 und als kostenpflichtiger Stream auf Sport1.de)

Do, 20.45 Uhr: Unicaja Malaga - Brose Baskets
Live auf SPORT1+ und als kostenpflichtiger Stream auf Sport1.de)

Schaut man kurz vor dem TOP16-Start die in Europa kursierenden Prognosen durch, kann einem schon etwas schwarz vor Augen werden. Niemand räumt den Deutschen auch nur eine geringe Chance ein, das Viertelfinale zu erreichen, wofür man in der Achtergruppe mindestens den vierten Platz belegen muss. Rückblickend ist diese Einschätzung gar nicht einmal aus der Luft gegriffen, denn sowohl die Bamberger (2006) als auch die Berliner (2009) standen zuvor erst einmal in der TOP16, um dort alle (nach dem damaligen Modus) sechs Spiele zu verlieren.

Aber eine solche Außenseiterrolle hat ja auch ihren Charme und zudem gab es ja in den vergangenen Jahren in der Euroleague doch immer wieder die eine oder andere Überraschung. Wir drücken unseren TOP16-Vertretern in der Gruppe F jedenfalls die Daumen! In dieser Saison wird die TOP16 zum ersten Mal in zwei Achtergruppen (bisher vier Vierergruppen) gespielt, was eine Ausweitung der Runde auf 14 Spieltage ergibt. Nur die ersten vier aus der Gruppe qualifizieren sich für das Playoff-Viertelfinale (best-of-five).

Real Madrid verdarb ALBA schon 2009 die TOP16-Heimpremiere


Der Zufall will es, dass ALBA BERLIN am Donnerstag gegen denselben Kontrahent startet, der auch schon 2009 der erste TOP16-Gegner in der o2 World war und damals 87:84 gewann. Im Unterschied zu damals, als Real sich gerade in einer Umbruchphase befand, zählen die Madrilenen aber in dieser Saison zum engeren Favoritenkreis auf den Euroleague-Titel. In der spanischen Liga schickt das Team von Trainer Pablo Laso sich in dieser Saison sogar an, mit einer Startbilanz von 14:0-Siegen Siegen alle Rekorde zu schlagen, nachdem Real vor einer Woche das Spitzenspiel gegen Valencia auch ohne seinen Superstar Rudy Fernandez mit einem 87:84-Sieg heil überstanden hat.


Am Sonntag gewann Real, bei dem Spielmacher Sergio Llull mit 24 Punkten (6/11 Dreier) glänzte, mühelos 85:71 in San Sebastian. Der an Rückenproblemen laborierende Rudy Fernandez wurde auch in diesem Spiel noch einmal geschont. Der 27-jährige Nationalspieler ist aber am Dienstag ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und wird am Donnerstag wieder zur Verfügung stehen. Fernandez, der bereits während des NBA-Lockouts in der letzten Saison für Real in der Euroleague spielte, ist im Sommer nach vier NBA-Jahren endgültig in seine Heimat zurückgekehrt, wo er für elf Millionen Dollar einen Dreijahresvertrag unterschrieben hat und mit seiner spektakulären Athletik und Versiertheit Reals Titelhoffnungen beflügelt.

Gleichwohl ist „Rudy“ nicht die einzige Attraktion der Madrilenen, deren Kader vor allem durch seine enorme Tiefe Respekt einflößt. So hat Llull im Backcourt mit Sergio Rodriguez (spielte 2006 bis 2010 in der NBA) und dem US-Amerikaner Dontaye Draper (MVP des Eurocups 2011) zwei weitere starke Spielmacher und mit Jaycee „Boom Boom“ Carroll den gefährlichsten Dreierschützen der spanischen Liga (Topscorer 2010 und 2011) an seiner Seite. Unter den Körben gibt es am Donnerstag in der o2 World ein Wiedersehen mit dem letztjährigen Bamberger Marcus Slaughter, der mit seiner Beweglichkeit und Athletik sehr gut zu Reals schneller Spielweise passt. Der große Star in Reals Frontcourt ist aber der 21-jährige Nikola Mirotic, der – in den letzten beiden Jahren zum besten Nachwuchsspieler der Euroleague gewählt – vor dem Sprung in die NBA zu den Chicago Bulls steht.


Real Madrid im Stenogramm
Guards: Sergio Llull (25, 190, ESP, 25 mpg, 11 ppg, 3 apg), Sergio Rodriguez (26, 189, ESP, 15 mpg, 6 ppg, 3 apg), Dontaye Draper (28, 181, US/CRO, 14 mpg, 3 ppg), Jaycee Carroll (29, 188, USA, 22 mpg, 6 ppg)
Forwards: Rudy Fernandez (27, 196, ESP, 24 mpg, 14 ppg, 3 apg), Carlos Suarez (26, 202, ESP, 18 mpg, 4 ppg), Martynas Pocius (26, 196, LTU, 11 mpg, 3 ppg)
Center: Nikola Mirotic (21, 208, MN/ESP, 24 mpg, 12 ppg 5 rpg), Mirza Begic (27, 216, SLO, 13 mpg, 6 ppg), Felipe Reyes (32, 204, ESP, 19 mpg, 8 ppg, 5 rpg), Marcus Slaughter (27, 204, USA, 20 mpg, 7 ppg, 5 rpg), Rafael Hettsheimer (26, 208, BRA).
Headcoach: Pablo Laso (45, ESP, seit 2010 bei Real, zweite Euroleague-Saison)

Brose Baskets reisen mit guten Erinnerungen nach Malaga


Zu einer richtigen Euroleague-Saison gehören für die Brose Baskets fast schon obligatorisch Spiele gegen Unicaja Malaga, die schon in den letzten beiden Jahren Gegner der Bamberger waren. Die Bilanz ist dabei kurios: Malaga gewann beide Spiele in Bamberg, die Brose Baskets triumphierten zweimal in Malaga, das aber trotzdem das Parkett als heimlicher Sieger verließ, denn die Andalusier erreichten trotzdem jeweils die TOP16, die Bamberger nicht. Wenn sich beide Mannschaften am Donnerstag erstmals in einem TOP16-Spiel gegenüberstehen, stärkt das Wissen, dass man in der Martin Carpena Arena (11.300 Plätze) zuletzt zweimal in Folge gewonnen hat, aber sicher trotzdem das Bamberger Selbstvertrauen.


Aber auch die in den letzten Wochen vor allem in der spanischen Liga ihren hohen Erwartungen hinterherlaufenden Andalusier werden das Parkett mit breiter Brust betreten. Schließlich haben sie doch am Sonntag in der spanischen Liga mit einem 71:69 über den FC Barcelona einen echten Befreiungsschlag gelandet. Damit steht das Team von Trainer Jasmin Repesa wieder in der oberen Tabellenhälfte (Platz 7 mit 8:6 Siegen) und damit in Reichweite der Teilnahme am prestigeträchtigen Turnier um den „Copa del Rey“. Wichtig war dabei für Malaga nicht zuletzt, dass ausgerechnet der in den letzten Monaten mit seiner Form hadernde Nationalcenter Fran Vazquez mit einem starken Block zum Matchwinner avancierte und auch über das gesamte Spiel mit elf Zählern neben Marcus Williams (15) und Center Luka Zoric (10) zu den auffälligsten Akteuren zählte.


Im bisherigen Saisonverlauf hatte nämlich gerade der tief besetzte Frontcourt um Fran Vazquez und Kosta Perovic ein ums andere Mal enttäuscht. Einzig der unermüdliche kroatische Center Luka Zoric sorgte für Stabilität unter den Körben. US-Power Forward James Gist wurde hingegen in der letzten Woche Objekt eines überraschenden Transfers innerhalb der Euroleague. Unicaja Malaga tauschte Gist beim Gruppengegner Panathinaikos gegen deren US-Power Forward Andy Panko ein, der – gegen Barcelona sofort ins kalte Wasser geworfen – mit neun Punkten und acht Rebounds auf Anhieb eine gute Figur im Unicaja-Trikot machte. Die größte Gefahr dürfte den Bambergern aber aus Malagas Backcourt drohen, wo das US-amerikanische Spielmacher-Duo Marcus Williams und Earl Calloway sowie die kroatische Geheimwaffe von Trainer Jasmin Repesa, der vielseitige Krunoslav Simon, auch ALBA BERLIN in der Vorrunde die entscheidenden KO-Schläge versetzten.


Unicaja Malaga im Stenogramm
Guards: Earl Calloway (28, 190, USA, 24 mpg, 11 ppg), Marcus Williams (27, 191, USA, 22 mpg, 10 ppg, 4 apg), Txemi Urtasun 27, 193, ESP, (24 mpg, 8 ppg), Zoran Dragic (23, 196, SLO, 18 mpg, 5 ppg).
Forwards: Krunoslav Simon (27, 206, CRO, 27 mpg, 11 ppg, 3 apg), Sergi Vidal (31, 200, ESP, 14 mpg, 4ppg), Andy Panko (35, 203, USA, für Panathinaikos 24 mpg, 9 ppg, 5 rpg).
Center: Fran Vazquez (28, 209, ESP, 15 mpg, 4 ppg), Luka Zoric (28, 211, CRO, 19 mpg, 11 ppg, 5 rpg), Augusto Lima (21, 206, BRA, 10 mpg, 4 ppg), Kosta Perovic (27, 217, SRB, 10 mpg, 4 ppg).
Headcoach: Jasmin Repesa (51, erste Saison in Malaga, 13. Europaliga-Saison).
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