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Europa: Vorrunden-Endspiel in Würzburg, Ulm und Bonn müssen auswärts gewinnen

Europa: Vorrunden-Endspiel in Würzburg, Ulm und Bonn müssen auswärts gewinnen

In den europäischen Wettbewerben gehen in dieser Woche die Vorrunden zu Ende. Von den sieben deutschen Vertretern haben sich mit ALBA BERLIN (Euroleague) und den EWE Baskets Oldenburg (EuroChallenge) zwei Mannschaften schon vorzeitig für die nächste Runde qualifiziert. Die Zahl der deutschen Zwischenrundenteilnehmer kann sich in dieser Woche noch auf sechs erhöhen, wenn die Brose Baskets (Eurolegaue), ratiopharm Ulm und die s.Oliver Baskets (Eurocup) sowie die Telekom Baskets Bonn (EuroChallenge) ihre letzten Spiele gewinnen.

Eurocup
Mi, 19.30 Uhr: Artland Dragons – Ljubertsy
Mi, 20.00 Uhr: Cibona Zagreb – ratiopharm ulm
Mi, 20.30 Uhr: s.Oliver Baskets – Banvit Bandirma (live bei TV touring und eine einstündige Zusammenfassung auf Eurosport2 ab 0.30 Uhr)

EuroChallenge
Di, 17.30 Uhr: Armia Tiflis – Telekom Baskets Bonn
Di, 18.00 Uhr: Lami-Ved Körmend – EWE Baskets Oldenburg

Im zweithöchsten Wettbewerb, dem Eurocup, finden die s.Oliver Baskets am Mittwoch (12. Dezember) in der Gruppe D die beste Ausgangsposition vor, denn die Würzburger können ihr „Endspiel“ gegen den mit 3:2 Siegen punktgleichen türkischen Vertreter Banvit Bandirma in eigener Halle austragen. Der Sieger zieht ohne wenn und aber als Gruppenzweiter hinter Valencia (4:1) in die Zwischenrunde ein. ratiopharm ulm (2:3) muss hingegen in der Gruppe G nicht nur auswärts beim kroatischen Meister Cibona Zagreb (0:5) gewinnen, sondern benötigt darüber hinaus auch noch Schützenhilfe des Tabellenführers St. Petersburg (5:0), der Ulms Konkurrenten Cholet Basket (3:2) in Frankreich schlagen muss.

In der EuroChallenge ist das Gastspiel der EWE Baskets Oldenburg (5:0 Siege) in der Gruppe F im ungarischen Körmend nur noch für die Gastgeber (2:3 Siege) spannend, die darum kämpfen, die bereits als Gruppensieger feststehenden Oldenburger in die Last16 zu begleiten. Umgekehrt ist das Spiel der Telekom Baskets Bonn bei Armia Tiflis (0:5 Siege) in der Gruppe H nur noch für die Bonner interessant, die mit einem Sieg aus eigener Kraft die Last16 erreichen können. Wird in Georgien verloren, sind die Bonner (3:2) auf Schützenhilfe von Hapoel Holon (4:1) angewiesen, das dann mit einem Sieg in Belgien Bonns Konkurrenten Antwerpen (3:2) aus dem Feld schlagen müsste.

Mittwoch, 19:30 Uhr: Artland Dragons – Triumph Ljubertsy (RUS)


Die Artland Dragons, die in der Gruppe C bereits ihre letzte Chance auf das Erreichen der Last16 verspielt haben, wollen das Spiel gegen die ungeschlagenen Russen von Triumph Ljubertsy nutzen, um ihren Neuzugang Ryan Gomes und den Rekonvaleszenten Demond Mallet weiter ins Team zu integrieren. Bei den vom früheren Berliner Vasili Karasev trainierten Gästen lohnt der Blick auf den starken US-Spielmacher Tywain McKee und den 19-jährigen Trainersohn Sergej Karasev, der zu den aktuell größten russischen Nachwuchshoffnungen zählt.

Mittwoch, 20:00 Uhr: Cibona Zagreb (CRO) – ratiopharm ulm


Wer die schwache Vorstellung des kroatischen Meisters beim Hinspiel in Ulm (ratiopharm gewann 83:68) erlebt hat, mag sich kaum vorstellen, dass Cibona Zagreb den Ulmern am Mittwoch in der kroatischen Hauptstadt noch irgendwelche Steine in den Weg legen kann. Aber das Cibona-Team, das den Ulmern am Mittwoch gegenübertritt, hat nicht mehr viel mit dem vor fünf Wochen in Ulm gesehenen Gegner gemein. So fehlten den seit zwei Wochen vom bisherigen Assistenztrainer Danijel Lutz gecoachten Kroaten im Hinspiel mit US-Power Forward Justin Hamilton und dem 2,14 Meter langen Center Daniel Zubcic gleich zwei inzwischen wieder gesunde Starter.

In der letzten Woche sorgte zudem die Verpflichtung des kroatischen Wunderkinds Dario Saric für zusätzliche Aufbruchstimmung bei Cibona. Dass der 18-jährige Forward (2,07 Meter), den viele im Sommer schon beim FC Barcelona oder bei Fenerbahce Istanbul sahen, sich nach langem Tauziehen um die Freigabe durch seinen bisherigen Club (KK Zagreb) nun ausgerechnet dem notorisch klammen Cibona anschloss, war die Sensation der letzten Woche. Möglich gemacht wurde der Deal durch den schillernden Fußball-Manager Zdravko Mamic, der unter anderem den Buyout in Höhe von 550.000 Euro auf den Tisch legte.

Entsprechend groß war am Sonntag das Interesse für das Debüt des „neuen“ Cibona-Teams in der Adria-Liga gegen den Europaligisten Cedevita Zagreb, das Cibona mit 16 Punkten des US-Guards DJ Strawberry und 16 durch den früheren Nationalcenter Andrija Zizic 73:64 gewann. Der neue Cibona-Trainer Danijel Lutz lobte nach dem Spiel auch ausdrücklich Dario Saric, der in 20 Minuten auf acht Punkte und fünf Rebounds kam: „Er hat unsere Systeme in kürzester Zeit verinnerlicht.“ Einen Eindruck vom wirklich großen Talent des jungen Forwards gibt das Highlight-Video vom Finale der letzten U18-EM, bei der Saric Kroatien als Turnier-MVP mit 39 Punkten und elf Rebounds zum EM-Titel führte.


Cibona Zagreb im Stenogramm
Guards: Davor Kus (25 mpg, 9 ppg, 3 apg), D. J. Strawberry (28 mpg, 11 ppg, 5 rpg, im Hinspiel 4/5 Dreier und 7 rb), Hrvoje Kovacevic (15 mpg, 7 ppg, 2 spg).
Forwards: Marin Rozic (17 mpg, 2 ppg), Pavle Marcinkovic (21 mpg, 6 ppg), Ante Masic (20 mpg, 8 ppg), Dario Saric (seit einer Woche im Team).
Center: Justin Hamilton (15 mpg, 7 ppg), Tomislav Zubcic (21 mpg, 6 ppg), Andrija Zizic (24 mpg, 12 ppg), Marko Jagodik (12 mpg, 2 ppg).
Headcoach: Daniej Lutz (32, CRO, bis Ende November Assistenztrainer)

Mittwoch, 20:30 Uhr:s.Oliver Baskets – Banvit Bandirma (TUR)


Nach der Auslosung der Vorrunden im Oktober noch von Beileidsbekundungen überhäuft, haben sich die s.Oliver Baskets als die positive Überraschung im Eurocup entpuppt. Zum einen hat mancher Beobachter wohl die Tatsache unterschätzt, dass viele Spieler des Eurocup-Neulings auf durchaus umfangreiche Europapokal-Erfahrung zurückgreifen können. Zum anderen erwies sich die „Hammergruppe“ D letztlich als nicht ganz so hart wie befürchtet.

Trotzdem müssen die s.Oliver Baskets jetzt natürlich noch den letzten Schritt durch die Tür zur Last16-Zwischenrunde tun, der gegen den türkischen Spitzenclub Banvit Bandirma alles andere als ein Selbstläufer wird. Bereits im Hinspiel in der Türkei vor fünf Wochen mussten die Würzburger erfahren, wie schwer das tief aufgestellte Banvit zu bezwingen ist: Trotz eines mit 32:22 gewonnenen ersten Viertels unterlagen die Würzburger am Ende noch 82:101 gegen die Türken, bei denen gleich fünf Akteure zweistellig punkteten.

Auch in der türkischen Liga behauptet sich Banvit bislang mit 7:2 Siegen als schärfster Verfolger der drei millionenschwer aufgerüsteten Istanbuler Großclubs Galatasaray, Fenerbahce und Efes. Die einzigen Niederlagen kassierte Banvit am ersten Spieltag bei Efes und jetzt am Sonntag – ebenfalls auswärts in Istanbul – bei Fenerbahce (69:89). Gegen den mit vielen schillernden Stars gespickten Europaligisten konnte Banvit nur sechs Minuaten lang mithalten und lag zur Pause schon 27:47 zurück. Erfolgreichste Scorer waren Sammy Mejiha (18), Dusan Cantekin (15) und der mit nur zehn Punkten unter seinem Schnitt bleibende Chuck Davis.


Banvit Bandirma im Stenogramm
Guards: Kalin Lucas (30 mpg, 14 ppg, 2 spg), Serkan Erdogan (20 mpg, 7 ppg, verletzt), Safak Edge (11 mpg, 3 ppg).
Forwards: Sammy Mejia (37 mpg, 19 ppg, 6 rpg, 3 apg, 2 spg, im Hinspiel 23 p und 8 rb), Keith Simmons (25 mpg, 5 ppg), Chuck Davis (31 mpg, 17 ppg, 6 rpg, 2 bpg, im Hinspiel 18 p und 8 rb), Erkan Veyseloglu (q10 mpg, 3 ppg).
Center: Kenan Bajramovic (24 mpg, 8 ppg), Vladimir Stimac (21 mpg, 16 ppg, 7 rpg), Izzet Turkyilmaz (10 mpg, 3 ppg).
Headcoach: Orhun Ene (vierte Saison für Banvit)

EuroChallenge: Bonn muss in Georgien siegen


Die Telekom Baskets Bonn müssen mehr als 3000 Kilometer (Luftlinie) reisen, um sich für die Last16 zu qualifizieren. Der Gegner Armia Tiflis hat mit 0:5 Siegen selber keine Chance mehr auf das Erreichen der Last16, erzielte aber sein bisher bestes Resultat in der EuroChallenge mit 71:75 in Bonn, wo die Telekom Baskets sich das Leben mit einem rabenschwarzen 14:31-Start selber schwer machten.

Zumindest dürfte damit die Gefahr gebannt sein, die Georgier noch einmal zu unterschätzen, auch wenn Armia am Freitag sogar in der georgischen Liga, durch die man im Vorjahr noch mit 20:0 Siegen marschiert war, mit 77:79 in Rustavi schon seine zweite Niederlage kassierte. Topscorer Amias war der schwedische Nationalcenter Joakim Kjellbom mit 18 Punkten, gefolgt vom an der Dreierlinie heißgelaufenen Irakli Sakvarelidze (16 Punkte), dem ehemaligen Ludwigsburger LaMayne Wilson (12) und US-Guard Curtis Millage (11).
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