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Euroleague: Heimspiel gegen Vilnius der Wahrsager für die Brose Baskets – ALBA BERLIN Donnerstag...

Euroleague: Heimspiel gegen Vilnius der Wahrsager für die Brose Baskets – ALBA BERLIN Donnerstag...

Am vierten Spieltag der Euroleague richtet sich der Fokus aus deutscher Sicht auf die Gruppe D, wo für den Deutschen Meister Brose Baskets nach drei Niederlagen gegen die Topfavoriten Barcelona, ZSKA und Besiktas im Heimspiel gegen Lietuvos rytas Vilnius am Freitag (2. November) die Stunde der Wahrheit schlägt.
Wollen die Bamberger ihre TOP16-Chancen nicht aus den Augen verlieren, müssen sie dieses Heimspiel gegen einen der beiden direkten Konkurrenten gewinnen. Eine Niederlage würde nämlich den Litauern, die am letzten Spieltag mit einem 69:61 über das ebenfalls noch sieglose Partizan Belgrad den ersten Sieg errungen haben, im Dreikampf der Außenseiter einen riesigen Vorteil verschaffen.

Etwas druckfreier kann ALBA BERLIN am Donnerstag (1. November) in Spanien bei Unicaja Malaga antreten. Ein Erfolg bei den stärker und auch tiefer besetzten Spaniern, die neben Maccabi Tel Aviv in der Gruppe B als sicherer TOP16-Kandidat gelten, dürfte in keiner realistischen Kalkulation enthalten sein. Diese konzentriert sich auch für Berlin auf den vierten Gruppenplatz und damit auf die Duelle gegen die anderen beiden Außenseiter Gdynia und Chalon.

Die Partie in Bamberg wird am Freitag ab 20:15 Uhr live auf Sport1 übertragen (ab 23:35 Uhr gibt es noch einmal eine Aufzeichnung auf Sport1+). Livebilder vom Spiel der Albatrosse in Malaga gibt es am Donnerstag (ab 20:45 Uhr) nur im Internet (auf Sport1.de). Im TV sendet Sport1+ ab 23:05 Uhr eine zeitversetzte Aufzeichnung.

Unicaja Malaga: Mit neuem Personal zurück in die Erfolgsspur


Seit 2006 sieben Mal in Folge regelmäßig für die Euroleague-TOP16 qualifiziert, in der letzten Saison dort jedoch sieglos und in Spanien sogar ohne Playoff-Teilnahme geblieben, wagt Unicaja in dieser Saison einen radikalen Neuaufbau unter dem erfahrenen kroatischen Trainer Jasmin Repesa. Das aktuelle Team sieht dabei deutlich stärker aus als die der letzten Jahre. Nur die Center Luka Zoric und Augusto Lima sind aus dem letztjährigen Kader übrig geblieben, dazu kommen auf namhafte Zugänge wie Fran Vazquez und Kosta Perovic (beide kamen vom FC Barcelona) oder die beiden US-Spielmacher Earl Calloway und Marcus Williams.

In der spanischen Liga bestätigte das neuformierte Unicaja die hohen Erwartungen bereits mit 4:1 Siegen (einzige Niederlage am ersten Spieltag beim Tabellenführer Real Madrid) aus dem Stand. Unicaja stellt dabei mit nur 66 gegnerischen Punkten pro Spiel die beste Defensive und das reboundstärkste Team (39 pro Spiel) der ACB. Am Sonntag legte Malaga, angeführt von Zoran Dragic (20 Punkte) und Marcus Williams (15), gegen das Schlusslicht Manresa mit einem furiosen 21:2-Start gleich in den ersten sechs Minuten die Grundlage für einen 88:70-Sieg. Als sein Team in der zweiten Halbzeit diesen Vorsprung mit einer 5:23-Serie noch einmal leichtfertig aufs Spiel setzte, musste Trainer Jasmin Repesa in einer Auszeit allerdings noch einmal richtig böse werden:


Nicht einmal 40 Stunden zuvor hatte Unicaja in der Eurolegaue einen dramatischen Verlängerungskrimi überstanden, in dem Siena den unter den Körben mit ihrer tiefen Center-Garde schon etwas furchterregend aufgestellten Spaniern mit 14/32 Dreiern das Leben schwer machte. Unicaja konterte zwar mit seinen US-Guards Earl Calloway und Marcus Williams (je 15 Zähler), benötigte darüber hinaus aber auch einen spielentscheidenden geblockten Wurf von James Gist, um den 91:89-Sieg zu besiegeln. Dass ausgerechnet der in den ersten Saisonspielen enttäuschende US-Power Forward die Kohlen mit seiner bisher besten Saisonleistung (14 Punkte und 6 Rebounds) aus dem Feuer holte, hat den Optimismus in Malaga verstärkt, dass man mit dem neuen Team auf einem sehr guten Weg ist.


Unicaja Malaga im Stenogramm (*neu im Team)
Guards: *Earl Calloway (29, 190, USA), *Marcus Williams (72, 191, USA), *Txemi Urtasun (28, 193, ESP), *Zoran Dragic (23, 196, SLO).
Forwards: *Krunoslav Simon (27, 197, CRO), *Sergi Vidal (31, 200, ESP), *Carlos Jimenez (36, 201, ESP), *James Gist (26, 206, USA).
Center: Luka Zoric (28, 211, CRO), *Fran Vazquez (29, 209, ESP), Augusto Lima (21, 206, BRA), *Kosta Perovic (27, 217, SRB).
Headcoach: Jasmin Repesa (51, erste Saison in Malaga, 13. Europaliga-Saison).

Lietuvos rytas Vilnius: Der Trainer ist bereits gefeuert


Ohne gleich vier abgewanderte Leistungsträger - Jonas Valanciunas (Toronto Raptors), Tyrese Rice, Lawrence Roberts (Bayern München) und Aleksandar Rasic (Siena) – steht der litauische Vizemeister und letztjährige Eurocup-Dritte nach seiner Rückkehr in die Eurolegaue mit einem auf dem Papier weniger spektakulär besetzten Kader vor keiner leichten Aufgabe. Und mit dem Trainer Aleksandar Dzikic hat diese Aufgabe auch schon ihr erstes Opfer gefunden. Der serbische Headcoach wurde nach enttäuschenden Resultaten in der osteuropäischen United League gefeuert – wohl auch, weil der Serbe sich in der Öffentlichkeit zu oft darauf zurückgezogen hatte, dass man von einem solch namenlosen Kader eben keine Wunder erwarten dürfe. Da konnte Dzikic auch der imponierende Auftritt seiner Mannschaft am ersten Euroleague-Spieltag bei ZSKA Moskau (73:75) nicht mehr retten – nur einen Tag später verkündete Lietuvos rytas seine Entlassung.


Nun darf sich der vom Assistenz- zum Cheftrainer beförderte Darius Maskoliunas an der Seitenlinie versuchen. Der ehemalige Nationalspieler, der als Profi mit Zalgiris Kaunas 1999 in München sensationell Europaliga-Champion wurde, traut sich und seiner Mannschaft mehr zu und wittert in der Gruppe D hinter den Favoriten Barcelona und ZSKA eine Chance, die TOP16 zu erreichen. Extrem wichtig war vor diesem Hintergrund natürlich der 69:61-Heimsieg in der letzten Woche gegen Partizan Belgrad. Angeführt vom Nationalspieler Renaldas Seibutis und vom mazedonischen Nationalcenter Predrag Samardziski (beide jeweils 14 Punkte) wirkten die Litauer, die das drittjüngste Team der Euroleague stellen, dabei in eigener Halle abgeklärter und nervenstärker als das talentiertere, aber noch jüngere Partizan-Team.


Am Wochenende in der litauischen wie in der United League spielfrei, konnten sich die Litauer nach diesem wichtigen ersten Sieg in aller Ruhe auf ihr zweites Schlüsselspiel in der Gruppe D am Freitag in Bamberg vorbereiten, was Trainer Maskoliunas vielleicht sogar nutzt, um die eine oder andere bisher noch nicht gezeigte Variante einzuüben. Im bisherigen Saisonverlauf waren in der Euroleague (1:2 Siege) Seibutis (12,3 Punkte pro Spiel) und das kroatische Centertalent Leon Radosevic (9,7) die korbgefährlichsten Akteure des litauischen Vizemeisters, in der United League (1:4 Siege) die beiden Spielmacher Janis Blums (11,7) und Nemanja Nedovic (10,0).

Lietuvos rytas Vilnius im Stenogramm (*neu im Team)
Guards: *Janis Blums (30, 190, LAT), *Nemanja Nedovic (21, 192, SRB), Steponas Babrauskas (28, 197, LTU), *Deividas Dulkys (24, 198, LTU)
Forwards: Renaldas Seibutis (27, 196, LTU), Arturas Jomantas (27, 199, LTU), Vilmantas Dilys (25, 208, LTU), *Eimantas Bendzius (22, 203, LTU).
Center: Mindaugas Katelynas (29, 206, LTU), Predrag Samardziski (26, 211, MAZ), *Dejan Ivanov (26, 205, BUL), *Leon Radosevic (22, 208, CRO).
Headcoach: Darius Maskoliunas (41, LTU, seit Mitte Oktober Headcoach, Euroleague-Debüt als Trainer).

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