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Europa: Ungeschlagener Besuch in Ulm und Würzburg / Oldenburg und Bonn vor Einzug in Last16

Europa: Ungeschlagener Besuch in Ulm und Würzburg / Oldenburg und Bonn vor Einzug in Last16

In den beiden kleinen europäischen Wettbewerben, dem Eurocup und der EuroChallenge beginnt in dieser Woche (27. und 28. November) bereits die Rückrunde. Mit jeweils 3:0 Siegen noch ungeschlagen, bietet sich dabei in der EuroChallenge sowohl den EWE Baskets Oldenburg (am Dienstag ab 19 Uhr in Szolnok/Ungarn, kostenpflichtiger Livestream bei FIBA Europe) als auch den Telekom Baskets Bonn (am Mittwoch gegen Antwerpen) die Chance, sich mit Siegen schon vorzeitig ihren Platz in der Zwischenrunde (Last 16) zu sichern.
So weit sind die deutschen Vertreter im Eurocup noch nicht. Vor allem die Artland Dragons (am Mittwoch ab 20:30 im französischen Le Mans,Livestream auf www.os1.tv) und die s.Oliver Baskets (Mittwoch ab 19:30 Uhr gegen Valencia, Livestream auf TV touring) müssen nach bisher nur 1:2 Siegen mindestens zwei der drei Rückrundenspiele gewinnen, um die nächste Runde zu erreichen. Etwas besser steht ratiopharm ulm mit bislang 2:1 Siegen da. Mit einem Heimsieg am Mittwoch (20 Uhr) über den Tabellenführer Spartak St. Petersburg können die Schwaben einen großen Schritt in Richtung „Last 16“ machen. Diese Partie wird ab 19:45 Uhr wieder per kostenfreiem Livestream auf Beko-BBL.TV übertragen.

Mittwoch, 19:30 Uhr: s.Oliver Baskets - Valencia Basket (ESP)


Nur eine Woche nach dem 64:97 verlorenen Hinspiel in Valencia stehen die s.Oliver Baskets dem ungeschlagenen Tabellenführer der Gruppe D erneut gegenüber – diesmal in der „Turnhölle“ von Würzburg. In Valencia hielt der deutsche Eurocup-Neuling nur eine Halbzeit lang dem Druck des hohen Favoriten stand. Nach dem Seitenwechsel hatte man vor allem dem mit 31 Punkten heißlaufenden Justin Doellman nichts mehr entgegenzusetzen. Dabei war das Offensivfeuerwerk keineswegs eine Einmannschau des US-Power Forwards, sondern das Ergebnis einer sehr geschlossenen Mannschaftsleistung, an der auch Spielmacher Rodrigo San Miguel (9 Rebounds und 9 Assists) und der junge Center Bojan Dubljevic (18 Punkte) großen Anteil hatten. Zusammengefasst: Auch im Rückspiel in Würzburg sind die Spanier der hohe Favorit.


Am Wochenende demonstrierte Valencia auch in der spanischen Liga mit einem 81:78 über den Meister FC Barcelona, dass man trotz der Verletzungen von Center Vitor Faverani und Spielmacher Stefan Markovic aktuell in Topform agiert und zu Recht mit 7:2 Siegen in Spanien auf dem zweiten Tabellenplatz rangiert. Noch mehr als gegen Würzburg präsentierte sich das Team von Trainer Velimir Perasovic dabei mit Bojan Dubljevic (19 Punkte), Justin Doellman (11), und Chris Quinn (13) dabei als ausgeglichene Einheit. Als Tüpfelchen auf dem i fungierte der eritreanische Außenspieler Tomas Kelati, der mit 15 Punkten ein glanzvolles Comeback nach langer Verletzungspause feierte und am Dienstag in Würzburg auch erstmals im Eurocup dabei sein wird.

Valencia Basket im Stenogramm
Guards: Rodrigo San Miguel (26 mpg, 3 ppg, 6 apg, 2 spg, im Hinspiel 9 rb und 9 as), Rafa Martinez (24 mpg, 11 ppg, im Hinspiel 5 as), Chris Quinn (17 mpg, 6 pp), Pau Ribas (27 mpg, 13 ppg, 3 apg), Stefan Markovic (31 mpg, 7 ppg, 2 spg, verletzt).
Forwards: Florent Pietrus (23 mpg, 6 ppg, 6 rpg, 1 bpg), Justin Doellman (16 mpg, 14 ppg, im Hinspiel 31 p und 3 bs), Marko Keselj (11 mpg, 6 ppg), Tomas Kelati (Debüt nach Verletzung).
Center: Bojan Dubljevic (16 mpg, 11 ppg, im Hinspiel 18 p), Serhij Lishchuk (20 mpg, 11 ppg), Vitor Faverani (18 mpg, 6 ppg, 7 rpg, 1 bpg, verletzt).
Headcoach: Velimir Perasovic (47, CRO, zweite Saison in Valencia)

Mittwoch, 20:00 Uhr: ratiopharm ulm - Spartak St. Petersburg (RUS)


Dass den als Lowscore-Spezialisten bekannten St. Petersburgern beim 89:71 über den deutschen Vizemeister im Hinspiel ihr bisher höchster Score in 17 Saisonspielen gelang, spricht nicht unbedingt für die Ulmer Defense, was vor allem der Ex-Oldenburger Josh Carter zu seiner Saisonbestleistung von 24 Punkten nutzte. Dass sein Team am Wochenende mit 23 Ballverlusten in Frankfurt zudem auch in der Offensive Schwächen offenbarte, brachte Trainer Thorsten Leibenath auf die Palme. Gerade jetzt, wo es im Eurocup ans Eingemachte geht, stünde den Ulmern eine bessere Form gut zu Gesicht. Ein Sieg über den Tabellenführer wäre in der Gruppe G ein Trumpf, der die anderen Last16-Mitbewerber mächtig unter Druck setzen würde. Die Partie zwischen Ulm und St.Petersburg wird ab 19:45 Uhr wieder per kostenfreiem Livestream auf Beko-BBL.TV übertragen.

Chancen sind für den deutschen Vizemeister durchaus gegeben, denn auch Spartak St. Petersburg schwächelt derzeit. Das Team von Trainer Jurij Zdovc, das erst vor einer Woche gegen Samara in der United League eine überraschende Heimniederlage kassiert hatte, verlor am Sonntag erneut. Diesmal musste sich Spartak in der russischen Liga Triumph Ljubertsy mit 62:64 beugen. Mit 4:3 Siegen ist Spartak in der russischen PBL jetzt nur noch Tabellenzweiter, weil man mehr Spiele als einige Konkurrenten aufweist. „Wir hätten hier gewinnen können, wenn wir klüger gespielt hätten“, erklärte Zdovc, der damit wohl am Mittwoch in Ulm genauso grimmig ins Spiel gehen wird wie sein deutscher Kollege.


Spartak St. Petersburg im Stenogramm
Guards: Patrick Beverley (30 mpg, 12 ppg, 5 rpg), Janis Strelnieks (26 mpg, 5 ppg, im Hinspiel 6 as), Zack Wright (21 mpg, 10 ppg, 5 apg, im Hinspiel 11 as), Vasili Zavoruev (5 mpg)
Forwards: Josh Carter (30 mpg, 14 ppg, im Hinspiel 24 p), Nikita Kurbanov (24 mpg, 6 ppg), Artem Yakovenko (6 mpg, 2 ppg), Fedor Dmitriev (15 mpg, 4 ppg)
Center: Lukas Mavrokefalidis (32 mpg, 12 ppg, 6 rpg, 4 apg, 1 bpg), Vladimir Dragicevic (17 mpg, 11 ppg, im Hinspiel 17 p und 6 rb).
Headcoach: Juri Zdovc (46, SLO, zweite Saison in St. Petersburg)

Mittwoch, 20:30 Uhr: MSB Le Mans (FRA) – Artland Dragons


Nach dem schwer erkämpften 76:71 über Le Mans, das trotz seines starken brasilianischen Centers J. B. Batista (24 Punkte) in Quakenbrück das Reboundduell 20:41 verlor, liegen die Artland Dragons mit nunmehr 1:2 Siegen in der Gruppe C gleichauf mit Le Mans. Aber der Schein trügt etwas, denn Le Mans hat in der Rückrunde noch zwei Heimspiele, die Dragons nur noch eines. Das Gastspiel in Frankreich wird somit zum Schlüsselspiel im Kampf um den zweiten Gruppenplatz (hinter dem ungeschlagenen Ljubertsy). Um weiter von den Last 16 träumen zu können, muss zumindest der direkte Vergleich gerettet werden. Noch besser wäre natürlich ein Sieg. Vielleicht lassen sich die Franzosen ja dadurch verwirren, dass im Rückspiel anstelle des mittlerweile entlassenen Dennis Horner (12 Punkte und 10 Rebounds im Hinspiel) wieder Andrew Drevo auflaufen wird, weil Neuzugang Ryan Gomes erst in dieser Woche nach Quakenbrück kommt. Auch diese Partie überträgt os1.tv als Medienpartner der Dragons live ab 20.25 Uhr auf den Internetseiten www.os1.tv und www.ev1.tv.

In Le Mans lag der Fokus am Wochenende nämlich ganz auf der Neuauflage des letztjährigen Finales gegen den Meister Elan Chalon am Montag, das für Le Mans allerdings mit einer riesigen Enttäuschung endete. Le Mans unterlag den vor allem an der Dreierlinie überlegenen Meister deutlich 66:80 und verlor mit nunmehr 6:2 Siegen die Tabellenspitze an Chalon. Einzig Charles Kahudi (17 Punkte, 4/7 Dreier) erreichte im Spitzenspiel seine Normalform. Khalid El-Amin kam nur auf 13, Pape Sy auf elf und der in Quakenbrück vor einer Woche noch so starke Center J. P. Batista gar nur auf zwei Zähler.


Le Mans Sarthe Basket im Stenogramm
Guards: Khalid El-Amin (30 pg, 13 ppg, im Hinspiel 6 as), Henri Kahudi (12 mpg, 3 ppg), Cameron Long (21 mpg, 8 ppg).
Forwards: Pape Sy (26 mpg, 12 ppg, im Hinspiel 20 p), Charles Kahudi (26 mpg, 8 ppg), Cuthbert Victor (27 mpg, 8 ppg),
Center: Joao Paulo Batista (24 mpg, 19 ppg, im Hinspiel 24 p), Dounia Issa (10 mpg, 1 ppg), Alain Koffi (20 mpg, 5 ppg).
Headcoach: J. D. Jackson (43, CAN/FRA, fünfte Saison in Le Mans).

EuroChallenge: Oldenburg am Dienstag nach Ungarn, Bonn empfängt am Mittwoch Antwerpen


In der Gruppe F der EuroChallenge fehlt den EWE Baskets Oldenburg nur noch ein Sieg zum Erreichen der Last 16. Am Dienstag (19 Uhr) müssen die Oldenburger aber auswärts beim stärksten Gruppengegner Szolnoki Olaj antreten. Der ungarische Meister, im Hinspiel in Oldenburg 70:87 unterlegen, steigt in dieser Saison erst zu den Playoffs in die ungarische Liga ein und spielt stattdessen in der Adria-Liga, wo man gegen die Topclubs aus dem ehemaligen Jugoslawien bisher besser schlägt als der letzte Tabellenplatz (mit 2:8 Siegen) vermuten lässt. Am Wochenende unterlag Szolnok zum Beispiel dem Tabellenführer Igokea Aleksandrovac nur knapp mit 78:82. Überragende Akteure waren dabei einmal mehr Center Marton Bader (20 Punkte und 12 Rebounds) und der Ex-Oldenburger Sead Sehovic (17 Punkte). Die Partie Oldenburgs in Ungarn wird per kostenpflichtigem Livestream von FIBA Europe TV übertragen.

Den Telekom Baskets Bonn bietet sich am Mittwoch (19:30 Uhr) die Chance in eigener Halle den Einzug in die Last 16 in der Gruppe H gegen die Antwerpen Giants klarzumachen. Die im Hinspiel 72:81 unterlegenen Belgier werden im Rückspiel erstmals nach langer Verletzungspause wieder auf ihren Spielmacher und letztjährigen Topscorer Tim Black (ehemals Paderborn) zählen können. Am Wochenende war Antwerpen spielfrei und konnte sich somit vom stressigen Gastspiel im israelischen Holon erholen, das (noch ohne Tim Black) mit einem 88:64-Sieg der Israelis endete. Das Spiel fand noch vor dem mittlerweile ausgehandelten Waffenstillstand statt. Entsprechend hatten die Sicherheitskräfte nur eine kleine Anzahl von Zuschauern zugelassen, um die Halle bei einem eventuellen Luftalarm schneller evakuieren zu können …

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