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Europa im Überblick: Pesic in Topform, Mallet enttäuscht und Rimantas Kaukenas zurück

Europa im Überblick: Pesic in Topform, Mallet enttäuscht und Rimantas Kaukenas zurück

Während in der Beko BBL die Brose Baskets ihren Titel erfolgreich verteidigt haben, wurden in der letzten Woche in Belgien (Oostende zum ersten Mal seit 2007) und in der Türkei, wo Besiktas Istanbul sogar 37 Jahre auf diesen großen Moment gewartet hat, neue Meister gefeiert. Am Wochenende geht die europäische Saison 2011/12 dann mit den Finals in Frankreich, Italien, Spanien und Serbien aber endgültig zu Ende.
Türkei: Besiktas schafft den „Grand Slam“

Einen Titel zu gewinnen, ist schon schwer genug. Niemand weiß das besser als die Basketballer von Besiktas Istanbul, das zuletzt 1975 türkischer Meister wurde. Umso größer war der Jubel im Sportpalast Abdi Ipekci, als Besiktas nach dem Gewinn des türkischen Pokals im Februar und dem Gewinn der EuroChallenge im April jetzt auch im türkischen Playoff-Finale mit 4:2 über den Lokalrivalen Efes triumphierte. Dem Team um die überragenden Guards Carlos Arroyo und David Hawkins gelang damit in dieser Saison der „Grand Slam“, der Triumph in allen drei Wettbewerben.



Der spektakulärste Korb der gesamten Serie hatte zwei Tage zuvor dafür gesorgt, dass die Serie überhaupt in ein sechstes Spiel ging. Nachdem Besiktas auf 82:82 ausgeglichen hatte, blieben Efes im fünften Spiel nur noch zwei Sekunden für den letzten Angriff. Dass Efes-Trainer Elias Zouros nach einer Auszeit mit dem jungen Dogus Balbay einen bis dahin noch nicht eingesetzten Spieler einwechselte, erwies sich als genialer Schachzug, denn Efes-Spielmacher Kerem Tunceri bediente eben diesen Dogus Balbay mit einem präzisen Anspiel zum Alley-Oop – 84:82 für Efes!



Belgien: Trauriger MVP Demond Mallet – Oostende Meister

In Belgien ist Spirou Charlerois Erfolgsserie nach vier Meistertiteln in Folge gerissen. Im entscheidenden fünften Spiel der Finalserie zog das Team von Demond Mallet beim alten Rivalen Oostende denkbar unglücklich den Kürzeren - mit 74:75 nach Verlängerung. Mallet, mit im Schnitt 15 Punkten Charlerois überragender Spieler in der Finalserie, wurde zum MVP der Playoffs gekürt. Doch diese Auszeichnung wird „Super Mallet“ kaum darüber hinwegtrösten, dass er die turbulente Saison 2011/12 mit leeren Händen beendet. Der mitten in der Saison unternommene Ausflug zu Maccabi Tel Aviv, wo er noch vor den Finals in Israel und in der Adria-Liga wieder ausgemustert wurde, hat sich für ihn nicht gelohnt.



Serbien: Roter Stern liefert Partizan harten Kampf

In Serbien führt der Favorit Partizan Belgrad gegen den alten Rivalen Roter Stern 2:1. Für das vierte Spiel geht die Serie (Best-of-five) nun aber in die kleinere Arena von Zeleznik, die eigentliche Heimhalle von Roter Stern. Deswegen trauen viele Beobachter dem Außenseiter zu, die durch den 68:59-Sieg von Roter Stern im zweiten Spiel spannend gewordene Serie auszugleichen. Dass Roter Stern sich in der Finalserie so gut verkauft (das dritte Spiel ging nur 72:78 verloren), ist nicht zuletzt der Verdienst von Trainer Svetislav Pesic, der im emotionalen und zuweilen auch ruppigen zweiten Spiel sein Team immer wieder ermahnen musste, sich auf das Spiel zu konzentrieren und nicht so viel mit den Referees zu diskutieren. Auf jeden Fall kann im serbischen Finale der deutsche Bundestrainer in Topform erlebt werden.



Italien: Siena vor dem sechsten Titel in Folge, 3:0 gegen Mailand

In Italien steuert das vom überragenden Bo McCalebb angeführte Montepaschi Siena mit einer 3:0-Führung gegen Mailand in der Best-of-seven-Serie auf seinen sechsten Titel in Folge zu. Nach zwei klaren Heimsiegen hatte Siena im dritten Spiel in Mailand eine bange Schlussphase zu überstehen, als Shaun Stonerook neun Sekunden vor Schluss beim Stand von 79:80 zwei Freiwürfe vergab. Doch der US-Power Forward tippte den eigenen Rebound in Richtung von McCalebb und sicherte damit den dritten Sieg. Stiller Held der Finalserie ist der frühere Bonner Rimantas Kaukenas, der wegen einer schweren Knieverletzung von Dezember bis April pausieren musste: „Ich habe trotzdem nie das Ziel aufgegeben, am Ende der Saison noch einmal das Finale zu gewinnen.“ Im dritten Spiel war der Litauer mit 15 Zählern Sienas Topscorer.



Spanien: Der Klassiker Barca – Real schlägt alle Rekorde

Der Klassiker zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid schlägt – in dieser Saison erstmals seit vielen Jahren wieder im ersten Programm zur besten Sendezeit übertragen – in Spanien alle Rekorde. Das vierte Spiel der Serie verfolgten mehr als zwei Millionen TV-Zuschauer (Die Einschaltquote lag bei elf Prozent). Im Ausland wird das spanische Finale in 97 Ländern übertragen. Auf dem Parkett steht es 2:2. Die Entscheidung fällt am Samstag in Barcelona. Im dritten Spiel spielte vor allem Point Guard Sergio Rodriguez die Katalanen mehr als schwindelig.



Nur zwei Tage später zeigte sich der FC Barcelona vor mehr als 13.000 Zuschauern im Sportpalast von Madrid aber gut erholt von der 59:85-Schlappe und glich die Serie mit einem 81:75 aus. Matchwinner waren der bärenstarke slowenische Center Erazem Lorbek (24 Punkte) und „Beach Boy“ Judson Wallace. Der ehemalige Bremerhavener markierte 16 Punkte (3/4 Dreier).



Frankreich: Zum letzten Mal großes Finale in Paris

In Frankreich wird die Meisterschaft am Samstag zum letzten Mal in einem großen Finale im Sportpalast von Paris-Bercy entschieden. Ab der kommenden Saison kommen die Fans in Frankreich endlich auch in den Genuss einer richtigen Finalserie im Modus Best-of-five. Die beiden hochdramatischen Semifinals (Best-of-three) der aktuellen Saison machten den Fans dabei Lust auf richtige Playoffs. So lag Chalon im dritten Spiel in eigener Halle in der 32. Minute schon 51:67 gegen Orleans zurück, um dann mit einem vom Liga-MVP Blake Schilb angeführten furiosen Endspurt doch noch 83:81 zu siegen und ins Finale einzuziehen.



Eine große Saison spielt in Frankreich auch Taylor Rochestie, der bei der MVP-Wahl hinter Blake Schilb aber nur den zweiten Platz belegte. Im Finale kommt es jetzt noch einmal zum Duell zwischen Rochestie und Blake „The Blade“, denn Le Mans setzte sich im Halbfinale mit 2:1 gegen Cholet durch. Auch hier sah es im dritten Spiel lange nach einem überraschenden Sieg der Gäste aus, doch Travon Bryant leitete mit drei von drei Dreiern die Wende zugunsten von LeMans ein. Die Distanzwürfe des US-Centers waren für Cholet ein echter Schock, hatte der frühere Frankfurter (2006/07) doch in der gesamten Saison nur vier Dreier versucht und alle verworfen. Aber in den Playoffs werden auch die Wurfquoten neu gemischt.

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