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Euroleague bei SPORT1.de: Brose Baskets müssen in der „Pionir-Hölle“ von Belgrad antreten

Euroleague bei SPORT1.de: Brose Baskets müssen in der „Pionir-Hölle“ von Belgrad antreten

Mit dem fünften Spieltag läutet die Euroleague in dieser Woche bereits die Halbzeit der Regular Season ein. Die Aufgaben der beiden deutschen Vertreter könnten dabei nicht unterschiedlicher sein. Während ALBA BERLIN am Donnerstag (8. November, 20:45 Uhr) in der o2 World den bisher ungeschlagenen Tabellenführer der Gruppe B, Maccabi Tel Aviv, empfängt, müssen die Bamberger Brose Baskets am Freitag (9. November, 20:45 Uhr) in der gefürchteten Belgrader Pionir-Arena beim noch sieglosen Schlusslicht der Gruppe D, Partizan Belgrad, antreten.
Sowohl die Berliner als auch Meister Bamberg sollten sich aber nicht von den Tabellenständen und bisherigen Bilanzen ihrer Gegner blenden lassen. Wie Maccabi, das Gdynia 93:62 überrollte und in Chalon 90:61 triumphierte, eine Woche zuvor aber in eigener Halle nur knapp einer Heimniederlage gegen Siena entging (70:68), zeigte auch Partizan im bisherigen Saisonverlauf letztlich schwankende Leistungen. Der serbische Meister gab sich ZSKA Moskau erst in der Verlängerung 71:76 geschlagen und hätte um ein Haar in Barcelona gewonnen (82:85), enttäuschte aber ausgerechnet im bisher wichtigsten Spiel in Vilnius mit 61:69.

Da auch die Formkurve der beiden deutschen Vertreter in den letzten Wochen sehr starke Schwankungen aufzeigte, muss man davon ausgehen, dass die Tagesform in dieser frühen Saisonphase noch eine sehr große Rolle spielt. So oder so würden Siege am fünften Spieltag sowohl ALBA (2:2 Siege) als auch die Brose Baskets (1:3) dem erklärten Ziel TOP16 einen großen Schritt näher bringen.

Beide Spiele gibt es in Deutschland in dieser Woche live nur im kostenpflichtigen Internet-Stream auf Sport1.de live zu sehen. Sport1+ sendet am Donnerstag ab 22:55 Uhr und am Freitag ab 22:50 Uhr jeweils zeitversetzte Aufzeichnungen.

Partizan Belgrad: Trainer Dusan Vujosevic stellt das jüngste Team der Euroleague


Beim Blick auf die 0:4-Bilanz von Partizan Belgrad lohnt sich der Blick aufs Kleingedruckte. Der serbische Meister hat noch vier Heimspiele in der Gruppe D vor sich und hat im ersten Heimspiel gegen ZSKA Moskau (71:76 nach Verlängerung) bewiesen, dass die knapp 8.000 Zuschauer fassende Pionir-Arena eine echte Festung ist. Das sehr talentierte, aber mit Abstand jüngste Team der Euroleague steht am Freitag natürlich mit dem Rücken zur Wand, wird in einer eindrucksvollen Atmosphäre aber den wohl besten sechsten Mann der Euroleague hinter sich haben:



Fast wäre dem Team des zur neuen Saison nach Belgrad zurückgekehrten langjährigen Trainers Dusan Vujosevic schon am letzten Spieltag ausgerechnet in Barcelona der erste Sieg gelungen. In einer zu den Höhepunkten der bisherigen Euroleague-Saison zählenden Begegnung zeigten der 20-jährige Lette David Bertans (Partizan bester Dreierschütze markierte 17 Zähler), der 21-jährige Center Dejan Musli (14) und der 20-jährige französische Spielmacher Leo Westermann (13) keinerlei Respekt im Palau Blaugrana und unterlagen am Ende nur denkbar knapp 82:85.



Am Wochenende bei Partizans 79:72 in der Adria-Liga in Split glänzten mit Danilo Andjusic (21 Punkte) und Drew Gordon (12) andere Akteure, was verdeutlicht, wie unberechenbar Partizan ist. Mit einem Spieleretat von nur 2,5 Millionen Euro setzt Trainer Vujosevic notgedrungen, aber auch aus Tradition in dieser Saison voll auf seine jungen Talente. Allein acht Spieler sind jünger als 23. Aus Bamberger Sicht besonders interessant ist natürlich das Duell auf der Centerposition, wo Maik Zirbes und Philipp Neumann Serbiens Center-Hoffnung Dejan Musli herausfordern. Vor drei Jahren zählten Musli und Neumann mit den Nummern 14 und 15 (Team weiß) zu den besten Spielern beim europäischen U18-Allstar Game in Polen – am Freitag stehen sie sich in der Euroleague gegenüber. So schnell kann das gehen!

Partizan Belgrad im Stenogramm (*neu im Team)
Guards: *Leo Westermann (20, 196, FRA), *Torey Thomas (27, 180, USA), Danilo Andjusic (21, 197, SRB), Bogdan Bogdanovic (20, 197, SRB, verletzt).
Forwards: Vladimir Lucic (23, 202, SRB), *Drew Gordon (22, 205, USA), Dragan Milosavljevic (23, 198, SRB), Davis Bertans (20, 205, LAT), Marko Cakarevic (24, 200, SRB).
Center: *Dejan Musli (21, 213, SRB), *Djordje Gagic (22, 210, SRB), *Nikola Milutinov (18, 210, SRB), Branislav Djekic (21, 206, SRB).
Headcoach: Dusko Vujosevic (53, MNE/SRB, zwölfte Europaliga-Saison, elfte mit Partizan)

Maccabi Tel Aviv: „Kistenschlepper“ Ricky Hickman ist Topscorer


Das Maccabi-Gastspiel an der Spree wird als „Game of the Week“ der Euroleague darüber hinaus von 14 TV-Stationen weltweit in 91 Länder übertragen. Maccabi bestreitet in dieser Saison bereits zum zweiten Mal das „Spiel der Woche“ – im ersten überrollten sie Chalon in deren Halle mit 29 Punkten Differenz und schockten den französischen Meister dabei von der ersten Minute an mit einer bärenstarken Präsenz in der Zone. Vor allem die athletischen US-Center Shawn James und Malcolm Thomas ließen Chalon mit ihren geblockten Würfen und Dunkings früh resignieren.



Traditionell stark besetzt ist das seit jeher für attraktiven Tempobasketball stehende Maccabi natürlich auch im tief besetzten Backcourt um Ricky Hickman. Der US-Guard kam vor vier Jahren aus der rumänischen Liga zu den LTi Gießen 46ers kam, spielte dort übrigens an der Seite von Heiko Schaffartzik und war damals einer der von Dirk Bauermann als „Kistenschlepper“ aufs Korn genommenen für wenig Geld in die Bundesliga strömenden US-Amerikaner war. Diesen Sommer wurde er nach einer sehr guten Saison in Italien (Pesaro) von Maccabi verpflichtet und ist dort in der Euroleague sogar der Topscorer des israelischen Meisters.



Dass Maccabi mit seinem offiziell auf 16 Millionen Euro bezifferten Budget trotz seines hochkarätigen Kaders nicht unfehlbar ist, erwies sich vor zwei Wochen, als es in der israelischen Liga überraschend gegen Rishon 64:81 verlor. Mit Spannung wurde deshalb in Israel am Wochenende Maccabis Gastspiel in Haifa erwartet, bei dem sich der Meister mit 87:67 aber keine erneute Blöße gab. Neben David Logan (19) punkteten dabei auch Spielmacher Yogev Ohayon (11), Center Giorgi Shermadini (11) und der ehemalige Quakenbrücker Nik Caner-Medley (10) zweistellig.



Maccabi Tel Aviv im Stenogramm (*neu im Team)
Guards: *Ricky Hickman (27, 189, USA), Yogev Ohayon (25, 189, ISR), *David Logan (30, 184, US/PL), *Moran Roth (30, 182, ISR).
Forwards: Devin Smith (29, 196, USA), Lior Eliyahu (27, 207, ISR), Guy Pnini (29, 201, ISR), *Nik Caner-Medley (29, 203, USA), *Sylven Landesberg (22, 198, ISR).
Center: Shawn James (29, 208, USA), *Malcolm Thomas (24, 206, USA), *Giorgi Shermadini (23, 216, GEO).
Headcoach: David Blatt (53, US/ISR, achte Euroleague-Saison, fünfte mit Maccabi).
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