FB Twitter Instagram YouTube Google+
Europa: Wallace, Eidson, N’Dong, Kaukenas, Raduljica, Katic - Wenn alte Bekannte den Titel feiern

Europa: Wallace, Eidson, N’Dong, Kaukenas, Raduljica, Katic - Wenn alte Bekannte den Titel feiern

Am Wochenende sind mit den Entscheidungen in Spanien (FC Barcelona), Italien (Montepaschi Siena), Frankreich (Elan Chalon) und Serbien (Partizan Belgrad) die letzten nationalen Meistertitel vergeben worden. Bei allen vier Champions gibt es ehemalige Bundesligaspieler im Team, denen wir natürlich besonders herzlich gratulieren.

Spanien: Barcelona am Ende einen Tick besser als Real


Die spanische Liga unterstrich mit einer hochklassigen und perfekt inszenierten Finalserie noch einmal ihre Spitzenstellung in Europa. Dass die Serie dabei zum ersten Mal seit 2005 über die volle Distanz von fünf Spielen ging, war natürlich die Schaumkrone auf der Woge der Begeisterung. Im entscheidenden fünften Spiel lag der FC Barcelona auf dem Weg zum Titel zwar ständig leicht in Führung, doch die Madrilenen ließen sich bis zur erlösenden Schlusssirene mit ihren Dreiern (vor allem durch US-Guard Jaycee Carroll) nie abschütteln. Folgende spannende Schlussphase verfolgten im spanischen TV am Samstag gegen 20:45 Uhr 2,7 Millionen Zuschauer (entspricht einer Einschaltquote von 27,9 Prozent):


Zum MVP der Finalserie wurde Erazem Lorbek gekürt, der neben Juan Carlos Navarro (21) und Pete Mickeal (17) mit seinem intelligenten Spiel und 18 Zählern auch dem fünften Finale seinen Stempel aufdrückte. Der slowenische Center steht nun vor der Entscheidung, ob er auf dem Höhepunkt seiner Karriere „Barca“ die Treue hält oder ob er dem Ruf der San Antonio Spurs in die NBA folgt. Dem neuen spanischen Meister gehören gleich drei Akteure an, die ihre europäische Karriere einst in der Bundesliga (in Bamberg, Gießen und Bremerhaven) begannen. Während Boniface N’Dong und Chuck Eidson die Finalserie dabei verletzungsbedingt überwiegend auf der Bank erlebten, durfte Judson Wallace im fünften Spiel sogar den Schlusspunkt unter die tolle Serie setzen.


Italien: Siena holt sechsten Titel in Folge


In Italien gab es in dieser Saison nichts Neues: Der hohe Favorit Siena um den Playoff-MVP Bo McCalebb sicherte sich mit 4:1 souverän seinen sechsten Titel in Folge, was einen neuen Rekord in der Geschichte der „Lega“ darstellt. Ausgelassen gefeiert wurde trotzdem, denn auch für Rimantas Kaukenas, der schon 2007 mit Siena Meister wurde, bleibt jeder Titelgewinn etwas Besonderes. Den aktuellen Titel verbindet der mittlerweile 35-jährige ehemalige Bonner vor allem mit den schwierigen Umständen, unter denen er zustande kam: „Allen Verletzungen und personellen Wechseln zum Trotz hat die Mannschaft nie das große Ziel aus den Augen verloren.“ In der nächsten Saison könnte das Rennen um den Meistertitel etwas spannender werden: Der Hauptsponsor Montepaschi hat angekündigt, seine Zahlungen um 20 Prozent zu reduzieren. Im Kader wird es einen größeren Umbruch geben und auch Trainer Simone Pianigiani hat hochkarätige Angebote aus dem Ausland.


Frankreich: Chalon/Saone schafft das Triple


Das zum letzten Mal in einem einzigen Spiel im Palais Omnisports von Paris-Bercy ausgetragene französische Finale verlief derart einseitig, dass der Abschied von diesem ungewöhnlichen Modus (im nächsten Jahr gibt es wieder eine Best-of-five-Serie) leicht fällt. Le Mans um Taylor Rochestie hatte gegen Elan/Chalon nicht den Hauch einer Chance und lag schon zur Halbzeit 28:52 zurück. Bei Chalon überragte einmal mehr der Liga-MVP Blake Schilb. Der von der halben Europaliga gejagte US-Forward, der aber noch ein Jahr in Chalon unter Vertrag steht, markierte 20 Punkte (4/6 Dreier), fünf Rebounds und zehn Assists. Zweitbester Werfer war der ehemalige Frankfurter Ilian Evtimov mit 15 Punkten (3/5 Dreier). Chalon vollendete mit dem Titelgewinn eine bisher beispiellose Saison. Das Team von Trainer Greg Beugnot hatte zuvor bereits die Semaine d’As (entspricht unserem Beko BBL Pokal) und den französischen Pokal (entspricht unserem früheren DBB-Pokal) gewonnen und hatte zudem das Finale der EuroChallenge erreicht.


Serbien: Partizan triumphiert in fragwürdiger Hitze-Schlacht


Das serbische Finale zwischen den Belgrader Erzrivalen Partizan und Roter Stern erlebte am Freitag einen fragwürdigen Schlusspunkt. Da die Pionier-Arena belegt war, wich Roter Stern für sein Heimspiel in die kleine Zeleznik-Halle aus, die dem Ansturm der heißblütigen Fans von Roter Stern mit ihren gerade mal 2.000 Plätzen nicht gewachsen war. Tropische Temperaturen verwandelten das Parkett stellenweise in eine Rutschbahn und von den Sicherheitskräften nur mit Mühe im Zaum gehaltene und an der Korbanlage rüttelnde Zuschauer sorgten in der engen Halle für eigentlich irreguläre Bedingungen. Partizan behielt aber angesichts der nicht nur verbalen Attacken von den Rängen kühlen Kopf und brachte mit einem 86:82-Sieg seinen elften Meistertitel in Folge routiniert unter Dach und Fach.


Der bei FMP Zeleznik (hat im Sommer mit Roter Stern Stern fusioniert) groß gewordene Miroslav Raduljica, der in der Finalserie unter dem Partizan-Korb ohne seinen verletzten Ersatzmann, den Ex-Tübinger Rasko Katic, doppelt gefordert war, fand vor allem in Milan Macvan (19 Punkte und acht Rebounds) große Unterstützung. „Ich bin natürlich glücklich, den Titel in dieser Halle, in der ich aufgewachsen bin, gewonnen zu haben,“ sagte der letztjährige Berliner Center: „Aber was waren das für Zuschauer? Das waren nicht die Fans des Vereins, für den ich so lange gespielt habe!“ Die Siegerehrung fand – nach Räumung der Halle – im kleinen Kreis statt.

Telekombasketball.de

Alle Spiele LIVE und in HD!

easyCredit Telekom TipBet Spalding Kinder plus Sport