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Euroleague-Vorschau: Hält doppelt besser? Brose Baskets und ALBA BERLIN träumen von der TOP16

Euroleague-Vorschau: Hält doppelt besser? Brose Baskets und ALBA BERLIN träumen von der TOP16

Erstmals seit elf Jahren (damals umfasste die Euroleague noch 32 Teams) starten in dieser Woche gleich zwei deutsche Vertreter – der Meister Brose Baskets und das mit einer Wild Card eingeladene ALBA BERLIN – in die neue Saison der Turkish Airlines Euroleague. Beide verfolgen dasselbe Ziel: Man will die TOP16-Zwischenrunde erreichen und weiß dabei aus eigener Erfahrung, wie hoch die Latte in der „Königsklasse“ des europäischen Basketballs hängt. Trotz mehrfacher Anläufe erreichten Bamberg (2006) und Berlin (2009) die TOP16 bisher jeweils nur einmal.
Gleichwohl stehen die Chancen in dieser Saison gar nicht so schlecht. Zum einen hat die Beko BBL im internationalen Vergleich an Boden gewonnen, zum anderen erwischten die beiden deutschen Vertreter bei der Auslosung im Juli die beiden leichteren der insgesamt vier Vorrundengruppen. So gibt es in der Berliner Gruppe B mit Maccabi Tel Aviv, Unicaja Malaga und Montepaschi Siena nur drei Clubs, die in dieser Saison mehr in ihren Kader investieren konnten als die Berliner. In der Bamberger Gruppe D finden sich mit ZSKA Moskau und dem FC Barcelona sogar nur zwei Clubs, die mehr im Portemonnaie haben als die Franken.

Der Modus, demzufolge sich die ersten vier aus jeder Gruppe für die TOP16 qualifizieren, gibt den beiden deutschen Clubs in der Regular Season somit schon Spielraum, um den TOP16-Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Der erste Spieltag beginnt dabei am Freitag (12. Oktober) vergleichsweise entspannt: Die Brose Baskets (ab 19 Uhr zu Gast beim FC Barcelona, live auf TV Oberfranken, SPORT1+ und als kostenpflichtiger Livestream auf SPORT1.de) und ALBA BERLIN (ab 20:45 Uhr bei Montepaschi Siena, SPORT1+ und Sport1.de) treten bei höher eingeschätzten Kontrahenten an, gegen die man nicht unbedingt gewinnen muss.

Sieg gegen Dallas besänftigt Kritiker in Barcelona

Die nun schon seit mehreren Jahren regelmäßig angekündigten Sparmaßnahmen beim FC Barcelona sind längst zum Running Gag verkommen. Ein Blick auf den aktuellen Kader genügt, um zu erkennen, dass das Barca-Team 2012/13 zumindest nicht billiger wird als die Mannschaft des vergangenen Jahres. Wie soll man aber auch sparen, wenn der Erzrivale Real Madrid sein Budget auf 28 Millionen Euro schraubt und die eigenen 25 Millionen Euro schon im letzten Jahr nicht zum Gewinn der Euroleague ausreichten?

Umso aufgeregter reagierte die Öffentlichkeit, als der betuchte FC Barcelona mit zwei Niederlagen (darunter eine Heimniederlage gegen das angeblich ärmste Team der Liga, Valladolid) in die spanische Liga startete. Das hatte es in der langen Geschichte der spanischen Liga zuvor nur einmal gegeben: In der Katastrophen-Saison 2006/07, als der aktuelle Trainer Xavi Pascual den glücklosen Dusko Ivanovic ablöste. Während viele jüngere Spieler sich in keiner guten Verfassung präsentierten, war es am Sonntag in Bilbao ausgerechnet der 35-jährige Rückkehrer Sarunas Jasikevicius, der Barcelona wieder auf die Beine half, die 77:78-Niederlage am Ende jedoch auch nicht verhindern konnte.



So mussten die Dallas Mavericks (ohne den wegen einer Knieverletzung nicht eingesetzten Dirk Nowitzki) am Dienstag herhalten, um das angeschlagene Selbstbewusstsein der Katalanen um Juan Carlos Navarro (19 Punkte, 5/9 Dreier) und Pete Mickeal (19) wieder aufzurichten. Auch der zuletzt viel kritisierte frühere Bremerhavener C. J. Wallace gelang es, sich bei den Kritikern mit 13 Rebounds (aber nur 2/10 Würfen) zumindest etwas zu rehabilitieren. Langsam aufwärts scheint es bei den Katalanen auch mit der Dreierquote zu gehen. Betrug die Quote gegen Valladolid nur 19 Prozent, steigerte man sich gegen Bilbao schon auf 25 und gegen Dallas gar auf 30 Prozent.

FC Barcelona im Stenogramm (*neu im Team)
Guards: Marcelinho Huertas (29, 190, BRA), Juan Carlos Navarro (32, 191, ESP), Victor Sada (28, 192, ESP, verletzt?), *Sarunas Jasikevicius (36, 193, LTU).
Forwards: Pete Mickeal (34, 197, USA), Joe Ingles (25, 203, AUS), C. J. Wallace (30, 206, USA), *Alex Abrines (19, 190, ESP), Xavi Rabaseda (23, 201, ESP), *Marko Todorovic (20, 208, MNE).
Center: Erazem Lorbek (28, 208, SLO), *Ante Tomic (25, 217, CRO), *Nathan Jawaii (26, 207, AUS).
Headcoach: Xavi Pascual (40 Jahre, sechste Euroleague-Saison mit Barcelona)



ALBA beim abgespeckten italienischen Champion Siena

Ernst mit dem Sparen macht unterdessen der italienische Serienmeister Montepaschi Siena. Die als Geldgeber in eine Schieflage geratene Hausbank Montepaschi reduzierte die Zuwendungen so drastisch, dass sich Sienas in der letzten Saison auf knapp 20 Millionen Euro geschätztes Budget nahezu halbiert hat. Trainer Simone Pianigiani wechselte zu Fenerbahce und nahm seine teuersten Spieler, Bo McCalebb und David Andersen, gleich mit. Ksystof Lavrinovic und Rimantas Kaukenas kehrten in ihre Heimat Litauen zurück, um dort bei den Parlamentswahlen für die Partei des Zalgiris-Mäzens Romanov zu kandidieren. Shaun Stonerook beendete seine Karriere.

Für den zum Headcoach beförderten Luca Banchi bedeutet das, dass er um nur wenige aus dem Meisterteam übrig gebliebene Akteure herum ein neues Team aufbauen muss. Neuer Spielmacher ist der letztjährige Topscorer der Beko BBL, Bobby Brown. Sein Back-up, Aleksandar Rasic spielte einst schon bei ALBA BERLIN mit ihm zusammen. Auch unter Sienas Korb steht mit dem früheren Frankfurter Center Mario Kasun ein alter Bekannter. Beim Auftaktsieg gegen Brindisi erwies sich aber mit David Moss einer der aus der letzten Saison erhalten gebliebenen Akteure als die treibende Kraft.



In der italienischen Liga mit 2:0 Siegen noch ungeschlagen, unternahm Siena am Wochenende einen Ausflug in die USA, um im Rahmen der Euroleague American Tour bei den San Antonio Spurs (77:106) und den Cleveland Cavaliers (85:91) zu gastieren. Bei beiden Niederlagen war Bobby Brown mit 20 bzw. 22 Punkten Topscorer, tat seinem Team mit einer Wurfquote von nur 31 Prozent damit aber nicht unbedingt einen Gefallen. Erst am Dienstagabend kehrten die Italiener in ihre Heimat zurück, um sich auf das Gastspiel von ALBA BERLIN vorzubereiten.

Montepaschi Siena im Stenogramm (*neu im Team)
Guards: *Bobby Brown (28, 188, USA), *Matthew Janning (24, 193, USA), *Aleksandar Rasic (28, 195, SRB), *Daniel Hackett (25, 199, ITA), *Marcellus Kemp (28, 195, USA, verletzt?).
Forwards: David Moss (29, 195, USA), *Kristjan Kangur (30, 201, EST), *Viktor Sanikidze (26, 203, GEO), Marco Carraretto (35, 196, ITA)
Center: *Benjamin Eze (31, 208, NGR/ITA), *Mario Kasun (32, 213, CRO), Tomas Ress (32, 208, ITA), Luca Lechthaler (26, 206, ITA),
Headcoach: Luca Banchi (erste Euroleague-Saison als HC mit Siena)

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