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Euroleague live auf SPORT1: Duell auf Augenhöhe - Brose Baskets sind Freitag bei Besiktas...

Euroleague live auf SPORT1: Duell auf Augenhöhe - Brose Baskets sind Freitag bei Besiktas...

Der 7. Spieltag der Turkish Airlines Euroleague beschert ALBA BERLIN und den Brose Baskets etwas, was deutsche Vertreter in der „Königsklasse“ nicht so oft erleben: Sie gehen nicht als klare Außenseiter in ihre Spiele, sondern treffen bei Elan Chalon (ALBA am Donnerstag, ab 20 Uhr live nur im Internet auf SPORT1.de) und Besiktas Istanbul (die Brose Baskets am Freitag, auf SPORT1.de und im TV ab 19 Uhr live auf SPORT1) auf Gegner, mit denen man sich auf Augenhöhe wähnen darf. Siege sollten also möglich sein, auch wenn die Trauben in der Euroleague auswärts recht hoch hängen.
Der Lohn für einen Auswärtssieg ist indes in dieser Woche extrem verlockend: Vor allem Berlins Gastspiel beim französischen Meister hat sogar schon Endspielcharakter, denn mit einem Sieg könnten die mit 2:4 Siegen auf dem vierten Platz rangierenden Hauptstädter den punktgleichen Konkurrenten in der Tabelle mit dann einem Sieg mehr und dem direkten Vergleich in der Tasche (Berlin gewann das Hinspiel 74:71) fürs erste abhängen. Umgekehrt würde eine Berliner Niederlage die Franzosen an ALBA vorbeiziehen lassen.

Nicht ganz so zugespitzt stellt sich die Situation in der Gruppe D dar, wo die Brose Baskets (2:4 Siege) den direkten Vergleich gegen den Dritten Besiktas Istanbul (3:3) wohl schon bei ihrer 71:86-Niederlage im Hinspiel verspielt haben. Ein Sieg in Istanbul würde den Bambergern aber helfen, den vierten Platz in der Gruppe weiter zu festigen, denn die nur 1:5 Siege aufweisenden Verfolger Partizan (in Moskau) und Rytas (in Barcelona) stehen gleichzeitig vor nahezu unlösbaren Aufgaben.

Chalon läuft in der Gruppe B an der Dreierlinie heiß


Als hätte es noch eines Beweises für die Bedeutung des Spiels bedurft, verstärkten sich ALBA BERLIN (mit Derrick Byars) und Elan Chalon kurz vor ihrem richtungweisenden Duell noch einmal. Die Franzosen nahmen mit dem Weltenbummler Kevin Houston (spielte 2008/09 auch einmal kurz in der Beko BBL für Trier) einen zweiten Spielmacher unter Vertrag, der den Nationalspieler Steed Tchicamboud (spielte im Hinspiel in Berlin durch) entlasten soll. Auch ohne diese Verstärkung wahrten die Franzosen dank 11/20 Dreiern mit einem 76:70-Sieg in Gdynia ihre Chance auf den vierten Platz.


Auch am Wochenende setzte Chalon im Spitzenspiel der französischen Liga gegen Cholet vor allem auf seine heißen Schützen Brion Rush (5/6 Dreier in Gdynia, 5/9 gegen Cholet) und den Ex-Frankfurter Ilian Evtimov (3/4 in Gdynia und 5/7 gegen Cholet). Da wollte sich natürlich auch der MVP der französischen Liga, US-Forward Blake Schilb, nicht lumpen lassen und schraubte seinen Score gegen Cholet mit 3/4 Dreiern ebenfalls auf 19 Zähler, was letztlich Chalons 99:95-Sieg sicherstellte. Mit nunmehr 5:2 Siegen rückte Chalon auf den dritten Platz in Frankreich vor.


Mit 23 abgefeuerten Dreiern pro Spiel (Trefferquote 37 Prozent) zählt Chalon neben Siena und Malaga zu den drei Europaligisten, die die meisten Würfe von der Dreierlinie nehmen. Dabei haben die Franzosen im NBA-erfahrenen Sheldon Williams einen kräftigen US-Center im Team, der als zweitbester Rebounder der Euroleague (8,7) aus dem Stand bei seinem Europa-Debüt eine sehr gute Figur macht. Man darf gespannt sein, ob und wie es den Berlinern gelingt, Chalons Dreierschützen zu bändigen. Vielleicht lässt Trainer Obradovic aber auch wie im Hinspiel am Ende Heiko Schaffartzik und Dashaun Wood von der Leine, um mit gleicher Münze zurückzuzahlen?


Elan Chalon im Stenogramm
Guards: Steed Tchicamboud (32 mpg, 11 ppg, 5 apg, im Hinspiel 20 p und 3/3 Dreier), Brion Rush (29 mpg, 12 ppg, 1 spg), Nicolas Lang (16 mpg, 4 ppg), Kevin Houston (neu im Team),
Forwards: Blake Schilb (33 mpg, 14 ppg. 4 rpg, 4 apg, 2 spg), Ilian Evtimov (24 mpg, 8 ppg), Jordan Aboudou (10 mpg, 3 ppg).
Center: Sheldon Williams (23 mpg, 13 ppg, 9 rpg, im Hinspiel 14 p und 14 rb), Joffrey Lauvergne (17 mpg, 7 ppg), JBAM (13 mpg, 4 ppg, 4 rpg).
Headcoach: Gregor Beugnot (fünfte Eurolague-Saison, seit 2003 in Chalon)

Besiktas zehrt in der Gruppe D von seinem Traumstart


Der 86:71-Auswärtserfolg in Bamberg bildete vor fünf Wochen den Höhepunkt des furiosen Euroleague-Debüts von Besiktas Istanbul, das zuvor auch schon Partizan Belgrad auf dem falschen Fuß erwischt hatte. Wenn der türkische Meister mit seinem letztlich limitierten Kader die TOP16 erreichen sollte, dann wird er das vor allem diesem Traumstart verdanken. Zum Auftakt der Rückrunde präsentierte sich Besiktas hingegen eher harmlos. Mit einer Freiwurfquote von 44 Prozent und einem verlorenen Rebound-Duell (26:41) waren die Türken in Belgrad ohne Chance, retteten bei ihrer 72:87-Niederlage gegen Partizan mit 20 Punkten von Curtis Jerrels und 16 durch Damir Markota aber immerhin knapp den direkten Vergleich.


In der türkischen Liga führt Besiktas mit 3:3 Siegen das Mittelfeld an, hat aber in den bisherigen Partien noch kein Spiel gegen einen der vier, fünf großen Favoriten gewonnen. Am Wochenende fehlte Besiktas auch gegen das (deutlich teurere) Eurocup-Team von Banvit letztlich die Tiefe. US-Forward Patrick Christopher lief zwar mit 25 Punkten heiß, fand jedoch zu wenig Unterstützung durch seine Mitspieler. Selbst Spielmacher Curtis Jerrels, immerhin der drittbeste Euroleague-Scorer hinter Bobby Brown und Bostjan Nachbar, blieb mit nur elf Zählern unter seinem Schnitt. So blieb die einzig gute Nachricht für Trainer Erman Kunter, dass der zweite Spielmacher Tutku Acik nach seiner Verletzungspause schon wieder vier Minuten lang mitwirken konnte.


Am Freitag gegen die Brose Baskets wird Besiktas zudem im mit 10.000 Zuschauern wahrscheinlich wieder prall gefüllten Istanbuler Sportpalast Abdi Ipekci einmal mehr auf seinen „sechsten Mann“ zählen können, der in Sachen Lautstärke in dieser Saison in der Euroleague seinesgleichen sucht.


Besiktas Istanbul im Stenogramm
Guards: Curtis Jerrels (30 mpg, 19 ppg, im Hinspiel 27 p), Serhat Cetin (20 mpg, 6 ppg), Tutku Acik (16 mpg, 3 ppg, 3 apg), Muratcan Güler (21 mpg, 7 ppg).
Forwards: Patrick Christopher (28 mpg, 9 ppg), Vladimir Dasic (14 mpg, 5 ppg), Cevher Özer (11 mpg, 4 ppg).
Center: Damir Markota (25 mpg, 10 ppg, 5 rpg, 1 spg, im Hinspiel 11 p, 3/3 Dreier und 6 rb), Gasper Vidmar (18 mpg, 5 ppg, 6 rpg), Randal Falker (15 mpg, 3 ppg, 4 rpg, 2 bpg), Baris Hersek (6 mpg, 4 ppg)
Headcoach: Erman Kunter (56 Jahre, dritte Euroleague-Saison, neu bei Besiktas)
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