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Euroleague auf SPORT1+: Endspiel in Berlin gegen Prokom, „Game of the Week“ in Bamberg gegen ZSKA

Euroleague auf SPORT1+: Endspiel in Berlin gegen Prokom, „Game of the Week“ in Bamberg gegen ZSKA

Am drittletzten Spieltag der Vorrunde der Turkish Airlines Euroleague stehen die beiden deutschen Vertreter ganz besonders im Rampenlicht. ALBA BERLIN kann in der Gruppe B am Donnerstag ab 19:00 Uhr mit einem Sieg in der o2 World über den polnischen Meister Asseco Prokom Gdynia den entscheidenden Schritt in die TOP16-Zwischenrunde machen.
Anschließend empfangen die Brose Baskets ab 20:45 Uhr in der Bamberger Stechert Arena den russischen Rekordmeister ZSKA Moskau. Das Spiel wird als „Game of the Week“ weltweit von ca. 15 TV-Station live übertragen und beschert „Freak City“ damit die bisher größte Bühne der laufenden Saison. Im deutschen Fernsehen werden beide Spiele von Sport1+ übertragen.

Do, 19:00, Euroleague: Berlin – Gdynia
TV: Sport1+ / Internet: Sport1.de (kostenpflichtig)

Do, 20:45, Euroleague: Bamberg – ZSKA Moskau
TV: Sport1+ / Internet: Sport1.de (kostenpflichtig)


Natürlich können die Brose Baskets (aktuell mit 2:5 Siegen auf dem begehrten vierten Platz in der Gruppe D) mit einem Sieg über ZSKA ihre TOP16-Chancen maßgeblich erhöhen. Die endgültige Entscheidung fällt hierüber aber erst an den letzten beiden Spieltagen in den direkten Duellen mit Lietuvos rytas Vilnius (1:6) und Partizan Belgrad (1:6). ALBA BERLIN, mit 3:4 Siegen Vierter in der Gruppe B, kann hingegen bei entsprechender Schützenhilfe von Maccabi Tel Aviv schon am Donnerstag alles klar machen. Verliert nämlich ALBAs schärfster Verfolger Elan Chalon (2:5) in Tel Aviv, kann ALBA mit einem Sieg über Gdynia nicht nur den polnischen, sondern auch den französischen Meister endgültig abschütteln und damit sein TOP16-Ticket buchen.

Jerel Blassingame: Segen oder Fluch für Asseco Prokom?


Der mit 1:6 Siegen in der Gruppe B schon ziemlich abgeschlagene polnische Meister kämpft in Berlin um seine allerletzte Chance. Allerdings gelang Prokom 2009 schon einmal das seltene Kunststück, sich mit nur 2:8 Siegen für die TOP16 zu qualifizieren. Mut macht den Polen zudem das Hinspiel, in dem sie ALBA BERLIN vor fünf Wochen total auf dem falschen Fuß erwischten, mit 10/23 Dreiern und einem 36:23 gewonnenen Reboundduell überrumpelten und 77:66 bezwangen:


Überragender Akteur der Polen gegen Berlin war mit 16 Punkten und zehn Assists der sehr schnelle Spielmacher Jerel Blassingame, der auch schon in der Saison 2011/12 als MVP der polnischen Finalserie (4:3 gegen Trefl Sopot) maßgeblichen Anteil an Asseco Prokoms neuntem Titelgewinn in Folge hatte:


Allerdings scheint Blassingame auch seine Schattenseiten zu haben. Er ist wohl nicht der einfachste Mitspieler, auch gilt er nicht gerade als der eifrigste Verteidiger. Manche Beobachter in Polen ziehen deshalb Parallelen zu seinem (im Dezember 2010 nach einer halben Saison gefeuerten) Vorgänger Bobby Brown. Das direkte Duell mit Brown endete vor wenigen Wochen niederschmetternd für Blassingame: Er wurde wegen lustloser Defense von Trainer Kemzura nach acht Minuten auf die Bank geholt und in der 2. Halbzeit nicht mehr eingesetzt.

Trotzdem muss ALBA diesen unberechenbaren Point Guard natürlich am Donnerstag auf der Rechnung haben, auch wenn er sich nicht in allen Spielen so bärenstark präsentierte wie vor fünf Wochen im Hinspiel. Am letzten Spieltag gelangen ihm in Malaga nur sechs Punkte und drei Assists. Da das gesamte Team an der Dreierlinie komplett versagte (1/21), kassierten die Polen in Malaga mit 48:63 ihre nächste Niederlage.

Auch in der polnischen Liga läuft es derzeit für den polnischen Meister mit 5:3 Siegen alles andere als rund. Am Sonntag musste Asseco Prokom sogar beim Vorletzten Tarnobrzeg lange um den 81:79-Sieg zittern. Blassingame traf nur 1/9 Würfen aus dem Feld, aber der starke Nationalcenter Adam Hrycaniuk (24 Punkte und acht Rebounds), der zweite Aufbauspieler Lukasz Koszarek (16) und Alex Acker (15) holten die Kohlen aus dem Feuer.

Asseco Prokom Gdynia im Stenogramm
Guards: Lukasz Koszarek (29 mpg, 10 ppg, 4 apg), Jerel Blassingame (25 mpg, 9 ppg, 5 apg, im Hinspoiel 16 p und 10 as), Alex Acker (23 mpg, 7 ppg), *Piotr Pamula (7 mpg, 2 ppg).
Forwards: Mateusz Ponitka (22 mpg, 9 ppg), Frank Robinson (20 mpg, 7 ppg), Piotr Szczotka (16 mpg, 3 ppg), Robert Witka (11 mpg, 1 ppg), Krzysztof Roszyk (7 mpg, 2 ppg).
Center: Adam Hrycaniuk (25 mpg, 11 ppg, 6 rpg), Rasid Mahalbasic (18 mpg, 7 ppg, 5 rpg), Ryan Richards (9 mpg, 4 ppg, 1 bpg, seit drei Wochen im Team)
Headcoach: Kestutis Kemzura (42, LTU, erste Eurolegaue-Saison, neu in Gdynia).

ZSKA Moskau hat sein TOP16-Ticket schon in der Tasche


ZSKA Moskau kann im zu dieser Saison neu angeschafften vereinseigenen Flugzeug (hier gibt es eine kleine Besichtigungstour durch den Flieger) ganz gelassen und vor allem komfortabel in „Freak-City“ einfliegen. Das Team von Trainer Ettore Messina hat sein TOP16-Ticket bereits in der Tasche. Das sah in der Hinrunde noch ganz anders aus, als die Russen im Auftaktspiel gegen Vilnius nur mit viel Glück 75:73 siegten, gegen den FC Barcelona mit 60:81 ihre „höchste Heimniederlage des 21. Jahrhunderts“ (Sport-Express) kassierten und auch gegen die Brose Baskets beim 76:67 vor fünf Wochen nicht sonderlich sattelfest wirkten:



Nicht zuletzt viele verschiedene Verletzungen machten es dem nach drei Jahren zu ZSKA zurückgekehrten Erfolgstrainer Ettore Messina aber auch nicht gerade einfach, Ordnung in das neue Team zu bringen. Power Forward Zoran Erceg ist für mehrere Wochen ausgefallen, Drew Nicholas musste Anfang November sogar durch einen neuen US-Shooting Guard, Dionte Christmas, ersetzt werden. Zwischenzeitlich musste auch Center Nenad Krstic pausieren (sein Comeback ist für Donnerstag angekündigt). Seit zwei, drei Wochen geht es für ZSKA aber unübersehbar voran. Beim 78:61 über Partizan Belgrad am letzten Spieltag erinnerte ZSKA mit fünf zweistellig punktenden Akteuren und einem genial Regie führenden Milos Teodosic (Fünf Punkte und elf Assists) über weite Phasen schon wieder an das wie ein Uhrwerk funktionierende letztjährige Moskauer Team:



Am Sonntag in der russischen Liga ließ ZSKA beim 79:64 in Kazan von der ersten Minute an keinen Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen und gewann mit 18 Punkten von Sonny Weems, 13 durch Teodosic und 10 des mit seiner großen Vielseitigkeit glänzenden Viktor Khrjapa 79:64. Sichtlich zufrieden, wagte Ettore Messina sogar, sein Statement auf der anschließenden Pressekonferenz erstmals auf Russisch abzugeben und lobte dabei die gute Verteidigung und das gute Zusammenspiel (20 Assists).

ZSKA Moskau im Stenogramm
Guards: Milos Teodosic (28 mpg, 9 ppg, 4 apg), Anton Ponkrashov (17 mpg, 3 ppg), Aaron Jackson (17 mpg, 4 ppg), Dionte Christmas (8 mpg, 4 ppg, seit vier Wochen im Team), Evgeni Voronov (zurück von Verletzung)
Forwards: Sonny Weems (29 mpg, 17 ppg, im Hinspiel 17 p), Viktor Khrjapa (25 mpg, 8 ppg, 7 rpg, 3 apg, 2 spg, 1 bpg), Vladimir Micov (19 mpg, 6 ppg), Andrej Vorontsevich (16 mpg, 7 ppg, 5 rpg).
Center: Nenad Krstic (25 mpg, 13 ppg, 5 rpg), Sasha Kaun (13 mpg, 4 ppg), Zoran Erceg (20 mpg, 10 ppg, 6 rpg, verletzt), Dmitri Sokolov (9 mpg, 1 ppg, verletzt).
Headcoach: Ettore Messina (53, ITA, 16. Europaliga-Saison, im Sommer zu ZSKA zurückgekehrt).

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